Kanton ruft zu Vorsicht bei Hitze auf: Auch im Saanenland wird es sommerlich heiss
23.06.2026 KantonMit Beginn der Sommerferien im Saanenland steigen auch die Temperaturen. Der Kanton Bern erinnert daran, gefährdete Personen während Hitzeperioden besonders im Auge zu behalten. Gleichzeitig rücken an mehreren Messstationen die bisherigen Juni-Rekorde in ...
Mit Beginn der Sommerferien im Saanenland steigen auch die Temperaturen. Der Kanton Bern erinnert daran, gefährdete Personen während Hitzeperioden besonders im Auge zu behalten. Gleichzeitig rücken an mehreren Messstationen die bisherigen Juni-Rekorde in Reichweite.
Die Sommerferien haben im Saanenland bei einigen Schüler:innen vergangene Woche begonnen. Während viele die freie Zeit geniessen, können hohe Temperaturen für ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere oder Personen mit chronischen Erkrankungen zur Belastung werden. Der Kantonsärztliche Dienst des Kantons Bern ruft deshalb dazu auf, sich selbst zu schützen und auf gefährdete Personen im Umfeld zu achten.
Auf gefährdete Personen achten
Besonders während Ferienabwesenheiten sei gegenseitige Fürsorge wichtig. Wer verreise, könne ältere Nachbarinnen und Nachbarn oder andere gefährdete Personen darüber informieren, damit sich jemand um sie kümmern könne. Oft genügten bereits regelmässige Kontakte, ein kurzes Gespräch oder ein Glas Wasser zur richtigen Zeit, schreibt die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion in einer Mitteilung.
Höchstwerte bei Temperaturen
Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Temperaturen in vielen Regionen der Schweiz ungewöhnlich hoch sind. Laut dem Hitzetracker von SRF rücken an mehreren Messstationen die bisherigen Juni-Hitzerekorde in Reichweite. Für das Saanenland am aussagekräftigsten ist dabei die Messstation Château-d’Oex. Dort lag die Temperatur am Montagmittag bei 29,4 Grad. Zum bisherigen Juni-Rekord von 33,1 Grad fehlten noch 3,7 Grad. Der bisherige Höchstwert dieses Monats wurde am 21. Juni mit 30,4 Grad gemessen. Der Allzeitrekord für Châteaud’Oex liegt bei 34,4 Grad und stammt aus dem Jahr 1983.
Viel Flüssigkeit und Schatten
Die Gesundheitsdirektion empfiehlt, an warmen Tagen ausreichend zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und körperliche Anstrengungen zu reduzieren. Auf Alkohol sollte möglichst verzichtet werden. Bei ersten Anzeichen wie Schwindel, Übelkeit oder Erschöpfung sei es wichtig, rasch zu reagieren und bei Bedarf medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Besondere Vorsicht gilt auch bei Medikamenteneinnahme. Hitze könne die Wirkung einzelner Medikamente beeinflussen. Betroffene sollten deshalb bei Unsicherheiten Rücksprache mit ihrer Ärztin, ihrem Arzt oder einer Apotheke halten.
Kanton appelliert an Unternehmen und Institutionen
Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Institutionen und Arbeitgeber seien gefordert. Der Kanton empfiehlt, Hitzemassnahmen frühzeitig zu planen und umzusetzen, um besonders gefährdete Personen und Mitarbeitende zu schützen.
Zu den wichtigsten Verhaltensregeln an Hitzetagen zählen laut Gesundheitsdirektion leichte Kleidung, das Kühlen des Körpers, nächtliches Lüften sowie genügend Flüssigkeitszufuhr. Zudem sollten körperliche Belastungen nach Möglichkeit auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden.
PD/JOP
