Melina Reuteler holt mit Lausanne HC Féminin den Meistertitel

  23.03.2026 Sport

Melina Reuteler aus Gstaad hat mit dem Lausanne HC Féminin den Meistertitel in der zweithöchsten Schweizer Liga geholt. Umso spezieller ist der Erfolg für Reuteler, da der spätere Finalgegner Lausanne zuvor mehrfach bezwungen hatte.

JONATHAN SCHOPFER
Die aus Gstaad stammende Hockeyspielerin Melina Reuteler hat mit dem Lausanne HC Féminin den Meistertitel in der zweithöchsten Schweizer Liga gewonnen. Die 2005 geborene Reuteler führte das Team als Captain an – für sie als Deutschschweizerin eine besondere Ehre. Der Titelgewinn sei von «ganz vielen Emotionen» begleitet gewesen, sagte sie auf Anfrage des «Anzeigers von Saanen». Freude, Erleichterung und Stolz hätten sich mit einem fast surrealen Gefühl gemischt. Dies auch, weil die Duelle mit dem Finalgegner in der Saison 2025/26 hart umkämpft gewesen sind.

Eine Saison mit Hochs und Tiefs
«Besonders speziell ist die Saison deshalb gewesen, weil Lausanne vor der Finalserie viermal gegen den späteren Gegner, die Brandis Ladies aus dem Emmental, gespielt und alle vier Partien verloren hat», sagte Reuteler. Umso grösser sei nun der Stolz, ausgerechnet die drei wichtigsten Spiele der Saison gegen diesen Gegner gewonnen zu haben. Die Mannschaft habe die ganze Saison auf solche entscheidenden Spiele hingearbeitet.

Als Captain bekam Melina Reuteler die Medaille als Erste umgehängt und durfte den Pokal zum Team bringen. «Diesen Moment werde ich nie vergessen.» Besonders speziell sei zudem gewesen, die Serie im Heimstadion vor mehr als 1500 Zuschauerinnen und Zuschauern zu beenden.

Was der Aufstieg verändert
Mit dem Titelgewinn schaffte Lausanne auch den Aufstieg in die höchste Schweizer Frauenliga. Für den Klub beginne nun eine neue Ära, sagt Reuteler. Welche konkreten Folgen der Aufstieg für ihren Alltag als Spielerin habe, sei derzeit noch offen. Melina Reuteler arbeitet neben ihrer Hockeykarriere auch noch 40 Prozent bei Gstaad Saanenland Tourismus und studiert die restlichen drei Tag in Sierre an der HES-SO Tourismus. «In den nächsten Wochen beginnen Gespräche mit dem Hockeyclub.» Sie rechne aber mit mehr Trainings pro Woche und mehr Spielen in der Meisterschaft. «Ich hoffe natürlich sehr, dass ich weiter dabei sein kann.» Vorerst geniesse sie aber mit dem Team, was sie erreicht habe.


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