Am vergangenen Mittwoch fand die zehnte Generalversammlung des Vereins Schür.li statt. Vorgestellt wurden neue Projekte wie ein geplantes Pop-up-Schürli und ein Bildband. Präsident Michi Gehret freute sich zudem über ein Kunstprojekt, das ein Schürli ins ...
Am vergangenen Mittwoch fand die zehnte Generalversammlung des Vereins Schür.li statt. Vorgestellt wurden neue Projekte wie ein geplantes Pop-up-Schürli und ein Bildband. Präsident Michi Gehret freute sich zudem über ein Kunstprojekt, das ein Schürli ins Rampenlicht rückte.
JONATHAN SCHOPFER
Die Schürli sollen nicht nur bewahrt, sondern auch erlebbar gemacht werden. Wie, das wurde an der zehnten Generalversammlung des Vereins Schür.li am 13. Mai präsentiert. Präsident Michi Gehret begrüsste die Anwesenden vor Ort und online.
Übernachten in einem Schürli
Nächstes oder übernächstes Jahr soll ein neues Projekt umgesetzt werden: «Wir möchten ein Schürli in eine Zwischennutzung bringen», informierte Kassier Matthias Ludi. Vorgesehen seien unter anderem eine Toilette und ein Innenzelt, damit man darin schlafen könne. Präsident Michi Gehret ergänzte: «Das Pop-up-Schürli ist bereits weit geplant. Nun muss noch ein geeignetes Schürli gefunden werden.»
Auch ein Bildband ist geplant. Der Verein hat in verschiedenen Regionen der Schweiz rund 2500 Objekte fotografisch dokumentiert. «Auf dieser Grundlage versuchen wir nun, ein Buch zu machen», sagte Gehret.
Ein Schürli sorgt für Aufsehen
Dass Projekte rund um ein Schürli auch international ein mediales Echo auslösen können, zeigte ein Kunstprojekt im Rahmen von MAZE Art Gstaad. Der französische Designer Alexandre de Betak hatte ein Schürli in Saanen mit Spiegeln und Licht ausgestattet. Für Michi Gehret war das ein Glücksfall: «Da sind ganz, ganz viele Leute zum ersten Mal in so einem Schürli gestanden.» Auch die internationale Berichterstattung wertete er positiv.
Projekt liegt weiterhin beim AGR
Ein wiederkehrendes Thema war das Pilotprojekt mit der Gemeinde Saanen. Dabei geht es um Möglichkeiten, Schürli umzunutzen. Seit November 2023 liegt der Antrag beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR). Laut Gehret ist dazu weiterhin keine Antwort aus Bern eingetroffen. «Seit drei Jahren wartet auch die Gemeinde auf eine Antwort vom AGR», so der Präsident.
Politisch will Schür.li weiterhin aktiv bleiben. Erwähnt wurde eine Gruppe von rund 15 Grossrätinnen und Grossräten im Kanton Bern, mit denen der Verein im Austausch steht. Ziel ist es, für den Gebietsansatz und die Anliegen rund um die Schürli zu sensibilisieren.
Solide Finanzen
Kassier Matthias Ludi präsentierte die Jahresrechnung 2025. Auf dem Bankkonto befinden sich rund 48’500 Franken. Davon sind 15’000 Franken als transitorische Passiven für Projektkosten abgegrenzt. Im Jahr 2025 kamen Gönnerbeiträge von 6500 Franken zusammen. Bei Projektkosten von 2000 Franken und einem Betriebsaufwand von 840 Franken schliesst die Rechnung mit einem Jahresgewinn von rund 3600 Franken.