Wer gewinnt den Goldenen Kranich 2026?
13.10.2026 WirtschaftEine Pop-up-Bar, die seit fast 20 Jahren Leben ins Dorf bringt. Ein Musikfest, das Gstaad zur Bühne macht. Und eine Regionalmarke, die einheimischen Produzenten mehr Sichtbarkeit verschaffen will. Diese drei Projekte stehen im Final um den Goldenen Kranich 2026. Wer den mit 10’000 ...
Eine Pop-up-Bar, die seit fast 20 Jahren Leben ins Dorf bringt. Ein Musikfest, das Gstaad zur Bühne macht. Und eine Regionalmarke, die einheimischen Produzenten mehr Sichtbarkeit verschaffen will. Diese drei Projekte stehen im Final um den Goldenen Kranich 2026. Wer den mit 10’000 Franken dotierten Innovationspreis gewinnt, entscheidet die Bevölkerung.
SONJA WOLF
Zum zweiten Mal wird im Saanenland der Innovationspreis Goldener Kranich vergeben. Acht Projekte wurden in diesem Jahr eingereicht oder vorgeschlagen – vier weniger als bei der ersten Austragung 2024. Die Bandbreite sei dennoch gross gewesen, sagt Nadja Müller, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Saanenland und Mitglied der Jury. Die Eingaben reichten von kulturellen und touristischen Initiativen bis zu Projekten mit wirtschaftlichem und regionalem Mehrwert. «Dadurch war die Auswahl für die Jury anspruchsvoll, aber auch sehr spannend.»
Der Goldene Kranich zeichnet innovative Projekte aus, die einen nachhaltigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Saanenlands leisten. Hinter dem Preis stehen die Einwohnergemeinde Saanen, der Gewerbeverein Saanenland, Gstaad Saanenland Tourismus (GST), der Hotelierverein Gstaad-Saanenland und die Landwirtschaftliche Vereinigung Saanenland.
Drei aus acht
Die acht eingereichten Projekte wurden zunächst anhand der im Reglement festgelegten Kriterien beurteilt (siehe Kasten) und anschliessend gemeinsam diskutiert und verglichen. Besonderes Gewicht legte die Jury auf die lokale Wertschöpfung, die Investitionen in die Region und das persönliche Engagement der Verantwortlichen. Die drei nominierten Projekte sind zwar unterschiedlich, haben laut Jury aber eines gemeinsam: Sie schaffen einen spürbaren Nutzen für das Saanenland. Hinter ihnen stehen Menschen, die viel Zeit und Energie investieren und teilweise auch erhebliche finanzielle Mittel einsetzen, um ihre Ideen umzusetzen. Die Nomination ist deshalb der Jury zufolge auch eine Anerkennung für den unternehmerischen Mut, die Beharrlichkeit und den persönlichen Einsatz der Verantwortlichen. «Genau solche Initiativen tragen wesentlich zur Entwicklung und Ausstrahlung unserer Region bei», war sich die Jury einstimmig einig.
Das Publikum entscheidet
Die Jury hat ihre Wahl getroffen. Nun liegt der Entscheid bei der Bevölkerung: In einem Onlinevoting wird bestimmt, welches der drei Projekte den Goldenen Kranich 2026 erhält. Die Preisverleihung findet an der Gstaader Messe statt. Der Gewinner erhält den Wanderpokal und ein Preisgeld von 10’000 Franken.
Doch wer steckt hinter den drei nominierten Projekten? Was treibt die Verantwortlichen an, und was geschieht hinter den Kulissen? Der «Anzeiger von Saanen» hat nachgefragt.
Mehr Informationen und Abstimmung: www.gewerbevereinsaanenland.ch/goldener-kranich-2026
WER IST IN DER JURY?
