«Nichts ist unmöglich!»
03.11.2026 GesellschaftAn der Seniorenfeier am vergangenen Montagnachmittag wurde es magisch. Mit viel Witz und Charme unterhielt der Magier, Mentalist und Zauberkünstler Daniel Kalman die anwesenden Seniorinnen und Senioren. Er verblüffte und sorgte für Schmunzeln, Staunen und Lachen. «Wie macht er das ...
An der Seniorenfeier am vergangenen Montagnachmittag wurde es magisch. Mit viel Witz und Charme unterhielt der Magier, Mentalist und Zauberkünstler Daniel Kalman die anwesenden Seniorinnen und Senioren. Er verblüffte und sorgte für Schmunzeln, Staunen und Lachen. «Wie macht er das bloss?», wird sich wohl so manch eine oder einer im Anschluss bei Kaffee und Kuchen gefragt haben.
ANITA MOSER
Im Namen des Seniorenrats hiess Präsident Ueli Müller die rund 100 Seniorinnen und Senioren zur diesjährigen Seniorenfeier im herbstlich geschmückten Landhaussaal willkommen. Die Gemeinden Gsteig und Lauenen sind mit je zwei Mitgliedern, die Gemeinde Saanen mit sieben Mitgliedern im Seniorenrat vertreten. «Es freut mich sehr, dass so viele Pensionierte den Weg ins Landhaus gefunden haben», betonte Daniel Oehrli, Gemeinderat von Lauenen und Mitglied der Sozialbehörde Saanenland. Er dankte dem Seniorenrat für sein Engagement und für die verschiedenen Aktivitäten, die er über das ganze Jahr organisiert. «Wir von der Sozialbehörde, dem operativen Team, das mit dem Thema Alter zu tun hat, sind stolz darauf, dass es den Seniorenrat gibt. Der Seniorenrat ist die ideale Brücke von der strategischen und operativen Ebene zum täglichen Leben der hier Anwesenden sowie aller, die im schönen Saanenland alt werden dürfen.»
Was bietet der Seniorenrat?
«Der Seniorenrat organisiert übers Jahr verschiedene Aktivitäten», erläuterte Ueli Müller. «Jassen, Wandern, Skifahren, den E-Bike-Tag, den Sonntagstreff, die Seniorenfeier, interessante Vorträge oder ganz einfach unser Engagement für die ältere Generation in unseren drei Gemeinden. Uns ist es wichtig, dass wir uns für euch einsetzen, euch etwas bieten, das Freude macht und die Zusammengehörigkeit stärkt», betonte Müller und ergänzte seine Worte mit einem Aufruf an alle: «Wenn ihr in eurem Umfeld etwas feststellt, das euch Sorgen macht – zum Beispiel die Vereinsamung einer Person, ein Hindernis oder eine Situation, in der Wege unnötig erschwert werden oder sogar gefährlich sind –, dann meldet euch bitte bei einem der Ratsmitglieder. Wir können nicht alles selber lösen, aber wir können zuhören, weiterleiten und versuchen, das Problem an der richtigen Stelle zu platzieren und etwas in Gang zu bringen.»
Die beiden Klarinettistinnen Rita Walker und Franziska Nydegger sorgten anschliessend für musikalische Unterhaltung, bevor die ganze Aufmerksamkeit dem Magier, Mentalisten und Zauberkünstler Daniel Kalman gehörte.
Mit Charme und Fingerfertigkeit
«Es wird magisch, nichts ist unmöglich!», begrüsste Daniel Kalman die Seniorinnen und Senioren. Kein leeres Versprechen. Seine Show lebt vor allem von Interaktionen mit dem Publikum. Mit Charme brachte er sein – zu Beginn etwas zurückhaltendes – Publikum dazu, ihm zum Beispiel (Ehe-)Ringe oder gar Geld anzuvertrauen. Mit viel Witz und Fingerfertigkeit sorgte er für Staunen, als sich die Ringe «mit einem Hauch» ineinander verketteten oder als er aus einer Fünfzigernote einen Schein aus weissem, unbedrucktem Papier «zauberte». Selbstverständlich bekamen alle Beteiligten ihre Utensilien wohlbehalten zurück. Die Fünfzigernote, auf die eine Dame ihren Vornamen geschrieben hatte, steckte letztlich nicht mehr in einem kleinen Beutel in ihrer Brusttasche, sondern in einer Zitrone, die er vor den Augen des Publikums aufschnitt.
Für noch mehr Fragezeichen in den Augen der Anwesenden sorgten seine hellseherischen Fähigkeiten oder sein Trick ganz zum Schluss mit dem fliegenden Tisch. Ist es Magie oder doch bloss Fingerfertigkeit und Täuschung?
Im Anschluss an die zauberhafte Vorstellung waren die Seniorinnen und Senioren zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Frage «Wie macht er das bloss?» war sicher Thema bei dem einen oder anderen Tischgespräch.
ARTIKEL ZUR BEGRÜSSUNG DER NEUPENSIONIERTEN AUF DER RECHTEN SEITE
DER SENIORENRAT
Der Seniorenrat wurde im Jahr 2003 gegründet. Er ist eine eigenständige Kommission der Sozialbehörde Saanenland. Der Seniorenrat besteht aus elf Mitgliedern – je zwei aus den Gemeinden Gsteig und Lauenen sowie sieben aus der Gemeinde Saanen. Die Mitglieder können für zwei Amtsperioden von je vier Jahren gewählt werden. Aktuelle Mitglieder sind: Ursula Graa und Nadja Oberli aus Gsteig, Rosmarie Addor und Brigitte Perreten aus Lauenen sowie Therese Baumgartner, Susanne Perreten, Hans-Jörg Zahnd, Peter Zingre, Bruno Haldi, Emil Trachsel und Ueli Müller aus Saanen. Ueli Müller ist Präsident, Therese Baumgartner Vizepräsidentin. Für das Sekretariat verantwortlich zeichnet noch bis Ende Jahr Béatrice Baeriswyl, Abteilungsleiterin Sozialdienst Saanenland. «Mit ihrem grossen Wissen im Bereich Alter, ihrem Engagement und ihrer Unterstützung ist sie für den Rat eine sehr wertvolle Hilfe», betont Präsident Ueli Müller. «Da es auf Ende Jahr eine Veränderung im Sozialamt gibt, wird Alena Perreten von der neu geschaffenen Fachstelle Gemeinschaft Saanenland die Sekretariatsarbeiten übernehmen.»
MOA




