Vorsicht vor Telefonbetrug
13.02.2026 KantonDie Kantonspolizei Bern verzeichnet seit letzter Woche eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe im ganzen Kanton Bern. In zwei Fällen gelang es der unbekannten Täterschaft, einen Betrag von insgesamt Fr. 188’000.– ...
Die Kantonspolizei Bern verzeichnet seit letzter Woche eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe im ganzen Kanton Bern. In zwei Fällen gelang es der unbekannten Täterschaft, einen Betrag von insgesamt Fr. 188’000.– zu erbeuten, wie die Kantonspolizei Bern in einer Medienmitteilung schreibt. Sie gibt Präventionstipps.
Seit Anfang Februar stelle die Kantonspolizei Bern eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe fest. Die Meldungen würden den ganzen Kanton Bern betreffen, wobei die Anrufe sowohl in Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch als auch in Englisch getätigt worden seien.
Bei den aktuell gemeldeten Betrugsversuchen kontaktierten die Täterinnen und Täter die Opfer stets telefonisch und würden sich als Vertretung der Polizei, einer Behörde oder einer Schweizer Bank ausgeben, so die Kapo. Da es sich um mehrere Tätergruppen handle, seien die anschliessenden Vorgehensweisen jeweils unterschiedlich.
In einem Fall vom 3. Februar habe sich eine Täterschaft als Vertretung einer Bundesbehörde ausgegeben. Sie habe geltend gemacht, dass das Bankkonto der Geschädigten im Begriff sei, gehackt zu werden. Im Anschluss habe die Geschädigte mehrmals Geld abgehoben und dieses an einem vorgegebenen Standort deponiert. Mit diesem Vorgehen habe die Täterschaft Bargeld von insgesamt rund Fr. 127’000.– erbeutet.
In einem anderen Fall vom 7. Februar habe eine Täterschaft erklärt, dass ein Problem mit dem Bankkonto bestehe und der Download einer Software notwendig sei. Diese Software ermögliche der Täterschaft den Fernzugriff auf einen fremden Computer. Nachdem die Geschädigte die Software installiert habe, sei sie dazu aufgefordert worden, sich im E-Banking ihrer Bank einzuloggen. Über den Fernzugriff habe die Täterschaft anschliessend mehrere Banküberweisungen von insgesamt rund Fr. 61’000.– veranlassen können.
Die Kantonspolizei Bern rufe in diesem Zusammenhang zur Vorsicht auf. Mit diesen Tipps schützen Sie sich, Verwandte und Bekannte:
– Gehen Sie nicht auf Telefonanrufe ein, in denen Unbekannte Sie dazu bringen wollen, eine Software zu installieren, Bargeld abzuheben, zu zahlen oder Geld, Bankkarten oder Wertsachen zu übergeben oder zu hinterlegen.
– Beenden Sie ein solches Telefongespräch und melden Sie den verdächtigen Anruf der Polizei.
– Geben Sie weder am Telefon noch persönlich Passwörter, Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen sowie Daten von Bankkonten und Kreditkartennummern an fremde Personen weiter. Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Behörden und Banken fragen nie nach Bankkarten und/oder PIN-Codes.
– Sprechen Sie mit älteren Personen in Ihrem Umfeld darüber und geben Sie die Warnung weiter.
PD/AMO
