Spital Zweisimmen zieht positive Zwischenbilanz zur Wintersaison
31.03.2026 GesundheitswesenEine erste Bilanz des Spitals Zweisimmen zeigt: Zwischen dem 1. Dezember 2025 und dem 15. Februar 2026 wurden 1508 Notfälle sowie 282 Hospitalisierungen verzeichnet. Dies auch, weil der Operationsbetrieb in Zweisimmen seit dem 1. Oktober eingestellt wurde.
JONATHAN ...
Eine erste Bilanz des Spitals Zweisimmen zeigt: Zwischen dem 1. Dezember 2025 und dem 15. Februar 2026 wurden 1508 Notfälle sowie 282 Hospitalisierungen verzeichnet. Dies auch, weil der Operationsbetrieb in Zweisimmen seit dem 1. Oktober eingestellt wurde.
JONATHAN SCHOPFER
Das Spital Zweisimmen hat für den Zeitraum vom 1. Dezember 2025 bis 15. Februar 2026 eine erste Bilanz bekannt gegeben. In dieser Zeit wurden insgesamt 1508 Notfälle und 282 Hospitalisationen verzeichnet. Laut der Spital STS AG verlief der Winterbetrieb trotz des neuen Betriebskonzepts ohne nennenswerte Zwischenfälle. Das Unternehmen spricht von überschaubaren Frequenzen.
20 Notfälle pro Tag
Laut der Spital STS AG wurden zwischen dem 1. Dezember 2025 und dem 15. Februar 2026 in Zweisimmen 430 Notfälle im Bereich Medizin sowie 1078 in den Bereichen Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie behandelt. Das entspricht durchschnittlich rund 20 Notfällen pro Tag. 45 Prozent der Notfälle betrafen Einheimische aus dem Simmental-Saanenland.
Was wird in Zweisimmen noch behandelt?
Auf Anfrage dieser Zeitung teilte die Medienstelle mit, dass am Standort Zweisimmen trotz der Schliessung des Operationsbetriebs weiterhin Frakturen, also Knochenbrüche, behandelt werden, sofern sie mit einem Gips versorgt werden können. Auch Gehirnerschütterungen, Prellungen, Verstauchungen und Wunden werden behandelt. Die Medienstelle betont jedoch: «Bei schweren Unfällen werden Patientinnen und Patienten in grössere Spitäler oder Zentrumsspitäler überführt.»
Für die Festtage und über den Jahreswechsel nennt die Spital STS AG beispielsweise 75 Einsätze des Rettungsdiensts Berner Oberland. 43 Patientinnen und Patienten wurden in diesem Zeitraum nach Zweisimmen ins Spital gebracht, 18 wurden weiter nach Thun transportiert. In drei Fällen kam die Rega zum Einsatz. Acht Personen mussten nicht ins Spital transportiert werden, drei kamen in eine andere Zieleinrichtung.
282 Hospitalisierungen im Winterbetrieb
Im stationären Bereich weist das Spital in der veröffentlichten Zwischenbilanz 282 Hospitalisierungen aus, davon 209 in der Medizin sowie 73 in den chirurgischen und orthopädischen Fachbereichen.
Für die Spital STS AG sind die ersten Wintermonate ein Beleg dafür, dass das neue Betriebskonzept in Zweisimmen funktioniert. Eine Schlussbilanz will das Unternehmen im Juni in der Zeitschrift «Spital IM-PULS Zweisimmen» veröffentlichen.
AIR-GLACIERS: EINSÄTZE AUF VORJAHRESNIVEAU - IN CRANS-MONTANA GEFORDERT
«Die Anzahl der Einsätze entspricht der letzten Saison, es gab nicht signifikant mehr Einsätze», teilt auch die Medienstelle von Air-Glaciers auf Anfrage mit. Zwischen dem 20. Dezember 2025 und dem 29. März 2026 verzeichnete das Unternehmen 254 Rettungseinsätze mit dem Helikopter sowie 58 nächtliche Ambulanzeinsätze. Die Rettungssaison dauert jeweils von Mitte Dezember bis Anfang April. Air-Glaciers ist noch bis Ostermontag im Einsatz.
Bei einem Grossteil der Helikopterrettungen handelte es sich um Pistenunfälle. Hinzu kamen medizinische Notfälle sowie Arbeits- und Verkehrsunfälle. Die Flugdauer sei leicht angestiegen. Deutlich stärker nahm die Einsatzdauer bei den Ambulanzeinsätzen zu. Als Grund nennt Air-Glaciers den eingeschränkten Notfallbetrieb im Spital Zweisimmen infolge der Schliessung der Chirurgie. Die meisten Patientinnen und Patienten aus der Region seien ins Spital Thun, ins Inselspital Bern oder ins Spital Rennaz gebracht worden.
Auch beim Grossbrand in Crans-Montana stand die Helikoptercrew ab Saanen im Einsatz. Gemäss Air-Glaciers war dies für das betroffene Team und für das Unternehmen ein prägender Einsatz. In jener Nacht standen sämtliche Rettungscrews von Air-Glaciers im Einsatz. Das Team aus Sion leistete die erste medizinische Hilfe vor Ort. Zudem waren zahlreiche weitere Mitarbeitende im Einsatz, um gemeinsam mit der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation einen reibungslosen Ablauf der Helikoptereinsätze sicherzustellen.
PD/JSC
