Die 26. Ausgabe der Sommets Musicaux de Gstaad ist am 7. Februar 2026 zu Ende gegangen. Während einer guten Woche – vom 30. Januar bis am 7. Februar – bot das Festival ein dichtes Programm mit Konzerten, Meisterklassen und Begegnungen zwischen etablierten ...
Die 26. Ausgabe der Sommets Musicaux de Gstaad ist am 7. Februar 2026 zu Ende gegangen. Während einer guten Woche – vom 30. Januar bis am 7. Februar – bot das Festival ein dichtes Programm mit Konzerten, Meisterklassen und Begegnungen zwischen etablierten Künstlerinnen und Künstlern sowie jungen Talenten.
Wie die Veranstalter in ihrer Medienmitteilung festhalten, zählten unter anderem das Rezital des Pianisten Mao Fujita, die Eröffnung mit dem Chamber Orchestra of Europe sowie Auftritte von Emmanuel Pahud und des Cellisten Kian Soltani mit der Camerata Salzburg zu den prägenden Momenten der diesjährigen Ausgabe. Auch das kurzfristig neu zusammengestellte Duo Martha Argerich und Renaud Capuçon – als Ersatz für die erkrankte Hélène Grimaud
– stiess beim Publikum auf grosse Resonanz. Den Schlusspunkt setzte der Tenor Pene Pati gemeinsam mit dem Orchester Les Siècles.
Nachwuchsförderung im Zentrum
Ein zentrales Element des Festivals bildete erneut die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Der Geiger Vadim Repin leitete während der gesamten Woche Meisterklassen für junge Geigerinnen und Geiger. Diese interpretierten auch das Auftragswerk «Bleu sur bleu» des diesjährigen «Composer in Residence», Yves Chauris, das in der Gstaader Kapelle zur Aufführung kam.
Am Ende des Festivals vergab die Jury, bestehend aus Vadim Repin, Yves Chauris und Patrick Peikert (Direktor des Labels Claves), die Förderpreise. Der Prix Thierry Scherz ging in diesem Jahr an zwei junge Violinisten: Ruslan Talas aus Kasachstan und den Franzosen Thomas Briant. Letzterer erhielt zusätzlich den Prix André Hoffmann für seine Interpretation des neuen Werks von Yves Chauris.
Positive Resonanz und besondere Atmosphäre
Festivaldirektorin Ombretta Ravessoud zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Sommets Musicaux. «Ich habe mich sehr über die Begeisterung des Publikums gefreut», sagt sie auf Anfrage. Die Zuschauerinnen und Zuschauer seien zahlreich erschienen, sehr aufmerksam und offen gewesen – etwas, das ihr in diesem Jahr ganz besonders aufgefallen sei.
Es sei zudem ein grosses Glück, in Gstaad Künstlerinnen und Künstler dieses Formats erleben zu dürfen. «Viele von ihnen treten normalerweise in grossen Konzertsälen vor mehreren tausend Menschen auf», sagt Ravessoud. Dass sie dennoch nach Gstaad kämen und dem Festival ihr Vertrauen schenkten, sei nicht zuletzt Renaud Capuçon zu verdanken.
Zur positiven Gesamtstimmung habe auch das durchgehend schöne Wetter während der gesamten Woche beigetragen. «Die Menschen waren gut gelaunt und glücklich, dabei zu sein – man konnte es spüren», sagt die Festival direktorin.
PD/SWO