«Remote Access Scam» – Vorsicht vor Fernzugriffsbetrug
12.06.2026 KantonDie Kantonspolizei Bern verzeichnet seit November des letzten Jahres im ganzen Kanton Bern eine starke Zunahme von Meldungen über «Remote Access Scam», den sogenannten Fernzugriffsbetrug. Den unbekannten Täterschaften gelang es dabei, insgesamt mehrere Millionen ...
Die Kantonspolizei Bern verzeichnet seit November des letzten Jahres im ganzen Kanton Bern eine starke Zunahme von Meldungen über «Remote Access Scam», den sogenannten Fernzugriffsbetrug. Den unbekannten Täterschaften gelang es dabei, insgesamt mehrere Millionen Franken zu erbeuten. In diesem Zusammenhang gibt die Kantonspolizei Bern Präventionstipps.
Seit November 2025 stellt die Kantonspolizei Bern eine starke Zunahme von Meldungen über die Betrugsmasche «Remote Access Scam» fest, wie einer entsprechenden Medienmitteilung entnommen werden kann. Die Meldungen würden den ganzen Kanton Bern betreffen. Beim sogenannten Fernzugriffsbetrug erzeugen Täter ein Bedrohungsszenario, um ihre Opfer unter Druck zu setzen und zu übereiltem Handeln zu bewegen.
Opfer werden zu Installationen von Fernzugriffsoftwares gedrängt
Bei den aktuell gemeldeten Betrugsmaschen kontaktieren die Täterinnen und Täter die Opfer telefonisch und geben sich als Angestellte einer Schweizer Bank, als technische Supportmitarbeitende oder als Polizeifachkräfte aus. Durch situativ erfundene Geschichten gewinnen sie das Vertrauen der Geschädigten und erhalten via Fernzugriffssoftware (AnyDesk, TeamViewer oder ScreenConnect) Zugriff auf deren Computer beziehungsweise auf das E-Banking. Damit können die Sicherheitssysteme der Banken umgangen werden. Anschliessend werden Gelder vom Konto der Geschädigten auf mehrere Schweizer Konten transferiert.
Im Zeitraum vom November 2025 bis April 2026 hätten die unbekannten Täterschaften so im ganzen Kanton Bern mehrere Millionen Schweizer Franken erbeuten können, informiert die Kapo.
Kantonspolizei Bern warnt
«Keine seriöse Institution verlangt jemals die Installation von Fernzugriffssoftwares oder die Herausgabe von Passwörtern und Sicherheitscodes», warnt die Kapo. Sie rufe in diesem Zusammenhang zur Vorsicht auf. «Mit diesen Tipps schützen Sie sich, Verwandte und Bekannte:
– Gehen Sie nicht auf Telefonanrufe ein, in denen Unbekannte Sie dazu bringen wollen, eine Software zu installieren, Bargeld abzuheben, zu zahlen oder Geld, Bankkarten oder Wertsachen zu übergeben oder zu hinterlegen.
– Gewähren Sie niemals Fernzugriff, wenn Sie die Person nicht kennen und den Kontakt nicht selbst initiiert haben.
– Geben Sie weder am Telefon noch persönlich Passwörter, Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen sowie Daten von Bankkonten und Kreditkarennummern an fremde Personen weiter. Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Behörden und Banken fragen nie nach Bankkarten und/oder PIN-Codes.
– Bei Unsicherheit das Telefongespräch sofort beenden und die von den Betrügerinnen und Betrügern erwähnte Organisation über die offiziellen Kontaktangaben selbst kontaktieren.
– Melden Sie den Vorfall der Polizei.»
PD/AMO
