KI macht auch vor dem Tourismus nicht Halt
09.04.2024 Region«KI im Tourismus – Chancen und Herausforderungen»: Unter diesem Motto fand am Donnerstag, 4. April im Kulturund Kongresszentrum Thun das Tourismusforum Berner Oberland statt. Rund 170 Personen, zu einem grossen Teil aus Hotellerie und Tourismus, liessen sich über die Entwicklungsmöglichkeiten, die die neue Technologie der Branche bringt, informieren, schreibt die Volkswirtschaft Berner Oberland in einer Medienmitteilung.
Chat GPT: Mit diesem Tool hätten zahlreiche Gäste des Tourismusforums bereits erste Erfahrungen gesammelt, wie eine Umfrage zum Start des Anlasses gezeigt habe. Dennoch scheine die Künstliche Intelligenz noch nicht jeden Beherbergungsbetrieb im Berner Oberland erreicht zu haben. Martin von Moos, Präsident HotellerieSuisse, habe in seiner Grussbotschaft keine Zweifel aufkommen lassen, dass sich auch Hotellerie und Tourismus der neuen Technologie öffnen müssen, so die Volkswirtschaft Berner Oberland.
Bei allem Optimismus gelte es aber auch, die Gefahren im Blick zu behalten. Eine Hoffnung der Branche sei es, dass KI im Bereich Fachkräftemangel entschärfen könne, zumindest an jenen Stellen, an denen es darum gehe, Prozesse zu automatisieren.
«KI ist eine Basistechnologie»
Dass Künstliche Intelligenz die nächste Basistechnologie werde, beziehungsweise bereits sei, darin seien sich alle Referenten einig gewesen. Auch in einem weiteren Punkt habe Übereinstimmung geherrscht: Ohne den Menschen geht es nicht. Dominic Stöcklin, Head of Marketing Basel Tourismus, habe in seinem Einstiegsreferat aufgezeigt, dass die neue Technologie gerade im Bereich Marketing, sehr grosse Unterstützung biete: «Damit eine Kampagne funktioniert, braucht es einen kreativen ‹Insight›, und dazu braucht es den Menschen.» Die richtige Nutzung von KI-Anwendungen bringe Effizienz- und Effektivitätsvorteile, was schlussendlich in wirtschaftlichen Vorteilen resultiere, so die Volkswirtschaft Berner Oberland weiter.
Lernen und Sicherheitshinweise beachten
Wie ein solcher Effizienz- und Effektivitätsgewinn in der Realität aussehen könne, damit beschäftige sich Michael Koch, CEO und Founder der Hyll AG aus Stettlen, schreibt die Volkswirtschaft Berner Oberland. Seine Firma entwickle derzeit gemeinsam mit mehreren Schweizer Destinationen, darunter auch Made in Bern und die Jungfrau Region, ein KI-Content-Tool. Die Anwendung unterstütze Tourismusdienstleister in der täglichen Erstellung von Inhalten für verschiedenste Kommunikationskanäle. Koch habe die Anwesenden ermutigt, möglichst viele KI-Anwendungen auszuprobieren und sich nicht vor der Technologie zu verschliessen. Er habe dabei den Vergleich zum Fahrradfahren herangezogen: «Die wenigsten von uns wissen, wie ein Velo genau funktioniert. Dennoch haben wir gelernt, es zu fahren. Wenn wir bei der Velofahrt zudem noch einige Sicherheitshinweise beachten, beispielsweise einen Helm anziehen, werden die Risiken minimiert.» Mit der Künstlichen Intelligenz verhalte es sich ähnlich: «Wichtig ist, dass wir gewisse Dinge lernen und bei der Nutzung die Sicherheitshinweise beachten.»
Spannender Über- und Einblick
«Das Tourismusforum Berner Oberland bot den rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden Überund Einblick, welche Veränderungen, Arbeitserleichterungen, aber auch Herausforderungen die Künstliche Intelligenz für Ihre Branche in naher Zukunft bereithält», teilt die Volkswirtschaft Berner Oberland mit. «Beim anschliessenden Networking im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums Thun wurden Tipps und Tricks weitergegeben und Erfahrungen ausgetauscht.»
PD/AMO
TOURISMUSFORUM BERNER OBERLAND
Das Tourismusforum wird jährlich von der Volkswirtschaft Berner Oberland und vom Hotelier-Verein Berner Oberland organisiert. Die kantonale Tourismusmarketing-Organisation Made in Bern AG unterstützt den Anlass. Im Vorfeld zum Tourismusforum findet jeweils die Mitgliederversammlung des Hotelier-Vereins Berner Oberland statt.

