Das Geschiebe aus Bächen und Flüssen wird im Emmental und im Oberland zunehmend zur Herausforderung. Nach jedem grösseren Hochwasser bleiben in den Geschiebesammlern tonnenweise Kies, Sand und Schwemmholz zurück. Dieses Material muss entfernt werden, damit die Bäche und ...
Das Geschiebe aus Bächen und Flüssen wird im Emmental und im Oberland zunehmend zur Herausforderung. Nach jedem grösseren Hochwasser bleiben in den Geschiebesammlern tonnenweise Kies, Sand und Schwemmholz zurück. Dieses Material muss entfernt werden, damit die Bäche und Flüsse bei künftigen Hochwassern genügend Platz haben. Deshalb haben Gemeinden, Schwellenkorporationen, die Baubranche sowie kantonale Fachstellen gemeinsam verschiedene Lösungsansätze erarbeitet und diese in Factsheets festgehalten. Erste Priorität habe die Rückgabe des Geschiebes in die Gewässer, schreibt die Bau- und Verkehrsdirektion (BVD) in einer Medienmitteilung. Entsprechende Massnahmen könnten rasch umgesetzt werden. Voraussetzung sei eine Bewilligung im Rahmen des ordentlichen Gewässerunterhalts. Erst wenn eine Rückgabe in die Gewässer nicht möglich sei, folgten die Nutzung als Baustoff oder der Einsatz in der Landwirtschaft zur Verbesserung der Böden. Die Ablagerung in Deponien und die Wiederauffüllung von Abbaustellen seien die letzte Option. Die Factsheets zeigten praxisnahe Lösungen zur Bewirtschaftung von Geschiebe auf, die sofort angewendet werden können.
PD/AMO