Neue Weichen, erneuerte Gleise und teilweise 80 Jahre alte Bauteile: Am Bahnhof Schönried wurde in den vergangenen drei Wochen einiges erneuert.
MAXIME VÖGELE
Während rund drei Wochen wurde am Bahnhof Schönried gebaut. Im Zentrum der Arbeiten ...
Neue Weichen, erneuerte Gleise und teilweise 80 Jahre alte Bauteile: Am Bahnhof Schönried wurde in den vergangenen drei Wochen einiges erneuert.
MAXIME VÖGELE
Während rund drei Wochen wurde am Bahnhof Schönried gebaut. Im Zentrum der Arbeiten stand die Erneuerung der Weiche auf der Seite Saanenmöser. Diese hatte das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht und musste deshalb vollständig ersetzt werden. Gleichzeitig erneuerte die Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB) das Abstellgleis zwischen dem Perron und dem Bahnhofsgebäude. Dabei wurden teilweise 80 Jahre alte Bauteile ausgetauscht. Zudem führte die MOB kleinere Reparaturen am Bahnübergang und an den Gleisen im Bahnhofsbereich durch. Letztere mussten aufgrund der Auswirkungen des Hitzesommers neu ausgerichtet werden.
Während der Bauarbeiten kam es für die Reisenden zu Einschränkungen. So wurde während der Erneuerung des Abstellgleises ein provisorischer Zugang zum Perron eingerichtet. Da die Weiche nicht während des laufenden Bahnbetriebs ersetzt werden konnte, wurden die üblichen Nachtsperrungen verlängert und in den Abendstunden Bahnersatzbusse eingesetzt. Die Hauptarbeiten sollen laut MOB noch diese Woche abgeschlossen werden. Kleinere Abschlussarbeiten werden folgen, haben jedoch keine Auswirkungen auf die Reisenden.
Zugskreuzungen sollen wieder möglich werden
Die MOB plant weitere Anpassungen am Bahnhof Schönried. «Mit Blick auf die Betriebsaufnahme des GoldenPass Express und dessen fahrplanmässigem Halt in Schönried wurde ein BehiGkonformes [Behindertengleichstellungsgesetz] Perron erstellt», erklärt Bastian Werkle, Leiter Service Infrastruktur Projekte bei der MOB, auf Anfrage dieser Zeitung. Durch diese früheren Anpassungen sei die betriebliche Funktionalität des Bahnhofs eingeschränkt worden. Seither seien Zugskreuzungen, bei denen zwei Züge aus entgegengesetzten Richtungen aneinander vorbeifahren, nicht mehr möglich.
Mittelfristig möchte die MOB solche Zugskreuzungen wieder ermöglichen. Dafür seien zwei Gleise mit je einer Perronkante notwendig. Bis dahin konzentriere sich die MOB auf die Erneuerung jener Bahnhöfe und Haltestellen, die noch nicht BehiG-konform sind.