Vorbeugen ist besser als heilen…
02.04.2026 KolumneRANDNOTIZ
ANITA MOSER
… sagt ein Sprichwort. Seit meinem 25. Lebensjahr leide ich immer mal wieder unter Fieberbläschen. Eigentlich müsste das nicht sein. Wenn ich konsequent wäre. Bin ich aber nicht. Ich müsste nämlich: direktes ...
RANDNOTIZ
ANITA MOSER
… sagt ein Sprichwort. Seit meinem 25. Lebensjahr leide ich immer mal wieder unter Fieberbläschen. Eigentlich müsste das nicht sein. Wenn ich konsequent wäre. Bin ich aber nicht. Ich müsste nämlich: direktes Sonnenlicht meiden respektive die Lippen dick einschmieren, Stress vermeiden oder «fremde» Tassen und Gläser vor der Benützung auf kleine Schäden oder Unreinheiten kontrollieren. Ein paar Monate hatte ich nun Ruhe. Bis zu meiner Skiwoche. Die Pistenverhältnisse waren sensationell und die Sonne strahlte. Schnee und Sonne – eigentlich Warnzeichen genug.
Ich bin sozusagen ein gebranntes Kind. Ich hatte unzählige Sonnenbrände, denn Sonnencreme gabs bei uns zu Hause damals nicht. Wenn wir ins Schwimmbad durften, dann meistens gegen Abend. In den Ferien bei unserer Grossmutter – auch bei ihr gabs keine Sonnencreme – im solothurnischen Brunnenthal durften wir bei grosser Hitze manchmal ins Schwimmbad im Nachbardorf und oft halfen wir «Lischen» rupfen, während die Sonne auf unsere Rücken brannte. Mit entsprechenden Folgen. Auf dem Rücken schlafen – fast unmöglich. S’Grosi hat mir dann jeweils den Rücken mit Quark gekühlt.
«Eincremen, auch wenn die Sonne vermeintlich nicht scheint», bläute ich deshalb meinen eigenen Kindern ein. Und auch ich creme mich mit Sonnencreme mit Schutzfaktor 35 oder 50 ein. Aber manchmal vergesse ich leider den Stift für die Lippen und bin danach meistens auch noch nachlässig. Denn würde ich bei den ersten Anzeichen richtig reagieren, könnte ich Schlimmeres verhindern. Könnte. Meistens verlauere ich es und dann blühen die choge Bläschen und schmerzen zudem noch. Ich habe schon fast alles ausprobiert, um diesen Dingern Herr zu werden. Vergeblich. Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als abzuwarten und eine kühlende Paste aufzulegen. Ganz schlimm ist es morgens, wenn das Ganze verkrustet. Das kann ich gar nicht leiden, ich chnüble die Kruste ab, oft «fliesst» dann Blut und am nächsten Morgen beginnt alles von vorne. Und ich schwöre mir dann, in Zukunft konsequent vorzubeugen…
anita.moser@anzeigervonsaanen.ch
