Umbauprojekt Spitalstandort Zweisimmen: Ausbau Notfall und Modernisierung Wohnbereich für Demenz erfolgreich abgeschlossen
19.12.2025 ZweisimmenAm Spitalstandort Zweisimmen hat die Spital STS AG in den letzten Monaten 2,4 Mio. Franken in Umbau- und Sanierungsarbeiten investiert. Die Umbauten im ersten und vierten Stock konnten Anfang Dezember 2025 abgeschlossen werden – ab Frühjahr folgen noch letzte ...
Am Spitalstandort Zweisimmen hat die Spital STS AG in den letzten Monaten 2,4 Mio. Franken in Umbau- und Sanierungsarbeiten investiert. Die Umbauten im ersten und vierten Stock konnten Anfang Dezember 2025 abgeschlossen werden – ab Frühjahr folgen noch letzte Gartenarbeiten.
«Das Umbauprojekt war anspruchsvoll, das Bauprogramm sportlich: Nach intensiven vier Monaten Bauzeit – ohne dass der Betrieb am Spitalstandort Zweisimmen Einschränkungen oder Unterbrüche erfuhr – konnten am 5. Dezember 2025 die umfassenden Arbeiten abgeschlossen werden», gibt die Spital STS AG in einer Medienmitteilung bekannt. Im Rahmen des neuen Betriebskonzepts entschied die Spital STS AG, den Notfall im ersten Obergeschoss um 75 Flächenprozente auszubauen und neu mit vorgelagerter Triage sowie Fast-Track-Untersuchungszimmern auszurüsten. Damit ist dieser Bereich nun räumlich sowie prozessual vom Spitalnotfall getrennt, um schwere und einfache Fälle in angepassten Behandlungspfaden zu betreuen. «Das professionalisiert den Patientenfluss, führt zu prozessoptimierten Raumbeziehungen und garantiert barrierefreie Zugänglichkeit», schreibt die Spital STS AG weiter. Um all das im Bereich des Notfalls realisieren zu können, musste der geschützte Wohnbereich für Bewohnerinnen und Bewohner mit Demenz der Alterswohnen STS AG vom ersten in den vierten Stock umgesiedelt werden. In die gesamten Umbaumassnahmen am Spitalstandort Zweisimmen habe die Spital STS insgesamt 2,4 Mio. Franken investiert.
Neuausrichtung mit neuem Betriebskonzept
«Mit dem klaren Bekenntnis des neuen Verwaltungsrats der Spital STS AG im Juli 2024, den Spitalstandort Zweisimmen mit einem neuen Betriebskonzept weiter zu betreiben, wurden die Weichen für eine moderne und nachhaltige Zukunft gestellt», heisst es in der Medienmitteilung. Im Fokus habe insbesondere der Notfallbereich gestanden, zumal die Infrastruktur in die Jahre gekommen und zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen gestossen sei. Entsprechend wurde entschieden, diesen zu modernisieren, auszubauen und neu auszurüsten. «Mit der Neuausrichtung des Spitalstandorts Zweisimmen, wie mit dem neuen Betriebskonzept vorgesehen, wird dieser Entwicklung nun Rechnung getragen», so Martina Gläsel, Leiterin Spitalstandort Zweisimmen. Die Spital STS AG hat den Notfall um sechs Behandlungsplätze sowie eine Koje für Kindernotfälle erweitert, was einem Flächenzuwachs von 230 Quadratmetern entspricht. Seit dem 5. Dezember 2025 werden alle Notfallpatientinnen und -patienten – unabhängig ob medizinisch oder chirurgisch – im neuen Spitalnotfall Zweisimmen betreut. «Bei chirurgischen Notfällen erfolgt eine ärztliche Triage und die Patientin oder der Patient wird dem notwendigen Behandlungsort zugeführt. Dies können ambulant oder stationär der Spitalstandort Zweisimmen, Thun oder ein Zentrumsspital sein», schreibt die Spital STS AG. Präklinisch erfolge die Triage durch den Rettungsdienst Berner Oberland West oder die luftgebundene Rettung – mit Transport zum nächsten Spital mit der dem Krankheitsbild entsprechenden Behandlungsmöglichkeit. Notwendige Verlegungen und Krankentransporte vom Spitalstandort Zweisimmen aus werden durch die Rettungsdienste oder die easyCab medical AG durchgeführt.
