Tausende Windräder oder AKW?
31.03.2026 LeserbriefeDie Axpo schätzt als Profifirma das Ganze meiner Ansicht nach richtig ein – was machen Politik und Medien? Meines Erachtens wird dem Volk unnötig Angst gemacht und oftmals schwarz-weiss kommuniziert.
Vor 60 Jahren wurde das erste AKW in der Schweiz geplant, es gibt bis ...
Die Axpo schätzt als Profifirma das Ganze meiner Ansicht nach richtig ein – was machen Politik und Medien? Meines Erachtens wird dem Volk unnötig Angst gemacht und oftmals schwarz-weiss kommuniziert.
Vor 60 Jahren wurde das erste AKW in der Schweiz geplant, es gibt bis heute für den Atommüll keine endgültige Lösung. Die Abfälle müssen über sehr lange Zeiträume gelagert werden. AKWs waren und sind bei der Vollkostenrechnung meiner Meinung nach nie tragbar und werden es auch nicht sein.
Dazu kommt das Risiko bei Konflikten, siehe Ukraine, Iran usw. Die Situation rund um das AKW Saporischschja zeigt aus meiner Sicht, welche Risiken bestehen können.
Im Jahr 1986 nach Tschernobyl hat auch die Schweiz radioaktive Belastung abbekommen, die teilweise bis heute messbar ist.
Nach meinem Kenntnisstand kam es bei mehreren russischen Atom-U-Booten schon zu Kernschmelzen. Berichte über weitere Vorfälle im Zusammenhang mit Atomtechnik geben aus meiner Sicht zusätzlich zu denken.
Die Entschädigung für Solarstrom wurde wieder reduziert, alle Argumente sind bekannt. Man kann die Energiewende von Bern her bekämpfen wie man will, sie wird trotzdem kommen.
Wie löst man das Energieproblem?
1. Energie, die nicht verbraucht wird, ist die beste (Energie sparen).
2. Gebäude auf moderne Konzepte umstellen (Renovationen).
3. Den Strom da produzieren, wo er gebraucht wird (dezentral, Bahndämme, Gebäude usw., nicht zwingend in sensiblen Berggebieten).
4. Batterie-Kapazitäten im privaten Bereich wie auch in Firmen ergänzend aufbauen.
5. Wasserkraft weiter unterstützen und ausbauen (diese Energie ist schnell verfügbar).
Es gibt Menschen, die davon sprechen, in Wimmis das Simmenkraftwerk nach über 60 Jahren strahlungsfreier Energieerzeugung stillzulegen. Ich frage mich, ob allen bewusst ist, wie bedeutend das gesamte System in Wimmis, Spiez und Umgebung ist. Beste Schweizer Ingenieurskunst!
Freiwillige können gerne eine Fischtreppe bauen, damit die Fische bis ins Simmental schwimmen können.
Die Schweiz hat 2017 mit dem Energiegesetz den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen und das Verbot für neue AKW im Gesetz verankert. Dieser Volksentscheid ist zu respektieren.
Ich erwarte von den verantwortlichen Stellen in Bern, dass die Energiewende im Sinn des Volkes und der an der Urne gefällten Entscheide unterstützt und umgesetzt wird. Bitte gehen Sie an die Urne und wählen Sie entsprechend.
BEAT BÜHLER, MATTEN/ST. STEPHAN
