«Wir wollen gute Gastgeber sein»

  20.01.2025 Sport

Am 22. Senioren-Hockeyturnier auf dem Eisfeld in Gstaad standen sich am Samstag Teams gegenüber, die schon häufiger dabei waren. Das Seniorenteam des HC Gstaad-Saanenland griff nach dem Turniersieg. Doch im letzten Match des Turniers kamen die Herren des EHC Lenk-Zweisimmen dem Gastgeberclub zuvor – bei Punktgleichheit mit den Herren aus dem Saanenland, aber mit der Nase vorn im direkten Torvergleich.

JENNY STERCHI
Für einen klaren Sieg hätte es im Schlussmatch einen Sieg für den EHC Lenk-Zweisimmen gebraucht. Die Herren aus Koppigen zwangen dem Team aus dem Obersimmental jedoch ein Unentschieden auf. Während sich einige der Gastgeber schon als Sieger wähnten, galt es, genauer hinzuschauen.

So kanns gehen
Die Herren vom HC Gstaad-Saanenland hatten ihr Auftaktspiel am Morgen gegen eben jenes Team vom EHC Lenk-Zweisimmen nach eigenen Angaben ein wenig verschlafen und kassierten mit 0:1 eine knappe Niederlage. Alle übrigen Matches entschied das Heimteam für sich. Am Ende führten zwei Siege und zwei Unentschieden die Obersimmentaler zur Punktgleichheit mit dem Team aus dem Saanenland. Und so war dieses 0:1 schliesslich das Zünglein an der Waage, das zum Triumph des EHC Lenk-Zweisimmen führte. «Unser Ziel ist es, gute Gastgeber zu sein, den Teams einen schönen Turniertag zu bereiten und den Eishockeysport zu zelebrieren», erklärt Michael Wälchli, der gemeinsam mit Marco Romang und Martin Brand im Auftrag des HC Gstaad-Saanenland als Organisator amtet. Da sei es nur müssig, auf einen Sieg zu beharren oder noch lang über das Resultat zu diskutieren.

Alles andere als Seniorensport
Die Seniorenteams spielten pro Match je zwei Halbzeiten über 20 Minuten. Wer nun glaubt, die Teams würden den Puck gemächlich und in Altherrenmanier übers Eis schieben, der sei hier eines Besseren belehrt. Während das Kräfteverhältnis in einigen Paarungen teilweise sehr klar war, boten andere Matches eine unglaubliche Dynamik und sehenswertes Kombinationsspiel. Besonders war die altersdurchmischte Zusammenstellung der Mannschaften.

Die Gunst vieler Sponsoren, die das OK in diesem Jahr erleben durfte, mache die Organisation etwas einfacher. Neben Sponsoren aus dem hiesigen Gewerbe gab es auch Gönner aus den Netzwerken der Teams, die zu Gast waren.

Turnierpremiere
Die Herren vom Team Egger Bier Veteranen waren zum ersten Mal an diesem bereits traditionellen Turnier dabei. Und wurden in all ihren Matches zum Teil mit vielen Gegentreffern bezwungen. Doch für die Senioren war dies kein Grund zur Klage. Sie genossen offenkundig das Turnier, einen Tag in angenehmer Gesellschaft verbracht und Spass auf dem Eis gehabt zu haben. «Das ist genau das, was wir mit diesem Senioren-Hockeyturnier erreichen möchten», betont Wälchi am Ende des Turniertages.

Während das Team vom EHC Uni Bern das Turnier und dessen eigenen Charakter bereits kannte, schnupperten auch die Senioren vom EHC Koppigen zum ersten mal Gstaader Turnierluft. Grosse Zuschauermengen könne man nicht erwarten. Umso schöner sei es, zu beobachten, wie auch an diesem Samstag immer wieder Passanten Halt machten, um zuzuschauen. Das Heimteam durfte sogar auf die Unterstützung eines kleinen Fanblocks zählen.

«Unser Ziel ist es, eine gewisse Konstanz bei den teilnehmenden Teams zu erreichen, denn so können wir die Atmosphäre, die wir heute erleben durften, sicherstellen.» Es sei schade, wenn an einem solchen Vergleich, an dem es weder um Punktestände in einem Gesamtklassement noch um einen Ligaerhalt gehe, ein kompromissloser Siegeswille und unfreundliche Diskussionen mit den Schiedsrichtern das freundliche Klima belasten.

Um den Ehrgeiz müsse sich keiner Sorgen machen, versicherten einzelne Spieler am Rand des Turniers: «Gewinnen wollen sie ja doch irgendwie alle.»


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