Konzerte mit Theater des Jodlerklubs «Bärgfriede» haben Tradition. Schon zur Premiere am vergangenen Freitag strömten viele Jodel- und Theaterfans ins Landhaus.
MARIANNA BETTLER
Mit dem «Meielsgrunder» von Edwin Walker eröffneten die Jodler ...
Konzerte mit Theater des Jodlerklubs «Bärgfriede» haben Tradition. Schon zur Premiere am vergangenen Freitag strömten viele Jodel- und Theaterfans ins Landhaus.
MARIANNA BETTLER
Mit dem «Meielsgrunder» von Edwin Walker eröffneten die Jodler den Anlass. Es folgte «Das Frühlingswunder» aus der Feder von Jürg Domke.
Nach den Begrüssungsworten musste Präsident Benjamin von Grünigen die Demission des langjährigen Dirigenten Jürg Domke bekannt geben. Beinahe 33 Jahre leitete dieser mit gutem Gespür und grossem Können den Klub. Als Dank erhielt er einen Korb mit diversen Köstlichkeiten. In Reto Stadelmann, welcher seit vergangenem November im Bass mitsingt, hat der Klub einen würdigen Nachfolger gefunden.
Der zukünftige Dirigent begleitete den Jodelvortrag «Alphornklänge» (von seinem Vater Franz Stadelmann) mit seinem Alphorn. Ein Genuss besonderer Güte!
Den Schlusspunkt des Konzerts setzten die «Kummerbuebe» mit dem spassigen Lied «Im Wälschland» und einem Naturjutz.
Ein verschwundener Lottozettel
Der witzige Zweiakter «Jackpot für en
Niete» von Nick Hasler spielt in der Wohnstube von Toni und seiner Frau Klara. Mit grosser Euphorie erzählt Klara vom tollen Lottogewinn. Die Nachbarin Nelly, eine begeisterte Gärtnerin, stürmt mit ihren schmutzigen Stiefeln herein und bringt Leben in die Bude.
Dass der Hausherr einmal mehr über den Durst getrunken hat und nun seines morgendlichen Katers wegen zu nichts zu gebrauchen ist, lässt Schlimmes erahnen. So nehmen die Geschicke ihren Lauf.
Nach dem ersten Hoch über den Lottogewinn folgt das Entsetzen über den verschwundenen Lottozettel. Das führt zu lustigen Verstrickungen, die das Publikum mit fröhlichen Lachern quittierte.
Ob der Lottogewinn Tatsache wird oder nicht, sei hier nicht verraten. Wer mehr wissen möchte, findet am Mittwoch- und Samstagabend Gelegenheit dazu. Ein Besuch im Landhaus lohnt sich auf jeden Fall.
Unter der kundigen Leitung von Patricia von Grünigen und Alice Hefti verstehen es die Theaterleute, die zu verkörpernden Personen realistisch darzustellen. Auch die Kleidung und die diversen Frisuren wurden gut gewählt und vervollständigen das Bild.
Ein grosses Kompliment und einen herzlichen Dank den Sängern, den Theaterleuten und allen Beteiligten, die ihren Beitrag zu diesem gemütlichen Abend geleistet haben.