Am 31. Januar traf sich ein harter Kern von «Freeheelern» in Lauenen zur schon fast traditionellen Mondscheintour. Fast traditionell, weil sie bislang als Vollmondtour im Programm figurierte, was bezüglich Datum nicht immer ganz korrekt war. Und obwohl die Teilnehmenden in ...
Am 31. Januar traf sich ein harter Kern von «Freeheelern» in Lauenen zur schon fast traditionellen Mondscheintour. Fast traditionell, weil sie bislang als Vollmondtour im Programm figurierte, was bezüglich Datum nicht immer ganz korrekt war. Und obwohl die Teilnehmenden in Vollmontur starteten und nicht voller als der Mond waren, einigte sich die Programmdirektion auf den Begriff «Mondscheintour».
In der Dämmerung trafen sich zehn gut gelaunte Telemärkler:innen auf dem Parkplatz beim Hotel Geltenhorn und die Truppe wurde samt Material unter strenger Einhaltung von Strassenverkehrsgesetz und Menschenrechtskonvention in zwei Fahrzeuge gestopft, um noch ein paar Gratishöhenmeter Richtung Wolfegg herauszuschinden.
Bereits beim Aufstieg schimmerte der Grund des Ausflugs verlockend durch Wald und Gestrüpp und auf dem Tossenstand hatten wir endgültig unser Schattendasein hinter uns gelassen. Und schon wieder Tradition: Unter Schnupf, Schnaps aus dem Skistock und Weisswein wurde der windstille Gipfelmoment in vollen (Atem- und anderen) Zügen genossen.
Um die zurückgebliebene Cateringcrew – sie sei an dieser Stelle herzlich verdankt – nicht zu verärgern, wurden notgedrungen die Gespäche ab- und zur Abfahrt aufgebrochen.
Wunderschöner Pulverschnee mit der einen oder anderen Überraschung darunter bereitete den Stirnlampen-bewehrten Knicker:innen und auch denen mit fester Ferse (das sieht der Club nicht so eng, ist auch besser für die Teilnehmerzahlen) ein Erlebnis, das sie noch ihren Enkel:innen an langen Winterabenden mit der einen oder anderen Übertreibung weitererzählen werden.
Den zwei Freiwilligen (vielleicht waren sie auch einfach erschöpft), welche die Fahrzeuge ins Tal brachten, sei hier gedankt, konnte doch der Rest so bis in den Talboden abfahren.
Die Details der Verschiebung ins Eventlokal zu Glühwein, Fondue, Schnupf und allerlei anderem Trank würden den Rahmen dieses Artikels sprengen, sind aber auch nicht wirklich von allgemeinem Interesse.
«Pink Floyd» stellten 1973 am Ende ihres Albums «Dark Side of the Moon» fest, dass es keine dunkle Seite des Mondes gebe, sondern dass alles dunkel ist («There is no dark side in the moon really, matter of fact its all dark»). Bei dieser Erkenntnis waren wohl andere Substanzen als Schnupf und «Wysse» im Spiel, denn das Expeditionsteam des Telemarkclubs Gstaad hat an diesem Anlass den Gegenbeweis angetreten: Der Mond war wirklich alles andere als «dark»!
TELEMARKCLUB GSTAAD/NICK HOYER