Am Mittwochabend, 18. März, wurde Urs Zumbrunnen an der Generalversammlung der Sportzentrum Gstaad AG zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er übernimmt das Präsidium in einer anspruchsvollen Zeit.
JONATHAN SCHOPFER
Am Mittwoch um ...
Am Mittwochabend, 18. März, wurde Urs Zumbrunnen an der Generalversammlung der Sportzentrum Gstaad AG zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er übernimmt das Präsidium in einer anspruchsvollen Zeit.
JONATHAN SCHOPFER
Am Mittwoch um 18.00 Uhr eröffnete Urs Zumbrunnen die Versammlung. Er hatte das Präsidium bisher ad interim ausgeübt und informierte zu Beginn über den Rücktritt des bisherigen Verwaltungsratspräsidenten Jürg Müller, der sein Amt aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen niedergelegt hatte. Auch organisatorisch habe es Veränderungen gegeben: Die Geschäftsführung sei per 1. November mit Simon Mösching und Sibylle Walker als stellvertretende Geschäftsführung verstärkt worden. Zudem arbeite neu der Verwaltungsrat mit Ausschüssen, um die Zuständigkeiten klarer zu regeln. Operativ habe sich das Sportzentrum im vergangenen Geschäftsjahr trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen erfreulich entwickelt.
Urs Zumbrunnen gewählt
Die 63 Aktionärinnen und Aktionäre an der Versammlung wählten Urs Zumbrunnen offiziell zum Verwaltungsratspräsidenten. Er dankte für das Vertrauen und sagte, dass er bei der Ausübung des Präsidiums auf die Unterstützung des Verwaltungsrats und der
Geschäftsleitung angewiesen sei. Er zeigte sich zuversichtlich: «Die vorhandenen Herausforderungen können wir gemeinsam meistern.»
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde ausserdem der Architekt Marcel von Grünigen, der die Wahl annahm. Offiziell verabschiedet wurden zudem Rolf Schwenter, der nach zwölf Jahren die maximale Amtszeit erreicht hatte, sowie der ehemalige Verwaltungsratspräsident Jürg Müller.
Anspruchsvolles Geschäftsjahr 2024/25
Die Sportzentrum Gstaad AG schloss das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Verlust von 46’113 Franken ab. Im Vorjahr hatte das Minus noch 184’637 Franken betragen. Damit verbesserte sich das Ergebnis um rund 138’000 Franken. Gleichzeitig stieg der Ertrag gegenüber dem Vorjahr um 216’504 Franken. Der Beitrag der Gemeinde Saanen belief sich auf 1,280 Millionen Franken, budgetiert waren 1,342 Millionen Franken.
Keine schwerwiegenden Unfälle im vergangenen Jahr
Geschäftsführerin Cornelia Walker hob in ihrer Rede die Bedeutung des Sportzentrums als Ort für Sport, Erholung und Begegnung hervor. Das vielseitige Angebot funktioniere nur dank eines täglichen Zusammenspiels vieler Beteiligter. Sie verwies auf die grosse Spannweite des Betriebs, vom Schwimmunterricht bis hin zur Eisaufbereitung. Erfreulich sei, dass es im vergangenen Jahr keine schwerwiegenden Unfälle gegeben habe. Nebst dem Tagesgeschäft sind die anstehenden Projekte Sport- und Kulturzentrum und Outdoorprojekt bei der Eisbahn grosse und wichtige Themen und bedeuten für das Sportzentrum in Zukunft viele Herausforderungen.
Fragen zu Kunsteishalle und Leistungsvertrag
Aus dem Kreis der Aktionärinnen und Aktionäre kamen zwei Fragen zur Jahresrechnung. So wurde nach dem rückläufigen Ertrag der Curlinghalle gefragt. Cornelia Walker erklärte, dies liege nicht an weniger verkauften Saisonabos oder rückläufigen Turnieren, sondern an einem Rückgang bei den individuellen Eintritten.
Eine weitere Frage betraf den Leistungsvertrag mit der Gemeinde Saanen. Eine Votantin wollte wissen, weshalb statt der budgetierten 1,342 Millionen Franken nur 1,280 Millionen
Franken bezahlt wurden. Linda Bieri erklärte, der Beitrag richte sich nach den effektiv angefallenen Kosten. Wenn diese tiefer ausfielen als budgetiert, bezahle auch die Gemeinde weniger.
Informationsveranstaltung zum Bauprojekt folgt nach Abschluss des Vorprojekts
Unter dem Traktandum «Verschiedenes» wurde erklärt, dass vertiefte Informationen zum geplanten Sport- und Kulturzentrum Gstaad erst später folgen sollen. Zuerst würden die Unterlagen noch mit der Gemeinde und der Verwaltung besprochen, danach sei eine eigene Informationsveranstaltung vorgesehen.