Gold und Silber für Sue Piller an den FISU World University Games
21.01.2025 SportSchweizer Athletinnen dominierten beim alpinen Ski-Riesenslalom an den FISU World University Games in Turin, Italien. Die Gsteigerin Sue Piller errang den ersten Platz und mit der Walliserin Delphine Darbellay ging auch die Silbermedaille in die Schweiz. Am Montag holte sie sich noch Silber mit ihren Teamkollegen und -kolleginnen in der Disziplin Ski Alpin Mixed Team.
SONJA WOLF
Ein beeindruckendes Ergebnis für die Schweiz beim alpinen Ski-Riesenslalom vom vergangenen Samstag: Zwei Schweizer Athletinnen belegen die ersten beiden Plätze und sorgen für einen erfolgreichen Auftritt im internationalen Wettbewerb, wie Swiss University Sports in ihrer Medienmitteilung schreibt.
Sue Piller aus Gsteig zeigte eine herausragende Leistung und sicherte sich den ersten Platz mit einer Gesamtzeit von 2:06.58. Mit einer klaren Führung von 0,60 Sekunden vor ihrer Landsfrau Delphine Darbellay, wohnhaft in La Fouly VS, die mit einer Zeit von 2:07.18 den zweiten Rang eroberte, gab es für die Schweiz einen Doppelerfolg zu feiern.
Mit ihren hervorragenden Leistungen konnten die beiden Schweizerinnen die Konkurrenz aus dem Ausland hinter sich lassen. Auf Platz drei landete die Italienerin Margherita Cecere mit einem Rückstand von 1,03 Sekunden, während die Französin Louison Accambray (+1,12) auf Rang vier folgte.
Sue Piller befindet sich aktuell im ersten Semester ihres Studiums des Bachelors of Science in Sport an der Eidgenössische Hochschule für Sport in Magglingen.
Unter den teilnehmenden Schweizer Skirennfahrerinnen war auch Chiara Lanz. Dies ist umso bemerkenswerter, als Lanz gerade nach elf Monaten Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses wieder in den Skizirkus zurückgekehrt war (wir haben berichtet). Sie landete auf dem 27. Rang.
Silber in der Mixed-Disziplin
Am Montag feierte Piller direkt einen weiteren Erfolg und zwar mit ihren Teamkollegen. Ihr Team hat beim Mixed-Team-Parallel-Skirennen in Bardonecchia einen beeindruckenden Wettkampf gezeigt, auch wenn das Team in der letzten Entscheidung um den Titel knapp unterlag. Im spannenden Finale musste sich die Schweiz gegen Schweden geschlagen geben und erreichte den zweiten Platz. Neben Piller sind für die Schweiz Loïc Chable aus Villars, Mathilde Phillips aus Ecublens und Gino Stucki aus Flond angetreten.
In der ersten Runde zeigten die Schweizer Athletinnen und Athleten ihre Klasse und besiegten die Niederlande mit 3:1. Diese starke Leistung setzte sich in den weiteren Runden fort. Gegen das Team Österreich kam es zu einem 2:2-Unentschieden, genauso wie im Halbfinale gegen Frankreich, wie Swiss University Sports schreibt.
Bei einem Unentschieden wird die beste Männerzeit und die beste Frauenzeit kumuliert. Dabei hatten die Schweizer Athletinnen und Athleten sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale die besseren Zeiten und konnten sich somit den Einzug ins Finale sichern. Schweden, das sich im Finale durchsetzte, trat als sehr starker Gegner an und sicherte sich mit einem 3:1 den Sieg.
Platzierung aller Schweizer Skifahrerinnen:
1. Sue Piller, 2:06.58; 2. Delphine Darbellay, 2:07.18; 13. Elise Hitter, 2:10.26; 27. Chiara Lanz, 2:12.60; 29. Elyssa Kuster, 2:13.57; DNF2, Mathilde Phillips
FISU WORLD UNIVERSITY GAMES
Die FISU World University Games sind die weltweit grössten Multisportveranstaltungen für Studierende nach den Olympischen Spielen. Sie werden alle zwei Jahre (in ungeraden Jahren) vom internationalen Hochschulsportverband FISU (Fédération Internationale du Sport Universitaire) in Sommer- und Winterausgaben veranstaltet. Teilnahmeberechtigt sind Studierende bis maximal 25 Jahre, die von ihren nationalen Verbänden nominiert werden.
An diesen Winterspielen nahmen mehr als 1500 Athleten von knapp 600 Universitäten aus über 50 Ländern teil. Sie massen sich in folgenden Sportarten: Ski Alpin, Langlauf, Skibergsteigen, Skiorientierungslauf, Freestyle, Freeski, Eiskunstlauf, Eishockey, Biathlon, Snowboard und Curling.
Die FISU Games vereinen Spitzensport mit studentischem Flair. Neben dem sportlichen Wettbewerb stehen die internationale Kommunikation und der kulturelle Austausch im Vordergrund. Die Spiele dienen oft als wichtige Station für die Leistungsentwicklung junger Sportler und als Standortbestimmung in vorolympischen Jahren. Auch etablierte Sportstars nehmen teil.
SWO