Je eine Vertretung der fünf Organisationen bildet die Jury. In diesem Jahr gehörten ihr David Schmid (Einwohnergemeinde Saanen), Flurin Riedi (GST), Ermes Elsener (Hotelierverein), David Perreten (Landwirtschaftliche Vereinigung) und Nadja Müller (Gewerbeverein) an.
NACH WELCHEN KRITERIEN RICHTET SICH DIE VORENTSCHEIDUNG?
Das Reglement nennt unter anderem Innovationscharakter, Einzigartigkeit, Markttauglichkeit, Nachhaltigkeit, lokale Wertschöpfung, Ausstrahlung und persönliches Engagement.
Nachgehakt: Wie flexibel ist Innovation?
Im Saanenland sind viele engagierte Menschen und Organisationen miteinander vernetzt. Das zeigt sich auch beim Goldenen Kranich: Unter den Nominierten ist ein fast 20 Jahre altes Projekt, an einem anderen sind zwei der fünf Trägerorganisationen beteiligt. Wie geht die Jury mit solchen Konstellationen um?
INTERVIEW: SONJA WOLF
Mit Gstaad Alive ist auch ein Projekt nominiert, das seit fast 20 Jahren besteht. Fällt das noch unter das Kriterium Innovation?
Das Alter eines Projekts ist für die Jury nicht entscheidend. Wichtiger sind die Wirkung, die Weiterentwicklung und der konkrete Nutzen für die Region. Ein Projekt kann auch nach mehreren Jahren noch innovativ sein, wenn es sich weiterentwickelt, lokale Wertschöpfung schafft und mit grossem persönlichem Engagement vorangetrieben wird. Genau diese Aspekte standen bei der Beurteilung im Vordergrund.
Regional – ÄCHT VO HIE entstand aus einer gemeinsamen Initiative der Landwirtschaftlichen Vereinigung und von GST. Beide Organisationen sind auch in der Jury vertreten. Wie wird in solchen Fällen mit möglichen Interessenkonflikten umgegangen?
Da die Entscheide immer von der gesamten Jury gefällt werden und verschiedene Organisationen vertreten sind, ist gewährleistet, dass unterschiedliche Sichtweisen einfliessen und keine Einzelinteressen im Vordergrund stehen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Projekte mit dem grössten Nutzen und der stärksten Wirkung für die Region auszuzeichnen.
Bei Regional ÄCHT – VO HIE stehen die teilnehmenden Produzenten im Vordergrund, nicht die Initianten. Daher war für uns wie bei den anderen beiden Projekten wiederum die lokale Wertschöpfung und das persönliche Engagement der teilnehmenden Produzenten ausschlaggebend für unseren Entscheid.
Gstaad Alive: ein bisschen laut, ziemlich lebendig
Marco «Balu» Nigg · Geschäftsführer
Seit fast 20 Jahren sorgt die Pop-up-Bar Gstaad Alive während der Tenniswochen für einen unkomplizierten Treffpunkt mitten im Dorf. Zum gastronomischen Angebot gehört ein kostenloses Kulturprogramm mit Konzerten und weiteren Veranstaltungen. Marco «Balu» Nigg ist seit 2011 dabei und verantwortet das Projekt seit rund zehn Jahren.
Balu, wie ist die Idee für Gstaad Alive entstanden – und was wolltet ihr damals anders machen?
Gstaad Alive wurde vor knapp 20 Jahren von Phipu und Phipu ins Leben gerufen, also Philip Welten und Philipp Bigler. Die Idee dahinter war ganz simpel: eine Pop-up-Bar mitten im Dorf, als Ergänzung zum bestehenden Angebot während der Tenniswochen – mit Konzerten, Shows und hoffentlich ein paar Leuten, die nicht nur wegen des Tennisballs stehen bleiben.
