Sue Piller mit souveränem Weltcupdebüt
25.02.2025 SportBeim Weltcup-Riesenslalom in Sestriere wagte Sue Piller den Sprung auf die grosse Bühne des Skisports. Die junge Athletin des SC Schönried zeigte bei ihren ersten beiden Rennen auf höchstem Niveau eine starke Leistung und steigerte sich bereits am zweiten Tag merklich. Für eine Qualifikation für den zweiten Lauf hat es bei beiden Rennen nicht gereicht.
Sue Piller hat in Sestriere ihre ersten Weltcuprennen bestritten – und das mit einer überzeugenden Leistung. An zwei Riesenslaloms konnte die 19-jährige Athletin des SC Schönried wertvolle Erfahrungen sammeln und sich deutlich steigern. Am Freitag, 21. Februar stand Piller mit der Startnummer 42 am Start ihres allerersten Weltcup-Riesenslaloms. Sie lieferte eine souveräne Fahrt ab und hatte am Ende rund fünf Sekunden Rückstand auf die neuseeländische Führende Alice Robinson. Damit belegte sie den 44. Platz und verpasste die Qualifikation für den zweiten Lauf.
Tags darauf, am 22. Februar, zeigte Piller eine deutliche Verbesserung. Mit der Startnummer 43 ging sie erneut ins Rennen und erreichte wiederum den 44. Platz. Doch diesmal konnte sie ihren Rückstand auf Robinson auf noch 3,4 Sekunden verkürzen – ein beachtlicher Fortschritt innerhalb von nur einem Tag.
Auf die Frage, ob sie bei ihren ersten Weltcuprennen Unterschiede zu den Europacuprennen habe ausmachen können, meinte Sue Piller: «Meine ersten Weltcuprennen waren sehr turbulent und lehrreich. Das ganze Drum und Dran ist natürlich etwas anders, weshalb es immer ein Angewöhnen an das ‹neue› Team und den ‹neuen› Ablauf ist. Bereits beim Wechsel von FIS- zu Europacuprennen musste ich mich einleben und jetzt bin ich wieder in der selben Situation. Das Skifahren bleibt dasselbe, jedoch beeinflussen die äusseren Faktoren das Mentale und somit auch das Skifahren.» Wie sie ihre Leistungen beim Weltcupdebüt beurteile, wollten wir von Sue Piller wissen. Sie antwortete: «Ich bin nicht enttäuscht, dass es nicht für den zweiten Durchgang gereicht hat, eher, dass ich nicht mein bestes Skifahren zeigen konnte. Die Piste war gewässert und vor allem im oberen Bereich ziemlich eisig, was ich nicht oft, beziehungsweise gar nicht trainiert hatte. Darum haben wir für den ersten Tag leider nicht das richtige Set-up für die Ski gefunden und ich hatte deutlich zu wenig Grip. Für das zweite Rennen konnten wir dies bereits umstellen und ich habe mich schon viel wohler gefühlt. Jedoch war mein Skifahren nicht befreit, wie ich es gewohnt bin, sondern eher verhalten und angespannt. Zusammengefasst kann man sagen, dass ich durch diese Erfahrung vieles lernen konnte für die Zukunft und dafür bin ich sehr dankbar! Nun versuche ich, das Ende der Saison einfach nur noch zu geniessen – alles, was ich noch erreichen kann, ist ein Bonus!»
Italienischer Sieg und Schweizer Silber
Während Piller ihr Weltcupdebüt bestritt, dominierten andere die Spitze. An beiden Renntagen sicherte sich die Italienerin Federica Brignone den Sieg. Besonders erfreulich aus Schweizer Sicht: Am zweiten Riesenslalom holte Lara Gut-Behrami die Silbermedaille und sorgte für ein weiteres Topergebnis für Swiss-Ski.
JOP

