In einem Hangrutschgebiet in Lauenen ist ein unterirdisches Stromkabel der BKW verschoben worden. Um dieses vor dem Zerreissen zu schützen, hat die BKW das Kabel vorsichtshalber ausgewechselt und mit mehr Bewegungsreserve verbaut. Während der Bauarbeiten, die diese Woche ...
In einem Hangrutschgebiet in Lauenen ist ein unterirdisches Stromkabel der BKW verschoben worden. Um dieses vor dem Zerreissen zu schützen, hat die BKW das Kabel vorsichtshalber ausgewechselt und mit mehr Bewegungsreserve verbaut. Während der Bauarbeiten, die diese Woche stattgefunden haben, kam gemäss einer Medienmitteilung die grösste Notstromgruppe der BKW zum Einsatz – und hat das halbe Dorf mit Strom versorgt.
Seit gestern Donnerstag läuft die Stromversorgung in der Gemeinde Lauenen wieder im Normalbetrieb. Zuvor war das halbe Dorf während dreieinhalb Tagen durch eine Notstromgruppe versorgt worden, weil die BKW wegen Bauarbeiten sieben Transformatorenstationen ausgeschaltet hatte. «Es war eine Vorsichtsmassnahme», schreibt die BKW. Denn sie habe nach einem Hangrutsch oberhalb der Dorfstrasse in der Nähe des Parkplatzes beim Dorfeingang festgestellt, dass sich das unterirdische Mittelspannungskabel verschoben hatte. «Wir wollten verhindern, dass das Stromkabel, welches mitten durchs Rutschgebiet verläuft, in zwei Stücke zerrissen wird – und haben es deshalb ausgewechselt», sagt Alrik Dockhorn Rieben, BKW Gebietsleiter Obersimmental/Saanenland.
350’000 Franken investiert
Das neu verbaute Kabel habe nun genügend Raum, um die Spannungen im Hang auszuhalten – und dadurch die Stromversorgung der Gemeinde Lauenen langfristig und sicher zu gewährleisten, so die BKW weiter. Das unterirdische Kabel verlaufe durch zwei neu gebaute Schächte. Die Bauarbeiten haben diese Woche zwischen Montag und Donnerstag stattgefunden. Neben der grössten Notstromgruppe, welche die BKW besitzt, seien auf der Baustelle weitere schwere Baumaschinen zum Einsatz gekommen. Die Dorfstrasse war zeitweise einseitig gesperrt. «Weil wir den Kabelaustausch zuvor während mehrerer Wochen exakt geplant hatten, konnte dieser nun relativ schnell über die Bühne gehen», betont Alrik Dockhorn Rieben. Insgesamt habe die BKW 350’000 Franken in den Kabelersatz investiert.
PD/AMO