Eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte zeigt, dass Rotmilane ihr Verhalten beim Schutz der Jungen an die Nahrungssituation anpassen.
Rotmilane passen die Verteidigung ihrer Jungen an das verfügbare Nahrungsangebot an. Das zeigt eine neue Studie der ...
Eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte zeigt, dass Rotmilane ihr Verhalten beim Schutz der Jungen an die Nahrungssituation anpassen.
Rotmilane passen die Verteidigung ihrer Jungen an das verfügbare Nahrungsangebot an. Das zeigt eine neue Studie der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach. Die Forschenden untersuchten, wie sich die Elternvögel gegenüber Fressfeinden verhalten. In einem Experiment stellten sie fest, dass frisch geschlüpfte Jungvögel bei Nahrungsmangel besonders verletzlich sind. In dieser Phase reagieren die Eltern aggressiver und verteidigen das Nest intensiver.
Ergebnisse bestätigen zwei Annahmen
Bei guten Nahrungsbedingungen zeigt sich ein anderes Bild. Dann verstärken die Altvögel ihre Verteidigung vor allem gegen Ende der Nestlingszeit.
Die Ergebnisse bestätigen laut Vogelwarte zwei Annahmen. Einerseits erhöht eine schlechte Nahrungssituation die Fürsorge zu Beginn der Aufzucht. Andererseits führen gute Bedingungen zu stärkerem Engagement der Eltern gegen Ende der Nestlingszeit.
Die Studie liefert neue Erkenntnisse zur Brutpflege des Rotmilans, wie die Vogelwarte Sempach in der Medienmitteilung schreibt. Sie zeigt, wie flexibel sich die Tiere an unterschiedliche Umweltbedingungen anpassen.
PD/JOP