Die Belagsarbeiten auf der Kantonsstrasse zwischen dem Dorfkreisel Saanen und dem Dubikreisel sorgt derzeit für lange Wartezeiten. Kanton und Bauunternehmen rechnen jedoch damit, dass die grössten Einschränkungen bereits Mitte Juni vorbei sind.
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Die Belagsarbeiten auf der Kantonsstrasse zwischen dem Dorfkreisel Saanen und dem Dubikreisel sorgt derzeit für lange Wartezeiten. Kanton und Bauunternehmen rechnen jedoch damit, dass die grössten Einschränkungen bereits Mitte Juni vorbei sind.
MAXIME VÖGELE
Wer vom Sportzentrum ins Dorf fahren will, braucht zur Zeit deutlich mehr Geduld als gewohnt. Die Belagsarbeiten auf der Kantonsstrasse zwischen dem Dorfkreisel Saanen und dem Dubikreisel führen teilweise zu Staus von bis zu zwei Kilometern Länge.
Die Auswirkungen gehen dabei weit über den unmittelbaren Baustellenbereich hinaus. Die Fahrzeugkolonnen reichen zeitweise bis zur Lauenen- und Gsteigstrasse. Eine Verkehrsteilnehmerin berichtete, dass die Fahrt von der Krambrücke bis zur Primarschule Rütti am Abend des 2. Juni rund eine Stunde dauerte.
Verkehrsbehinderungen waren unumgänglich
Für die Kantonsstrasse ist der Kanton Bern zuständig. Die Arbeiten werden gemeinsam mit mehreren Bauunternehmen vor Ort umgesetzt. Dass die Bauarbeiten zu Verkehrsbehinderungen führen würden, sei von Beginn an klar gewesen, teilt das Strasseninspektorat Oberland West auf Anfrage mit. Beim betroffenen Abschnitt handle es sich um ein bekanntes Nadelöhr. «Wir versuchen alles zu tun, damit der Verkehr auf dieser Hauptachse aufrechterhalten werden kann», sagt Andreas Schopfer, stellvertretender Leiter des Strasseninspektorats Oberland West. Umso wichtiger sei es gewesen, die Arbeiten so zu terminieren, dass die Strasse vor den Grossanlässen im Sommer wieder uneingeschränkt befahrbar ist.
Entlastung ab Mitte Juni erwartet
Gemäss aktueller Planung sollen die Arbeiten bis zum 26. Juni abgeschlossen sein. Dem Kanton sei bewusst, dass die Sommersaison im Saanenland bereits vorher beginnt. Man setze alles daran, die Baustelle möglichst früh fertigzustellen. «Am 12. Juni am Morgen sollten wir – wenn das Wetter mitspielt und wir den Belag nachts einbauen können – mit den Hauptarbeiten fertig sein», äussert der Verantwortliche der Marti AG. Danach dürften die Verkehrseinschränkungen spürbar abnehmen.
Für die Verkehrsführung auf der Baustelle setzt das verantwortliche Bauunternehmen Verkehrsdienste ein. Während der ersten Bauetappe standen jeweils drei Mitarbeitende im Einsatz. Seit die Arbeiten den Bereich des Dubikreisels erreicht haben, wurde die Zahl auf fünf erhöht.
Anpassungen werden geprüft
Gemäss Verkehrs Security werden Empfehlungen zur Verkehrsorganisation abgegeben, die Umsetzung liege jedoch in der Verantwortung des Bauunternehmens. Ziel sei es, die verschiedenen Zufahrten zum Kreisel abwechselnd freizugeben und so möglichst lange Warteschlangen zu verhindern. Zu Stosszeiten lasse sich Stau jedoch nicht vollständig vermeiden.
Auf den Hinweis auf die langen Rückstaus in Richtung Sportzentrum angesprochen, zeigte sich Jonathan Tschanz von Verkehrs Security offen für die Problematik. Er erklärte, die Situation mit den vor Ort eingesetzten Mitarbeitenden zu besprechen und anschliessend gemeinsam mit der Marti AG zu prüfen, ob Anpassungen an der Verkehrsführung möglich sind.