Vorsicht vor «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern»
10.02.2026 KantonIn der letzten Woche verzeichnete die Kantonspolizei Bern eine Häufung von Meldungen zu sogenannten «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern». In mehreren Fällen konnte die Täterschaft Wertgegenstände wie Bargeld oder Schmuck erbeuten. Die Kantonspolizei ...
In der letzten Woche verzeichnete die Kantonspolizei Bern eine Häufung von Meldungen zu sogenannten «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern». In mehreren Fällen konnte die Täterschaft Wertgegenstände wie Bargeld oder Schmuck erbeuten. Die Kantonspolizei Bern warnt und gibt Tipps.
Wie die Kantonspolizei Bern mitteilt, sind seit Montag, 26. Januar 2026, mehrere Meldungen zu sogenannten «falschen Handwerkerinnen und Handwerkern» in den Regionen Mittelland-Emmental-Oberaargau und Bern eingegangen. In vier Fällen sei es der unbekannten Täterschaft gelungen, Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld zu erbeuten.
Die Täterschaft sei dabei immer nach einem ähnlichen Schema vorgegangen. Eine Person melde sich vor Ort bei einem Wohndomizil und gebe sich beispielsweise als Vertretung einer Verwaltung, eines Handwerkbetriebs oder eines Energieunternehmens aus. «Unter dem Vorwand, in einem bestimmten Teil der Liegenschaft eine Kontrolle durchführen zu müssen, wird die angebliche Vertreterin oder der angebliche Vertreter in die entsprechenden Räume geführt», schreibt die Kapo. «Während die Bewohnenden durch Gespräche abgelenkt werden, verschafft sich eine Mittäterschaft über die unverschlossene Haustür Zugang in die Liegenschaft und entwendet Wertgegenstände.» Oft werde der Diebstahl von den Geschädigten erst später bemerkt.
Verhaltenstipps
Die Kantonspolizei Bern erinnert in diesem Zusammenhang an folgende Verhaltenstipps:
• Lassen Sie grundsätzlich keine fremden Personen unangemeldet in Ihre Wohnung und lassen Sie sich nicht dazu drängen.
• Nutzen Sie ihre Gegensprechanlage oder kommunizieren Sie über ein Fenster mit unbekannten Personen.
• Fragen Sie nach einem Ausweis und schauen Sie diesen genau an.
• Kontaktieren Sie die Hausverwaltung oder die entsprechende Behörde und erkundigen Sie sich über die Personen und Richtigkeit des Auftrags. Lassen Sie die Personen im Aussenbereich warten und schliessen Sie die Türe währenddessen ab.
• Falls Sie ein mulmiges Gefühl haben, vereinbaren Sie einen späteren Termin und ziehen eine Vertrauensperson bei.
• Sprechen Sie dieses Thema in der Nachbarschaft an und bieten Sie älteren Nachbarinnen und Nachbarn allenfalls an, dass sie Sie bei Unsicherheiten kontaktieren dürfen.
Weiterhin gelten Tipps wie Nachbarschaftshilfe oder verdächtige Beobachtungen an die Kantonspolizei Bern via den Notrufnummern 112 oder 117 zu melden.
PD/MOA
