Im Berner Oberland soll die Geburtshilfe zukunftsfähig werden: Die Gesundheitsdirektion des Kantons Bern, die Spitäler fmi AG und STS AG sowie die Berner Fachhochschule (BFH) erarbeiten in einem gemeinsamen Projekt neue Versorgungsmodelle, die sich an den Bedürfnissen von ...
Im Berner Oberland soll die Geburtshilfe zukunftsfähig werden: Die Gesundheitsdirektion des Kantons Bern, die Spitäler fmi AG und STS AG sowie die Berner Fachhochschule (BFH) erarbeiten in einem gemeinsamen Projekt neue Versorgungsmodelle, die sich an den Bedürfnissen von Familien orientieren und langfristig tragbar sind.
Die Gesundheitsdirektion des Kantons Bern, die Spitalgruppen Spitäler fmi AG und Spital STS AG sowie die Berner Fachhochschule (BFH) lancieren ein gemeinsames Projekt zur Zukunft der Geburtshilfe. Ziel ist es, angesichts von Fachkräftemangel, Spezialisierung, medizinischem Fortschritt und sinkenden Geburtenzahlen tragfähige neue Versorgungsmodelle zu entwickeln.
Drei Fragen im Zentrum
Im Zentrum des Projekts stehen drei Fragen: Wie können die Bedürfnisse von Familien, Fachpersonen und Gemeinden systematisch erfasst und in neue Modelle übersetzt werden? Wie lässt sich eine integrierte, wohnortnahe Versorgung sicherstellen, die bestehende Angebote besser vernetzt und die interprofessionelle Zusammenarbeit stärkt? Und wie können die Konzepte so ausgestaltet werden, dass sie personell und wirtschaftlich langfristig tragfähig sind?
Rahmenbedingungen verändert
Die Rahmenbedingungen für die Geburtshilfe im Kanton Bern haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Gleichzeitig wächst bei werdenden Eltern der Wunsch nach individueller Betreuung in Wohnortnähe. Dass diese nicht zwingend im Spital stattfinden muss, zeigen etablierte Angebote freipraktizierender Hebammen und Geburtshäuser, wie die Verantwortlichen schreiben. Die Forschungsabteilung Geburtshilfe der BFH ortet hier grosses Potenzial. Erstmals soll die Weiterentwicklung der Geburtshilfe in diesem Kontext schweizweit wissenschaftlich untersucht werden. Am Beispiel des Berner Oberlands werden konkrete, integrierte Versorgungsmodelle erarbeitet. Das Projekt ist Anfang Februar 2026 gestartet und auf ein Jahr angelegt. In dieser Zeit analysiert die BFH die aktuelle Situation und führt Gespräche mit verschiedenen Akteuren. Auf Grundlage dieser Analyse und mit Blick auf internationale Modelle entstehen Vorschläge für zukunftsfähige Versorgungskonzepte, über welche die Projektträger entscheiden werden.
PD/JOP