Ein wichtiger Schritt Richtung Modernisierung
«Die Modernisierung mit einem neuen Monitoringsystem in allen Behandlungsräumen und die neue Fast-Track-Option für weniger behandlungsintensive Fälle steigern nicht nur die Behandlungsqualität, sondern verbessern auch die Abläufe.» Offenere und lichtdurchflutete Räumlichkeiten sowie ein grosszügiges Wartezimmer böten den Patientinnen und Patienten deutlich mehr Privatsphäre und Komfort. Mit der neuen Raumaufteilung befindet sich zudem alles auf einem Stock: Das Lager für medizinische Gebrauchsmaterialien, eine separate Apotheke und ein POCT-Labor für die patientennahe Sofortdiagnostik. Dadurch verkürzten sich die Wege für die Mitarbeitenden – und als Folge auch die Patienten-Wartezeiten. Annemarie Rindlisbacher, Leiterin Notfall am Spitalstandort Zweisimmen: «Dank der neuen Raumaufteilung gestaltet sich der Notfall-Aufenthalt deutlich strukturierter und angenehmer als zuvor.» Auch Martina Gläsel betont: «Die Modernisierung des Notfalls im Rahmen des neuen Betriebskonzepts war mit Sicherheit ein wichtiger Entscheid – und wurde zum richtigen Zeitpunkt realisiert.»
Sanierte Radiologie und neues CT-Gerät
Die neben dem Notfall im ersten Stock angesiedelte Radiologie wurde im Rahmen der umfassenden Umbauarbeiten ebenfalls modernisiert. «Für Patientinnen und Patienten steht nun ein neuer Umkleideraum für die Untersuchungsvorbereitungen zur Verfügung, zudem wurden die Lichtquellen in den Büros und Behandlungszimmern optimiert», gibt die Spital STS AG bekannt. Herzstück des Radiologie-Bereichs sei ein CT-Gerät neuester Generation. Seit der Eröffnung des Notfalls am 5. Dezember ersetzt es das bisherige Gerät, welches 13 Jahre in Betrieb war.
Dr. med. Ingo Honnef, Chefarzt Radiologie der Spital STS AG an den Spitalstandorten Thun und Zweisimmen, zeigt sich zufrieden mit der Neuanschaffung: «Das neue CT-Gerät des Herstellers Canon liefert bessere Bilder bei geringerem Zeitaufwand.» Gerade bei Notfällen seien das zwei wichtige Faktoren.
«Zudem profitieren Patientinnen und Patienten von einer Dosisoptimierung, also einer verringerten Strahlenexposition.» Die Investition beträgt rund 320’000 Franken.
Alterswohnen STS AG profitiert von deutlichem Mehrwert
Die neuen Räumlichkeiten der Alterswohnen STS AG mit Aussicht auf den Rinderberg bieten wie bisher Platz für 17 Bewohnerinnen und Bewohner – allerdings im vierten Obergeschoss in deutlich grosszügigeren Platzverhältnissen und einer ruhigeren Atmosphäre. Franziska Stäger, stellvertretende Betriebsleiterin Alterswohnen Bergsonne, findet lobende Worte für den neuen geschützten Wohnbereich: «Dieser ist optisch deutlich ansprechender, zudem verfügen wir auch über hochwertigeres Mobiliar.» Bei der Raumplanung, Einrichtung und Farbgebung sei von Anfang an bewusst auf die Bedürfnisse der Bewohnenden geachtet worden. Die Bauarbeiten sind indes noch nicht ganz abgeschlossen: Neben dem Demenzgarten im ersten Stock, den Bewohnende in Begleitung aufsuchen können, entsteht im vierten Stock auch noch eine kleine Gartenanlage für selbstständige Ausflüge ins Freie. Spätestens im Frühjahr 2026 sollte aber auch dieser Bereich endausgestaltet sein.

