Nach Art. 24 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen hat die SRG die Aufgabe, die gesamte Bevölkerung mit Radio- und Fernsehprogrammen in den drei Amtssprachen zu versorgen. Es ist daher logisch, dass jeder von uns Sendungen hat, die er nicht mag.
Ist das Grund genug, wie ...
Nach Art. 24 des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen hat die SRG die Aufgabe, die gesamte Bevölkerung mit Radio- und Fernsehprogrammen in den drei Amtssprachen zu versorgen. Es ist daher logisch, dass jeder von uns Sendungen hat, die er nicht mag.
Ist das Grund genug, wie die SVP und EDU 2018, die Abschaffung der Gebühren für TV und Radio und die Zerschlagung der SRG zu fordern? Ist es Grund genug, nun deren Halbierung zu fordern? Mir scheint nein.
Denn die SRG strahlt meiner Ansicht nach für uns Sendungen von hoher Qualität aus, berichtet nach meinem Eindruck ausgewogen und leistet mit Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Abstimmungskontroversen einen wertvollen Beitrag zum Funktionieren unserer direkten Demokratie.
Verfolgt man die Entwicklung von Autokratien in den letzten Jahren, stehen aus meiner Sicht die Schwächung oder Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Medien, eine Medienkonzentration in den Händen von Milliardären sowie Desinformation meist am Anfang. Ich meine, wir brauchen gerade heute weiterhin eine starke SRG, die nicht zu kaufen ist, die uns informiert, für uns Geschehen einordnet und ja, die uns auch mit Schweizer Geschichten unterhält und zum Zusammenhalt unseres viersprachigen Landes beiträgt.
Ich werde daher ein Nein zur Halbierungsinitiative einlegen.
ANNEMARIE TSCHUMPER, BERN