Am vergangenen Sonntag fand am Horneggli in Schönried ein Qualifikationsrennen des Grand Prix Migros statt. Neu wurde am selben Tag ebenfalls der Nordic-Event durchgeführt, bei welchem auch Kinder und Jugendliche auf Langlaufski am beliebten ...
Rekordverdächtiger Grand Prix Migros
19.01.2026 SportAm vergangenen Sonntag fand am Horneggli in Schönried ein Qualifikationsrennen des Grand Prix Migros statt. Neu wurde am selben Tag ebenfalls der Nordic-Event durchgeführt, bei welchem auch Kinder und Jugendliche auf Langlaufski am beliebten Breitensportanlass teilnehmen konnten. Mit über 900 alpinen und nordischen Athletinnen und Athleten verzeichnete der Skiclub Schönried einen Teilnehmerrekord.
Das Horneggli in Schönried platzte am Sonntag sprichwörtlich aus allen Nähten. Dank dem Nordic-Event, welcher dieses Jahr erstmals in Schönried ins Programm integriert wurde, und der rekordhohen Anmeldezahl im alpinen Bereich begrüsste der Skiclub Schönried über 900 Kinder und Jugendliche im Saanenland. Aus Erfahrung kann die Teilnehmerzahl in der Regel mit dem Faktor 3 multipliziert werden, was dann jeweils dem Besucherstrom am Horneggli entspricht. Nebst der Pistenpräparation, welche allen Teilnehmenden bis zum Schluss ein faires Rennen ermöglichen soll, stellte diese Rekordkulisse das Organisationskomitee rund um den Präsidenten Thomas Wyssmüller vor zahlreiche weitere Herausforderungen.
Prüfung bestanden
Am späteren Nachmittag zeigte sich in einem ersten Resümee, dass alle zusätzlichen Herausforderungen und Aufgaben gut gemeistert werden konnten. Die beiden Pisten, insbesondere auch der «Mike von Grünigen Run», hielten der Belastung stand. In allen Kategorien konnten faire Rennen durchgeführt werden.
Der Nordic-Event, welcher in diesem Jahr in Schönried seine Premiere feierte, konnte ebenfalls ohne Zwischenfälle wie im Vorfeld geplant durchgeführt werden. Und auch neben der Piste gelang es, dem hohen Ansturm an Grand-Prix-Besuchenden in gewohnter Qualität gerecht zu werden. Obschon das Village im Zielraum zeitweise an einen Ameisenhaufen erinnerte, gelang es dem Gastroteam rund um Neal Schwenter, alle Anwesenden zu verpflegen! Die akribische Planung des OK in den Wochen vor dem Event, die Erfahrung des Skiclubs Schönried in der Durchführung des Grand Prix und das Wetterglück führten zu einem überaus erfolgreichen Skisonntag. Ein grosses Dankeschön geht an alle, welche mit dem ÖV ans Horneggli pilgerten – dank euch fanden auch Tagestouristen am Horneggli noch Parkplätze.
Grosse Konkurrenz in den alpinen Kategorien
Mit rund 750 Kindern und Jugendlichen erreichte das Teilnehmerfeld an den alpinen Rennen die Obergrenze bezüglich der Teilnehmerzahl. Bereits eine Woche vor dem Rennen musste das Anmeldefenster geschlossen werden. Die acht Alterskategorien starteten standesgemäss auf zwei verschiedenen Rennpisten. Wie bereits erwähnt, hielten beide Strecken trotz der eher hohen Temperaturen bis zum Schluss den Anforderungen stand.
Auch dieses Jahr konnten wieder Kinder im Vorschulalter an den GP-Start. Wie in den letzten Austragungen erfreute sich das Mini-Race, bei welchem keine Zeitmessung und Rangliste erstellt wird, grosser Beliebtheit. Fast 100 Knirpse schnupperten am Sonntag so erste GP-Luft. In den regulären Kategorien ging es für die einen im Sinne des Breitensports ums Dabeisein und Mitmachen und für andere um eines der begehrten Finaltickets. Gerade für die ambitionierten Renncracks zeigte sich aber das grosse Teilnehmerfeld auch als Herausforderung. Für eine Teilnahme am Finalwochenende brauchte es wie immer eine Top-4-Platzierung, was bei einem derart grossen Teilnehmerfeld anspruchsvoller war.
Biathlon in Schönried
Hoch zu und her ging es dieses Jahr nicht nur am Berg, sondern auch auf dem Talboden in Schönried. Zum ersten Mal in der Schönrieder GP-Geschichte standen auch Langläuferinnen und Langläufer am Start. Der Nordic-Event, welcher nach einer Testphase im vergangenen Winter dieses Jahr fix in die Rennserie integriert wurde, stiess auf reges Interesse. Wie bei den Alpinen konnte man sich mit einem gelungenen Rennen für das Finalwochenende im Wallis qualifizieren. Gefragt waren im Rennen nicht nur gute Beine und schnelle Ski, sondern auch ein gutes Auge und eine ruhige Hand.
