So tönts im Gsteig 2026: ein Abend voller Beständigkeit
06.03.2026 KulturIn einer Welt, die von schnellen Schlagzeilen, vollen Terminkalendern und stetigem Wandel geprägt ist, wird Beständigkeit zur Seltenheit. Umso wohltuender wirkt ein Abend wie am vergangenen Freitag in der kleinen Kirche Gsteig, wenn einheimische Musikanten ihre vertrauten ...
In einer Welt, die von schnellen Schlagzeilen, vollen Terminkalendern und stetigem Wandel geprägt ist, wird Beständigkeit zur Seltenheit. Umso wohltuender wirkt ein Abend wie am vergangenen Freitag in der kleinen Kirche Gsteig, wenn einheimische Musikanten ihre vertrauten Melodien anstimmen. Zwischen den alten Mauern und warmen Klängen findet die Seele einen Moment der Ruhe.
Gewohnt gekonnt, ruhig und mit viel Humor eröffnete und moderierte Andrea Kohli im Namen der Dorforganisation Gsteig-Feutersoey als Gastgeberin den musikalischen Abend.
Eröffnet wurde das Konzert von Christian Walker und seinen vier Söhnen Herbert, Bruno, Christof und Stefan – der Familienkapelle Walker. Dass gerade sie den musikalischen Teil eröffneten, war äusserst passend: Christian Walker war vor über 30 Jahren zusammen mit Trudi Wullimann massgeblich daran beteiligt, dass das Konzert «So tönts im Gsteig» ins Leben gerufen wurde. Bis heute ist der Anlass ein fester Bestandteil des Gsteiger Veranstaltungskalenders. In den Anfangsjahren stand er nicht nur musikalisch auf der Bühne, sondern übernahm auch die Moderation des Abends.
Seit 1994 musiziert Christian Walker mit seinen vier Söhnen in der hausgemachten Familienkapelle Walker. Seither trat die Formation an jedem «So tönts im Gsteig» auf. Auch heute ist er mit seinen 80 Jahren als Akkordeonist sowie als Mitglied des Jodlerklubs weiterhin ein prägender Bestandteil des Konzerts.
Eine Premiere folgte im Anschluss: «The Harmonic Duo» stand erstmals auf der Bühne dieses traditionsreichen Abends. Elenore Baumstark aus Feutersoey und Jocelyn Kwan Grindheim-Borell berührten und begeisterten das Publikum mit ihren harmonischen Stimmen. Am Piano begleitete Jocelyn einfühlsam und setzte feine musikalische Akzente.
Danach übernahm «Echo d’Oex Alpes» das Zepter. Mit einem Schottisch, einem Ländler und einem schwungvollen Fox führten Linda Beaud, Brigitte Hämmerli und Kari Graa das Publikum vom «Fyrabig im Riedisfel» weiter zur «Fisetenbahn» und schloss ihren Auftritt mit einem beschwingten «Swing im Pulverschnee» ab.
Anschliessend nahm Christian Walker erneut sein Akkordeon zur Hand und auf seine Knie. Gemeinsam mit seinen langjährigen musikalischen Weggefährten Urs Kohli und Kari Graa sowie seinem Sohn Stefan nahm er auf der kleinen Bühne in der Kirche Gsteig Platz. Auch Urs Kohli und Kari Graa gehören – ebenso wie die Familie Walker – seit Jahren zur «So tönts im Gsteig»- Familie.
Der Jodlerklub Gsteig unter der Leitung von Urs Kohli erfüllte daraufhin die Kirche mit wunderbaren Jodelliedern und einem berührenden Naturjutz. Auch Urs Kohli gehört seit jeher zum festen Bestandteil von «So tönts im Gsteig». In verschiedensten Formationen steht er regelmässig auf der Bühne und springt bei Ausfällen jederzeit als Akkordeonist ein. In früheren Jahren übernahm er zudem die komplette Organisation des Anlasses. Auch heute noch unterstützt er seine Frau Andrea tatkräftig und steht ihr bei der Koordination des beliebten Anlasses stets helfend zur Seite.
Den musikalischen Schlusspunkt setzte schliesslich Rita Walker mit ihrer Kapelle, welche aus ihrem Mann Herbert und ihren beiden Schwägern Christof und Stefan Walker besteht. Mit hochstehendem Klarinettenspiel brachte sie die Beine im Publikum zum taktvollen Mitwippen und rundete damit einen Abend ab, der einmal mehr zeigte, wie viel Beständigkeit, Herzblut und musikalische Qualität in «So tönts im Gsteig» steckt.
Andrea Kohli leistete unermüdliche und wertvolle Arbeit. Mit viel Herzblut, Organisationstalent und Einsatzbereitschaft hat sie massgeblich zum Gelingen beigetragen. Mit ihrer Moderation voller Charme und Humor überzeugte sie und gewann das Publikum für sich. Ein grosser Dank gilt allen Beteiligten, Helfenden und Unterstützenden, die zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben. Nicht zuletzt gebührt auch dem zahlreich erschienenen Publikum ein herzliches Dankeschön – ihre Präsenz und Verbundenheit mit dem Dorfleben machen solche Veranstaltungen erst lebendig.
Die Dorforganisation Gsteig freut sich bereits auf weitere gemeinsame Anlässe und das weiterhin engagierte Miteinander im Dorf.
DORFORGANISATION GSTEIG-FEUTERSOEY/ SIBYLLE WALKER-PERRETEN







