Umbaupläne im Pfarrhaus Lauenen

  04.12.2023 Lauenen

Der Kredit für den Einbau einer zweiten Wohnung im Pfarrhaus Lauenen wurde bewilligt. Die Pfarrstelle ist noch unbesetzt.

JENNY STERCHI
Schon im letzten Jahr wurde den Kirchgemeindemitgliedern der Vorschlag zum Einbau einer zweiten Wohnung im Pfarrhaus Lauenen vorgestellt und daraufhin ein Planungskredit gesprochen. Erneut betonten Ratspräsident Stephan Addor und Ressortchef Erwin Annen der zahlenmässig kleinen Versammlung, dass dieser Ausbau die Nutzung des Pfarrhauses optimiere – erst recht, solange die Pfarrwohnung noch leer stehe.

Kredit von 515000 Franken zugestimmt
Erwin Annen erläuterte sehr ausführlich und transparent, wo welche Kosten auf die Kirchgemeinde zukommen werden. «Wir haben uns überlegt, dass eine dringende Erweiterung und Erneuerung der Küche im Pfarrstübli in die geplanten Umbauarbeiten integriert werden könnten», führte Annen weiter aus.

Das gäbe umfassende Aufträge für Sanitär-, Zimmerei-, Schreinerei- und Elektrikerbetriebe. Um den Zustand des Hauses energetisch zu optimieren, ist auch der Austausch von Fenstern und Eingangstüren eingeplant. «Bei der Arbeitsvergabe sind wir verpflichtet, die Richtlinien des öffentlichen Beschaffungswesens einhalten.» Man werde möglichst auf die Dienstleistungen des einheimischen Gewerbes zurückgreifen.

Ein wesentlicher Posten in den erwarteten Umbaukosten sind Mehrwertsteuern in Höhe von 36’000 Franken. Derzeit wurde noch keine Baubewilligung beantragt. Die zweite Wohnung soll im Dachgeschoss des Pfarrhauses realisiert werden.

Für diese Sanierung und den Umbau wurde ein Kredit von 515’000 Franken beantragt, dem die Versammlung ohne Gegenstimmen zustimmte.

Einstimmigkeit
Das vorletzte Traktandum – die Anpassungen im organisatorischen Reglement des kirchlichen Bezirkes – wurden ebenso angenommen wie die Wiederwahl des Ratsmitglieds Katharina Bohren-Brand.


FREIE PFARRSTELLE – WIE WEITER?

Stephan Addor erläuterte den Anwesenden, dass die Stelle im letzten Herbst erneut und auf mehreren Portalen ausgeschrieben wurde. «Ich habe nicht eine Rückmeldung erhalten», so Addor. Er habe sich zwischendurch gefragt, ob seine Kontaktdaten nicht korrekt seien. «Das zeigt einmal mehr, dass der Markt an Pfarrerinnen und Pfarrern im Kanton Bern komplett ausgetrocknet ist.» Die angedachte Zusammenarbeit mit Zweisimmen diesbezüglich ruhe zunächst, da die Kirchgemeinde Zweisimmen einen Bewerber habe.

Für kirchliche Aktivitäten und Veranstaltungen sei die Kirchgemeinde Lauenen laut Addor sehr gut aufgestellt. Dank verschiedener Prädikanten, die im Augenblick im Wechsel die Leitung der Gottesdienste übernehmen, seien die Sonntage sichergestellt. Der kirchliche Bezirk möchte die Zusammenarbeit mit den einzelnen Kirchgemeinden optimieren. So solle dem offenkundig zunehmenden Personalmangel nicht nur in den kleinen Gemeinden begegnet werden.

«Einzig die seelsorgerische Betreuung kommt in dieser Situation zu kurz», schloss der Präsident das Thema Pfarrstelle ab. Vor allem was Hausbesuche und die Betreuung des Altersheims betrifft.

JENNY STERCHI


FINANZEN

Finanzplanung 2023-2028
• Investitionen in Höhe von insgesamt 740’000 Franken geplant
• Verwendung für Sanierung des Kirchendachs (200'000 Franken) und den Einbau der zweiten Wohnung sowie energetische Optimierung im Pfarrhaus (515’000 Franken plus Planungskredit von 25’000 Franken)
• Investitionen können aus Eigenmitteln finanziert werden

Budget 2024
• 366 Franken Überschuss erwartet
• Personal- und Sachaufwand höher budgetiert als im Vorjahr, um Flexibilität und Sicherheit zu behalten (unvorhergesehene Unterhaltsarbeiten und Pfarrpersonenproblematik)
• höhere Steuereinnahmen budgetiert bei gleichbleibendem Steuersatz von 0,23, orientiert am letzten Jahr


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