Die Vision ist bis heute dieselbe: Leben ins Dorf bringen. Einen Ort schaffen, an dem etwas passiert, man sich trifft und Kultur ganz unkompliziert dazugehört. Seit 2011 durfte ich Gstaad Alive mitgestalten, seit zehn Jahren ist es offiziell «mein» Gstaad Alive. Wobei ich viel lieber von «unserem» spreche. Denn ohne die vielen Menschen, die jedes Jahr mithelfen, mitmachen, auftreten, vorbeikommen und den Laden mit Leben füllen, wäre es eben nur eine Bar.
Was bringt Gstaad Alive den Menschen im Saanenland?
Einen Treffpunkt für Einheimische, Saisonmitarbeitende und Gäste gleichermassen. Einen Ort, an dem geplaudert, gelacht und Kultur erlebt wird, neue Freundschaften entstehen und es auch mal (zu) laut werden darf – alive eben. Gleichzeitig bieten wir einheimischen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne und schaffen Raum, um ihre Musik, ihre Ideen und ihr Können zu präsentieren. So wird die Bar nicht nur zum Treffpunkt, sondern auch zu einem Ort, an dem Kultur aus der Region sichtbar und erlebbar wird.
Was steckt hinter dem Projekt, das die Gäste normalerweise nicht sehen?
Das Kulturprogramm will zusammengestellt, die Infrastruktur weiterentwickelt und jedes Jahr wieder ein bisschen neu erfunden werden. Auch bei Essen und Getränken wird getüftelt, entwickelt, produziert und natürlich ausgiebig probiert. Dazu kommt die Personalrekrutierung: Menschen zu finden, die Lust haben, mit anzupacken, mitzulachen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass Gstaad Alive wirklich alive bleibt.
Warum funktioniert der Kontrast zwischen der unkomplizierten Pop-up-Bar und dem eleganten Gstaad bis heute?
Unsere Gäste könnten diese Frage vermutlich besser beantworten – schliesslich stehen sie ja mitten im Geschehen. Vielleicht funktioniert Gstaad Alive aber genau wegen dieses herrlichen Kontrasts. Von Anfang an war mir wichtig, einen Treffpunkt für Einheimische und Gäste zu schaffen, ein originelles Getränke- und Essensangebot anzubieten und – ganz wichtig – Kultur zugänglich zu machen. Gerade hier, wo sonst gerne mal die grosse Luxuswelt vorbeischaut, haben wir einen Ort geschaffen, an dem Kultur unkompliziert, bodenständig und für alle erlebbar ist – ganz ohne Dresscode und Eintritt. Und genau darin liegt vielleicht das Erfolgsrezept: Wir bringen die Menschen zusammen, die Gstaad ausmachen – und manchmal auch jene, die sonst nur staunend vorbeilaufen.
Fête de la Musique: wenn ein ganzes Dorf zur Bühne wird
Mirka Czybik · Mitinitiantin und Präsidentin des Vereins Fête de la Musique Gstaad
Fünf Bühnen, Musik unterschiedlichster Stilrichtungen und freier Eintritt: Die Fête de la Musique verwandelt Gstaad für einen Tag in einen grossen Konzertort. Hinter dem Anlass steht ein kleines Team um Mitinitiantin und Vereinspräsidentin Mirka Czybik. Was 2022 als Idee begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders entwickelt.
Mirka, wie ist die Idee für die Fête de la Musique entstanden – und was wolltet ihr anders machen?
2022 begann alles mit einem einfachen Bild im Kopf: Wie wäre es, wenn für einen Tag ganz Gstaad zur Bühne wird? Nicht ein Konzert an einem Ort, sondern Musik überall im Dorf. Man läuft durch die Promenade, hört eine Band, bleibt kurz stehen, trifft jemanden – und aus «ich schaue nur schnell» werden plötzlich zwei Stunden.
Genau das hat uns an der ursprünglichen Idee der Fête de la Musique begeistert: Musik für alle, ohne Eintritt und ohne grosse Hürden. Junge Talente neben erfahrenen Musikerinnen und Musikern, Mundart neben Pop, Rock oder Jazz. Heute stehen fünf Bühnen in Gstaad. Und wenn von jeder Ecke andere Musik klingt, ist das ziemlich genau das Bild, das wir damals im Kopf hatten.
