«landuf, landab» dreht im Saanenland
15.05.2026 GesellschaftDie Saanengeissen zeigten sich beim Dreh alles andere als kamerascheu. Am 12. und 13. Mai war das Team der Fernsehsendung «landuf, landab» im Saanenland unterwegs. Am Dienstag besuchte Moderatorin Nicole Bircher den Hof von Mathias von Siebenthal in Gstaad.
JONATHAN ...
Die Saanengeissen zeigten sich beim Dreh alles andere als kamerascheu. Am 12. und 13. Mai war das Team der Fernsehsendung «landuf, landab» im Saanenland unterwegs. Am Dienstag besuchte Moderatorin Nicole Bircher den Hof von Mathias von Siebenthal in Gstaad.
JONATHAN SCHOPFER
«Die kleinen Geschichten einer Region und die Menschen faszinieren mich. Wenn ich Menschen wie Mathias von Siebenthal kennenlerne, dann kribbelt es in meinem Bauch», sagte Moderatorin Nicole Bircher letzten Dienstag am Drehtag. Sie und Landwirt Mathias von Siebenthal stehen auf einer Weide in Gruben bei Gstaad. Die Saanengeissen drängen sich gwundrig um sie herum.
In der Fernsehsendung «landuf, landab» wird in jeder rund 15-minütigen Folge eine andere Region vorgestellt. Moderatorin Nicole Bircher trifft Menschen vor Ort, zeigt Handwerk und erzählt Geschichten, die mit der jeweiligen Region verbunden sind. Nun machte die Sendung, die jeweils auf SAT.1 Schweiz ausgestrahlt wird, im Saanenland Halt. Unter anderem besuchte das Team den Bauernhof von Mathias von Siebenthal und sprach mit ihm über die Saanengeiss.
Die Saanengeiss knabbert an der Kamera
Routiniert führt Nicole Bircher durch den Dreh auf dem Hof und spricht über die Saanengeissen. Sie moderiert «landuf, landab» schon seit elf Jahren – konzipiert hat sie sie auch. Doch ganz planbar sind die Szenen nicht: Während des Drehs schmiegen sich die Tiere immer wieder an sie und ihren Lebenspartner Stefan Hänni, der hinter der Kamera steht. Eine Geiss beginnt sogar, an der Kamera zu knabbern.
Es kommt zu einem kurzen Unterbruch, den die Moderatorin mit Humor nimmt. Nach einer kurzen Besprechung geht es weiter. Unterdessen haben die Tiere das Interesse verloren und grasen munter weiter. «Die Tiere sind sehr neugierig», sagt von Siebenthal schmunzelnd.
Wie die Regionen ausgewählt werden
In der Drehpause verrät Moderatorin Nicole Bircher, wie die Regionen für die Sendung bestimmt werden. «Wenn wir die Jahresplanung machen, nehmen wir die Landkarte hervor und besprechen uns», sagt sie.
In den Kanton Bern wollten sie in diesem Jahr unbedingt reisen, da sie im vergangenen Jahr hier nicht drehten. «Wir versuchen, abzuwechseln und über die ganze Schweiz verteilt zu drehen», erklärt die Moderatorin. Danach beginnt die Suche nach spannenden Geschichten. «Stefan und ich suchen Themen aus, die wir noch nie hatten.» Dabei spielen auch Kontakte zu den verschiedenen Destinationen in der Schweiz eine Rolle – in diesem Fall zu Gstaad Saanenland Tourismus. «Von dort erfuhr ich, dass Mathias von Siebenthal Saanengeissen hält.» So kam der Kontakt zustande.
Dann kommt Stefan Hänni, bereits wieder mit der Kamera in der Hand, die Drehpause ist fertig. Es geht weiter in den Stall zu den Geissen. Landwirt Mathias von Siebenthal erkundigt sich bei Nicole Bircher: «Kannst du melken?»
Die Rolle von Gstaad Saanenland Tourismus
Auch Selina Riegert, Content und Media Managerin bei Gstaad Saanenland Tourismus, ist am Drehtag vor Ort. Auf Anfrage bestätigt sie, dass die Destination regelmässig mit Medienhäusern in Kontakt steht. «Ich pitche dann zum Teil Geschichten bei ihnen», sagt sie.
Dass «landuf, landab» im Saanenland dreht, freut Riegert. «Das ist nicht selbstverständlich.» Bezahlt Gstaad Saanenland Tourismus für den Fernsehbeitrag? «Nein, wir zahlen dafür nicht», sagt sie. Übernommen werde lediglich die Übernachtung.
ZUR SENDUNG
Die Sendung «landuf, landab» 2026 wird auf SAT.1 Schweiz und Joyn ausgestrahlt.
Die Folge vom Saanenland wird im Fernsehen am Mittwoch, 29. Juli, um 19.45 Uhr erstmals ausgestrahlt. Online ist sie bereits eine Woche früher auf Joyn.ch verfügbar, also ab Mittwoch, 22. Juli.
Neben Landwirt Mathias von Siebenthal werden auch Sandra Walker, Chalet- und Schriftenmalerin, sowie Pilzexperte Bert Inäbnit zu sehen sein.
JSC
Jede Saanengeiss sieht anders aus
Mathias von Siebenthal hält im Saanenland Saanengeissen. Auf seinem Hof in Gstaad wurde er für die SAT.1-Schweiz-Sendung «landuf, landab» porträtiert.
JONATHAN SCHOPFER
Mathias von Siebenthal, waren Sie nervös vor der Kamera?
Nein, nein, das ging schon. Das Gespräch mit Nicole ging gut.
Haben Sie sich auf den Dreh vorbereitet?
Ja, ein bisschen schon. Ich habe versucht, den Stall aufzuräumen, damit es «e Gattig» macht (lacht).
Gibt es im Saanenland noch viele Betriebe, die Saanengeissen halten?
Es hat schon noch ein paar, aber es gibt nicht mehr so viele wie früher.
Welche positiven und negativen Aspekte gibt es bei der Haltung?
Positiv ist sicher, dass die Saanengeissen eine gute Milchleistung haben. Und sie sind sehr anhänglich, das ist schön. Sie sind aber auch neugierig, manchmal fast zu neugierig und man findet sie plötzlich im Nachbars Garten. Schwieriger geworden ist sicher der Herdenschutz, das schreckt die Bauern ab. Wegen dem Wolf muss man heute viel mehr schauen als früher.
Kennen Sie eigentlich jede Geiss beim Namen?
Die älteren Geissen schon, bei den jungen hapert es noch ein wenig. Aber das kommt schon. Die Glocke hilft. Und sonst sehen alle anders aus. Ich brauche auch ab und zu die Nummer an der Ohrmarke, damit ich sicher bin.

















