Spitäler fmi und STS wollen Angebote enger abstimmen
23.01.2026 GesundheitswesenDie beiden grossen Spitalgruppen im Berner Oberland, die Spitäler fmi AG und die Spital STS AG, wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Die Verwaltungsräte haben beschlossen, zusätzliche gemeinsame Projekte zu prüfen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region ...
Die beiden grossen Spitalgruppen im Berner Oberland, die Spitäler fmi AG und die Spital STS AG, wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Die Verwaltungsräte haben beschlossen, zusätzliche gemeinsame Projekte zu prüfen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig sicherzustellen.
Die Spitäler fmi AG und die Spital STS AG spannen zusammen: Sie wollen ihre Angebote abstimmen und so die Zusammenarbeit ausbauen. Das gemeinsame Ziel: eine medizinische Versorgung im Berner Oberland gewährleisten, die langfristig ist. Konkret sollen bestehende Kooperationen vertieft und neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden, wie aus der Medienmitteilung hervorgeht. Damit reagieren die beiden Spitalgruppen nach eigenen Angaben auf den zunehmenden Fachkräftemangel, den finanziellen Druck im Gesundheitswesen sowie auf die gesundheitspolitischen Vorgaben des Kantons Bern.
Zusammenarbeit schon heute institutionalisiert
Bereits heute arbeiten fmi und STS in mehreren Bereichen zusammen. Dazu gehört die «Radio-Onkologie Berner Oberland», die sie zusammen mit der Insel Gruppe betreiben und in der seit 2009 Strahlentherapien angeboten werden. Auch in der Ausbildung sind die Spitäler vernetzt: Gemeinsam mit weiteren Partnern haben sie den Verband «Gesundheitsberufe Praktische Ausbildung Berner Oberland» gegründet, der die Ausbildung in nicht-universitären Gesundheitsberufen koordiniert.
Mehrere neue Projekte gemeinsam umgesetzt
Zu den jüngeren Projekten zählt die ausgeweitete «Gefässchirurgie Berner Oberland». Seit November 2025 können Patientinnen und Patienten in dieser hochspezialisierten Disziplin wohnortnaher abgeklärt und behandelt werden. Neu gestartet ist zudem ein regionales Netzwerk für Palliative Care, das die spezialisierte Betreuung schwerkranker Menschen im Oberland stärken soll.
Spitäler wollen so integrierte Versorgung angehen
Für die Spitäler ist klar, dass weitere Schritte nötig sind. «Unser Ziel ist es, weitere solcher Kooperationen aufund auszubauen», sagt Karin Ritschard Ugi, Verwaltungsratspräsidentin der Spitäler fmi AG und CEO ad interim. Nur durch eine engere Zusammenarbeit liessen sich die personellen und finanziellen Herausforderungen bewältigen.
Auch Thomas Straubhaar, Verwaltungsratspräsident der Spital STS AG, verweist auf den politischen Rahmen. Der Kanton Bern gebe mit der Strategie der sogenannten integrierten Versorgung und dem 4+-Regionen-Modell die Richtung vor. Diese sehe vor, dass Spitäler in grösseren Versorgungsregionen eine koordinierende Rolle übernehmen.
Geschäftsleitung nun am Zug
Die operative Prüfung neuer Kooperationsfelder liegt nun bei den Geschäftsleitungen. Die beiden CEOs, Karin Ritschard Ugi (fmi) und David Roten (STS), sollen gemeinsam mit ihren Fachbereichsleitungen konkrete Vorschläge erarbeiten. Erste Ergebnisse erwarten die Spitäler im Frühjahr 2026. Über den weiteren Verlauf wollen sie gemeinsam informieren.
Mit der vertieften Zusammenarbeit wollen fmi und STS nach eigenen Angaben eine führende Rolle in der Versorgungsregion Berner Oberland Ost und West übernehmen und so die medizinische Versorgung für die Bevölkerung und für touristische Gäste langfristig sichern.
PD/JOP