Der Nordic-Event wird in der Rennserie in Form eines Biathlons ausgetragen. Zu Klagen infolge sonntäglichen Schiesslärms kam es aber in Schönried mit Sicherheit nicht. Geschossen wurde mit einer geräuschlosen Lasertechnik. Im Gegensatz zum «richtigen» Biathlon wurde in Schönried die Stoppuhr beim Schiessen pausiert, sprich die Kinder konnten sich dafür Zeit nehmen. Wie im Biathlon profitierten aber diejenigen, welche möglichst fehlerfrei ins Ziel trafen.
Der Nordic-Event war auch für die Zuschauenden ein attraktiver Anlass. Während man die alpinen Athletinnen und Athleten in der Regel nur ganz kurz auf der Strecke sieht, konnten die Nordischen fast über die gesamte Strecke lautstark unterstützt werden.
Die begehrten Tickets für den Final
Wie erwähnt ist es das Ziel aller ambitionierten Fahrerinnen und Fahrer, am Qualifikationsrennen jeweils eines der begehrten Tickets für das Finalwochenende zu ergattern. Wer am Final startberechtigt ist, kann sich mit den jeweils Allerschnellsten des Landes messen. Seit ein paar Jahren ergattern sich diese Tickets nicht nur die jeweiligen Podiumsfahrer:innen, sondern zusätzlich auch die Viertplatzierten.
Auch in diesem Winter konnten sich wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche aus unserer Region für den Final qualifizieren. Ende März werden folgende Rennläuferinnen und Rennläufer nach Crans-Montana reisen und das Saanenland vertreten: Zoey Reichenbach, Elenaya Reichenbach, Elena Herrmann, Ayela Reichenbach, Sofia Lüthi, Danja Reichenbach (alle Nordisch); Kaia Haldi, Sophie Romang, Laurin Maximilian Annen, Nico Haldi, Lliasko Emilia Gripari, Liv Haldi, Gerlach Carlos Figuero, Joelle Steffen, Yannic Matti, Damien Matti, Cyrill Steffen, Gian Welten, Ramona von Siebenthal und Louis Krebs (alle Ski Alpin). Wir gratulieren allen herzlich und wünschen schon jetzt viel Erfolg am Finalwochenende.
Grand Prix Migros geht nur im Team
Der GP gilt seit jeher als das grösste Jugendskirennen der Welt und erfreut sich auch im digitalen Zeitalter immer noch grosser Beliebtheit. Einen Anlass dieser Grösse durchzuführen, bringt einen Skiclub bezüglich verfügbarer Ressourcen an die Grenzen. Der Skiclub Schönried konnte bei der diesjährigen Ausgabe auf die Unterstützung und den Support aller Skiclubs im Saanenland zählen. Es wird wohl auch in Zukunft wichtig sein, dass man sich in der Region bei Anlässen dieser Grösse gegenseitig unterstützt. Dank solchen Kooperationen ist der Skiclub Schönried zuversichtlich, die langjährige Tradition des Ovo-, Caran-d’Ache-, und Migros-Grand-Prix aufrechterhalten zu können.
Es sieht im Übrigen ganz danach aus, als dass die Rennserie ausnahmsweise schon nächstes Jahr wieder Halt im Saanenland macht. Im momentanen Zweijahresrhythmus finden die Qualifikationsrennen in demselben Winter sowohl an der Lenk wie auch in Schönried statt. Damit sich die Rennen in Zukunft nicht gegenseitig bezüglich Teilnehmende konkurrieren, soll nun das Rennen in Schönried bereits nächstes Jahr wieder stattfinden.
Grosser Einsatz mit vielen helfenden Händen
Einmal mehr waren am Sonntag weit über 100 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Der Präsident des Skiclubs Schönried plante den Event mit viel Weitsicht und Kompetenz. Zudem hatte das Neo-Vorstandsmitglied Fabienne Welten erstmals einen grossen Einsatz: Als neue Helferchefin hatte sie das Vergnügen, einen Grossanlass mitzugestalten. Das hat alles bestens funktioniert. Dank dem Nordic-Team konnte die Premiere des Nordic-Events auch erfolgreich durchgeführt werden. Der Organisator bedankt sich bei allen, die geholfen haben, diesen Grossanlass zu veranstalten. Der gestürzten Athletin aus der Westschweiz wünschen wir auf diesem Weg gute Besserung!
SKICLUB SCHÖNRIED/PATRIC BILL, MEDIENCHEF






