Anlässlich der 21. Generalversammlung der Zückerli–Wispile AG konnte der Verwaltungsratspräsident erfreuliche Neuerungen zu den Öffnungszeiten der Bergbahn bekannt geben. Annähernd eine Rekordbeteiligung erreichten die anwesenden 81 Aktionäre, die insgesamt 43,7 Prozent von 377 ...
Anlässlich der 21. Generalversammlung der Zückerli–Wispile AG konnte der Verwaltungsratspräsident erfreuliche Neuerungen zu den Öffnungszeiten der Bergbahn bekannt geben. Annähernd eine Rekordbeteiligung erreichten die anwesenden 81 Aktionäre, die insgesamt 43,7 Prozent von 377 Aktien vertraten.
VRENI MÜLLENER
Die Nachricht von Daniel von Siebenthal war das grosse Highlight, das nur vom prächtigen Herbstwetter überstrahlt wurde. Seit Jahren setzte sich der Verwaltungsrat für einen durchgehenden Winterbetrieb an der Wispile ein. Im kommenden Winter wird die Bahn über die Weihnachts- und Neujahrstage durchgehend geöffnet sein. Ab dem 4. Januar bis 28. Februar 2027 wird die Anlage jeweils von Donnerstag bis Sonntag betrieben, unabhängig davon, ob ein Skibetrieb möglich ist oder nicht. «Dies wird den Betrieb aus organisatorischer Sicht massiv erleichtern. Die Qualität, gerade auch in der Gastronomie, kann gesteigert werden», schreibt der Verwaltungsratspräsident in seinem Jahresbericht.
Dank Magic Pass und Durchhaltevermögen
Obwohl der Verwaltungsrat das Thema «Öffnungszeiten im Winter» immer wieder hartnäckig bearbeitete, war es schlussendlich die Einführung des Magic Pass, die nun den durchgehenden Winterbetrieb am Gstaader Hausberg möglich macht. Dieses Angebot wird bestimmt nicht nur von Skifahrer:innen und Schlittler:innen dankbar entgegengenommen. Weniger Sportliche werden den schönen Rundwanderweg – hoffentlich auf Schnee – geniessen. Eltern können es auf der Terrasse gemütlich angehen, während ihre Sprösslinge die Piste am Standlift unsicher machen.
Die üblichen Geschäfte
Beinahe in Rekordzeit konnte der Vorsitzende die traktandierten Geschäfte abarbeiten. Ausser der Frage zu einer Geldanlage gab es keine Wortmeldungen, bei allen Abstimmungen wurde Einstimmigkeit festgestellt. Es stimmte die Anwesenden zufrieden, dass die Jahresrechung 2025 mit einem kleinen Gewinn von gut 5000 Franken abgeschlossen wurde. Alle waren damit einverstanden, diesen auf die neue Rechnung zu übertragen.
Verschiedenes
Unter diesem Traktandum las Daniel von Siebenthal den Bericht von Florian Hauswirth – ferienhalber abwesend – vor. Mit viele Herzblut setzt sich der technische Leiter für diese nicht mehr ganz neue Anlage ein. Offen zeigt der Bericht auf, wo in Zukunft Schwachstellen zu erwarten sind. Die Betriebsbewilligung läuft bis 2049. Ob wirklich bis dahin alle notwendigen Ersatzteile gekauft werden können, ist fraglich. Daher fördert Hauswirth bereits jetzt den Ankauf von Occasionsersatzteilen, damit die Bahn möglichst lange erhalten werden kann. Unablässig sucht er nach Optimierungen bei der Schneeproduktion und Pistenpräparation. Die Gedanken und erste Gespräche an die Erneuerung der Wispilebahn dürfen dennoch nicht ausgeblendet werden.
Bei einem feinen Essen aus der Küche des Berghauses wurde rege diskutiert – der Gedanke an einen kostspieligen Bahnersatz schien wieder in den Hintergrund zu rücken.
Die Aktiengesellschaft
Nach dem Holding Crash 1996 kauften besorgte Bürger von Gstaad die Luftseilbahn Höhi Wispile AG für 250’000 Franken. Sie betrieben den Berg während acht Jahren. Im Jahr 2004 wurde die Bahn in die BDG überführt und am 4. Dezember des selben Jahres die Zückerli–Wispile AG gegründet. Diese hatte das Ziel, das Geschehen um die Bahnanlagen kritisch zu beobachten und deren Erhalt zu sichern. Ihren Namen hat die Gesellschaft von der Liegenschaft «Zückerli», die beim Zusammenschluss der Bergbahnen im Besitz der neuen AG blieb.