Erfolgreiche Tage für den Gstaad Yacht Club: Anja von Allmen segelte bei den ILCA 6 North American Championships in Los Angeles auf Rang 2. An den 49er-Europameisterschaften belegten Joshua Richner und Nilo Schärer den 22. Schlussrang.
SONJA WOLF
Erfolgreiche Tage für den Gstaad Yacht Club: Anja von Allmen segelte bei den ILCA 6 North American Championships in Los Angeles auf Rang 2. An den 49er-Europameisterschaften belegten Joshua Richner und Nilo Schärer den 22. Schlussrang.
SONJA WOLF
GYC-Racing-Team-Athletin Anja von Allmen hat bei den ILCA 6 North American Championships 2026 den zweiten Gesamtrang erreicht. Wie der Gstaad Yacht Club (GYC) mitteilt, wurde die Meisterschaft vom Cabrillo Beach Yacht Club in San Pedro (Los Angeles) ausgetragen.
In einem hochkarätigen Teilnehmerfeld mit 55 Seglerinnen aus verschiedenen Nationen behauptete sich die Schweizerin über sieben Wettfahrten und verpasste den Gesamtsieg am Ende um lediglich drei Punkte.
Die anspruchsvollen Leichtwindbedingungen verlangten den Athletinnen taktisches Geschick, Geduld und Präzision ab – Eigenschaften, mit denen von Allmen während der gesamten Woche überzeugte. Gleichzeitig sammelte sie wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung unter anderen Windbedingungen.
Für die GYC-Athletin bedeutet das Resultat weit mehr als einen Podestplatz. Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte sei der zweite Rang ein wichtiger Schritt nach vorne. Er bestätige, dass sich die intensive Trainingsarbeit der vergangenen Wochen auszahle, schreibt der GYC. Neben dem sportlichen Erfolg bot der Wettkampf auf dem künftigen Olympiarevier zudem wertvolle Erfahrungen für die Vorbereitung auf Los Angeles 2028.
Der zweite Rang dürfte Anja von Allmen zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden internationalen Regatten geben.
Richner im vorderen Viertel
Der 24-jährige Joshua Richner vom Gstaad Yacht Club belegte zusammen mit seinem Segelpartner Nilo Schärer vom Thunersee-Yachtclub an den 49er-Europameisterschaften den 22. Rang. Damit klassierten sie sich unter den 93 Teilnehmenden im vorderen Viertel und bestätigten ihre Zugehörigkeit zum erweiterten europäischen Spitzenfeld. «Unser Ziel für die Europameisterschaft zu Beginn der Saison war eine Top-25-Platzierung», sagt Richner auf Anfrage.
Nach dem Triumph an der Kieler Woche (wir haben berichtet) bedeutete der 22. Rang zwar einen kleinen Dämpfer, aber Richner bleibt positiv: «Schlussendlich haben wir die ganze Woche nie wirklich unseren Rhythmus gefunden und trotzdem unser Minimalziel erreicht. Deshalb ziehe ich insgesamt ein positives Fazit, da noch viel Potenzial nach oben vorhanden ist.»
Auch bleiben Richner und Schärer im Hinblick auf das Olympiaprojekt weiterhin im Rennen. Nach aktuellem Stand beginnt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 mit den Weltmeisterschaften 2027, an denen die ersten Nationenplätze vergeben werden. Bis dahin gilt es, sich mit konstanten Spitzenresultaten in der internationalen Elite zu behaupten.

