Verzaubernder Gesang und zum zweiten Mal Weihnachten
06.01.2025 KulturEin Weihnachtskonzert am 3. Januar? Dass das bestens geht, haben Sonya Yoncheva und Stefan Plewniak am Gstaad New Year Music Festival bewiesen. Zusammen mit dem Orchester und dem Chor der königlichen Oper von Versailles spielten sie das Konzert «Chante de Noël». Es war eine Mischung aus bekannten, klassischen und modernen Weihnachtsliedern und Opernstücken für Sopran, Chor und Orchester.
MARIE-LINE MICHEL
Am Donnerstagabend stand ein weiteres Konzert mit hochkarätiger Besetzung auf dem Programm des Gstaad New Year Music Festivals. Die weltbekannte Opernsängerin Sonya Yoncheva musizierte gemeinsam mit dem Chor und dem Orchester der königlichen Oper von Versailles unter der Leitung des Violinisten und Dirigenten Stefan Plewniak.
Sonya Yoncheva machte sowohl ihrem Namen als auch dem Belcanto – dem Konzertstil des Abends – alle Ehre. Sie beeindruckte mit ihrer klaren und vollen Stimme nicht nur das Publikum, Ehrfurcht und Begeisterung waren auch den Musikerinnen und Musikern aus Versailles anzumerken. Besonders eindrücklich war unter anderem das zarte «Ave Maria» von Mascagni, bei dem Yonchevas Stimme so manche Zuschauerin, so manchen Zuschauer zu ein paar Tränen in den Augenwinkeln rührte. Stefan Plewniak, erste Geige und Dirigent, leitete den Chor und das Orchester der königlichen Oper von Versailles präzise und voller Freude. Er kreierte ein stimmiges Konzert, bei dem Stimmen und Instrumente perfekt ineinander verschmolzen.
Gespielt wurden klassische und moderne Weihnachtslieder sowie Opernstücke aus verschiedenen Epochen. Es war das gleiche Konzert, welches zu Weihnachten in der Schlosskapelle von Versailles aufgeführt worden war. Auch das Publikum in Saanen erfreute sich dieser Klänge und wurde von Sonya Yoncheva, Stefan Plewniak sowie den Musikerinnen und Musikern von Versailles auf diese Weise mit einer zweiten Weihnacht beschenkt.
BELCANTO – SCHÖNER GESANG
Der Belcanto ist sowohl eine Gesangstechnik als auch ein Opernstil, der besonders in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Italien blühte. Die Technik zeichnet sich durch makellose Stimmführung, perfekte Legato-Linien und virtuose Verzierungen aus – der Fokus liegt dabei auf der Schönheit des Gesangs und der Perfektion der vokalen Ausführung. Die Melodien sind oft elegant und kunstvoll.
MARIE-LINE MICHEL



