Künftig können interessierte Schulen ihre Blockzeitenstruktur anpassen und den Unterricht im Kindergarten ausschliesslich am Morgen durchführen. Die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) passt die Rechtsbestimmungen an und stellt Informationsunterlagen zur Verfügung, wie ...
Künftig können interessierte Schulen ihre Blockzeitenstruktur anpassen und den Unterricht im Kindergarten ausschliesslich am Morgen durchführen. Die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) passt die Rechtsbestimmungen an und stellt Informationsunterlagen zur Verfügung, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.
In einem mehrjährigen Schulversuch habe die Schule Spitalacker in der Stadt Bern ein innovatives Schulmodell mit einer neuen Blockzeitenstruktur getestet. Ziel sei es gewesen, die Unterrichtszeiten vom Zyklus 1 bis und mit Zyklus 3, also von allen Schülerinnen und Schülern der obligatorischen Schule, besser aufeinander abzustimmen, um gesellschaftlichen Entwicklungen wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gerecht zu werden, schreibt die BKD. Beim Schulversuch habe die Blockzeit fünf Lektionen Unterricht am Vormittag für alle drei Zyklen umfasst.
Die Kindergartenschülerinnen und -schüler hätten auf diese Weise ein Unterrichtspensum von 25 Lektionen ausschliesslich am Morgen absolviert. Am Nachmittag habe deshalb im Kindergarten kein Unterricht stattgefunden.
Einführung des Modells ab Sommer 2026
Die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) habe den Schulversuch begleitet und ausgewertet. Die positiven Ergebnisse zeigten, dass das getestete Schulmodell tragfähig und zukunftsgerichtet sei. Deshalb ermögliche die BKD interessierten Schulen im Kanton ab Sommer 2026 die Einführung dieses Modells. Die rechtlichen Grundlagen, namentlich die Allgemeinen Hinweise und Bestimmungen zum Lehrplan 21, würden entsprechend angepasst. Schulen, die das Modell übernehmen möchten, erhielten ab Sommer 2026 unterstützende Informations- und Arbeitsunterlagen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung.
PD/AMO