Das erste Lied, das die Sängerinnen des Frauenchors Gstaad-Saanen anstimmten, gab dem Singnachmittag im Kirchgemeindehaus gerade das Motto: «Es lebe die Musik!» Als Gastformation trat das Chinderchörli Saanenland mit seinen erfrischend vorgetragenen Jodelliedern und ...
Das erste Lied, das die Sängerinnen des Frauenchors Gstaad-Saanen anstimmten, gab dem Singnachmittag im Kirchgemeindehaus gerade das Motto: «Es lebe die Musik!» Als Gastformation trat das Chinderchörli Saanenland mit seinen erfrischend vorgetragenen Jodelliedern und Jutzen auf.
VRENI MÜLLENER
Zuhören und Geniessen war für das bunt durchmischte Publikum angesagt. Kinder und Enkelkinder waren da, um dem Gesang von Mami oder Grossmuetti zuzuhören, Eltern und Grosseltern kamen, um ihrem Sprössling im Chinderchörli zu applaudieren. «Zusammen singen verbindet, gibt Kraft und kann auch trösten», beschrieb Präsidentin Yvonne Haldi das Ziel, das die Sängerinnen mit diesem Singnachmittag verfolgten.
Unter der Leitung von Rosmarie Aellen eröffneten die Frauen das Konzert mit zwei feinfühlig vorgetragenen Liedern. Die Dirigentin ist mit Leib und Seele bei der Sache und leitet die Frauen mit ihren Bewegungen und Gesichtsausdrücken gekonnt. Mit zwei Strophen des Liedes «Wir gratulieren» wurde dem Chinderchörli Saanenland herzlich zum Gewinn des kleinen Prix Walo im 2025 gratuliert. Unter der Leitung von Barbra Kohli, Denise Mösching und Yvonne Haldi sangen sich die Kinder im Alter zwischen sechs und 18 Jahren in die Herzen des Publikums. Mit Spezialeffekten wie Vogelgezwitscher oder einer überraschenden Showeinlage wurden die Auftritte aufgelockert und zauberten herzhafte Lacher auf die Gesichter.
Hauptprobe für den Auftritt am Fernsehen
Dank dem Gewinn des kleinen Prix Walo wurde das Chinderchörli weit über das Saanenland hinaus bekannt. Dieser Preis beinhaltet auch einen Liveauftritt am 2. Mai 2026 am Prix Walo, der dieses Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum feiern kann. So werden die jungen Jodler:innen an diesem Samstag in der Früh zu diesem einmaligen Abenteuer aufbrechen und am gleichen Abend im Schweizer Fernsehen zu hören und zu sehen sein.
Am Singnachmittag kamen die Zuhörer:innen in den Genuss der finalen Version der humorvollen «Hüehnergschicht», wie sie am bevorstehenden Auftritt in Zürich erfolgen wird – die flatternden Hühner inklusive.
Gratulationen zum Zweiten
Nach weiteren Vorträgen des Frauenchors gab es noch einmal Gelegenheit, zu gratulieren. Fünf Frauen konnten für eine Mitgliedschaft von 40, 35 oder 30 Jahren mit einem Blumenpräsent und zwei weiteren Strophen des Gratulationsliedes geehrt werden. Es lässt sich kaum nachrechnen, wie viele wöchentliche Übungsabende und Auftritte in all diesen Jahren besucht wurden. Gesellige Anlässe wie Reisen oder Sängertage trugen zu den Freundschaften, die bei so viel Vereinstreue entstehen, bei.
Dass die Sängerinnen auch hervorragende Gastgeberinnen sind, bewiesen sie mit der einladenden Blumendekoration im ganzen Saal sowie mit dem luxuriösen Kuchenbuffet, das während der Zvieripause angeboten wurde. Junge und weniger Junge gerieten ins Schlemmen und tankten Kraft, damit der Schlussapplaus kräftig genug ertönte, um in den Genuss von den gewünschten musikalischen Zugaben zu kommen.