NRP-Beiträge müssen erhalten bleiben

  03.03.2026 Region

Die Berg- und Planungsregionen Kandertal und Obersimmental-Saanenland setzen sich für den Erhalt der Beiträge an die Neue Regionalpolitik NRP ein, «denn diese stärken den ländlichen Raum», wie sie in einer Medienmitteilung schreiben.

Der Bundesrat will im Rahmen des Entlastungsprogramms 27 auf eine weitere finanzielle Unterstützung des Fonds für Regionalpolitik verzichten. Ohne neue Einlagen sei der NRP-Fonds ab 2032 nicht mehr handlungsfähig, schreiben die beiden Verbände. Dabei sei der Nutzen der NRP-Gelder klar ausgewiesen: «Jeder Bundesfranken löst das Fünffache an Investitionen aus, stärkt KMU, Tourismus und Innovation. Dadurch können sich die Bergregionen entwickeln.» Der Ständerat hat mit Stichentscheid des Präsidenten im Dezember 2025 äusserst knapp entschieden, die Fondseinlage vorübergehend nur zu reduzieren. Nun steht die Behandlung im Nationalrat an.

Die Bergregion Obersimmental-Saanenland und die Planungsregion Kandertal würden sich dafür einsetzen, dass der NRP-Fonds weiterhin finanziell unterstützt bleibe. Sie appellieren an die Bundespolitik, diese kurzsichtige Sparmassnahme abzulehnen.

Aktuelle Beispiele von Projekten aus unseren Regionen, welche mit Hilfe von NRP-Beiträgen umgesetzt werden, seien: REKA-Feriendorf Lenk: Im Feriendorf werden 68 neue Wohneinheiten mit diversen Aktivitäts- und Erlebnisangeboten gebaut, damit Familien weiterhin kostengünstig in den Bergen ihre Ferien verbringen können. Ein Darlehen der NRP macht es möglich. – VogelLisi Adelboden: Ganzjährige Angebote und eine Produktpalette unter der Marke VogelLisi werden entwickelt. Die Konzeptphase wird durch einen NRP-Beitrag unterstützt. – KanderKultur: Mit dem Ziel einer überregionalen Kulturorganisation werden die kulturelle Vielfalt, und damit Kulturschaffende im ländlichen Raum unterstützt. NRP hilft mit einem Projektbeitrag. – Bergsteigerdorf Lauenen: Im Zusammenhang mit der Kandidatur als Bergsteigerdorf werden Beherbergungsmöglichkeiten weiterentwickelt – dank eines Investitionsbeitrags der NRP. – Flugplatz St. Stephan: Mit der Umnutzung des ehemaligen Militärflugplatzes zu einem zivilen Flugfeld mit neuer Gewerbezone wird dank NRP-Beiträgen eine strategisch wichtige Infrastruktur langfristig gesichert, und die Grundlage für eine erhebliche regionale Wertschöpfung in Gewerbe und Tourismus geschaffen.

PD/AMO


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