Was bringt die Fête de la Musique dem Saanenland?
Eigentlich muss man dafür nur einmal während der Fête durch die Promenade laufen. Vor einer Bühne tanzen Kinder, daneben stehen Jugendliche, Einheimische, Gäste und Mitarbeitende aus unseren Betrieben. Die Terrassen sind belebt, Besucher schlendern von Bühne zu Bühne – und irgendwann spielt es keine Rolle mehr, wer weshalb gekommen ist.
Mit der Fête de la Musique Gstaad verwandelt sich das Dorf in einen lebendigen Treffpunkt voller Musik und Begegnungen. Restaurants, Hotels und Geschäfte profitieren, regionale Partner:innen sind eingebunden und Musiker und Musikerinnen bekommen ein Publikum, das sie sonst vielleicht nie erreicht hätten. Aber das Wertvollste kann man nicht in Zahlen messen: Das Saanenland begegnet sich. Wenn am Abend Menschen gemeinsam vor einer Bühne tanzen, die sich vorher vielleicht noch nie gesehen haben, merkt man, was Musik schaffen kann.
Was steckt hinter dem Projekt, das die Besuchenden normalerweise nicht sehen?
Wenn fünf Bühnen gleichzeitig bespielt werden, könnte man meinen, dahinter stehe eine grosse Organisation. Die Realität ist ziemlich anders. Wir sind ein sehr kleines Kernteam. Über die Jahre sind Menschen gekommen und gegangen. Geblieben ist eine kleine Gruppe, die gesagt hat: Wir glauben an die Fête de la Musique Gstaad. Stefan Rhyn, Marco Nigg und Nick Krebs unterstützen mich kräftig: Acts auswählen, Bühnen und Technik koordinieren, Sponsoren suchen, Bewilligungen, Sicherheit, Unterkünfte, Verpflegung und Helfende organisieren – vieles davon machen wir neben unseren normalen Berufen. Am Festivaltag kommen unsere Helfenden, Partner:innen, Sponsor:innen, Betriebe und viele weitere Unterstützende dazu. Aber die Organisation selbst liegt tatsächlich bei sehr wenigen Menschen.
Manchmal fragen wir uns schon: Wie schaffen wir das alles? Umso emotionaler ist der Moment, wenn die erste Band zu spielen beginnt. Dann schauen wir uns kurz an und wissen: Okay, wir haben es wieder geschafft. Das ist für mich auch ein wichtiger Teil der Geschichte der Fête: Sie ist nicht gross geworden, weil dahinter eine grosse Organisation steht. Sondern weil ein kleines Team beschlossen hat, nicht aufzugeben.
Wann hast du gemerkt, dass daraus mehr geworden ist als ein Musikanlass?
Ganz klar dieses Jahr. 2026 haben wir einen grossen Schritt gewagt und die Fête vom September in den Juni verschoben. Natürlich fragt man sich kurz vor dem Anlass: Was, wenn am Ende niemand kommt?
Dann kam der 13. Juni. Die Promenade füllte sich, Kinder tanzten, die Terrassen waren belebt. Irgendwann blieb ich einfach stehen und schaute zu. Da wusste ich: Wir haben den Schritt gewagt – und die Besuchenden sind mitgegangen.
Danach fragten Musiker:innen, ob sie wiederkommen dürfen, neue Bands meldeten sich und aus der Bevölkerung kam immer wieder die Frage nach der nächsten Fête. Wir müssen den Anlass nicht mehr erklären. Die Menschen kennen ihn und freuen sich darauf. Vielleicht beginnt genau so eine Tradition. Im Juni 2027 geht sie weiter.
Regional ÄCHT – VO HIE: viel mehr als Käse und Wurst
Mathias von Siebenthal und Ramona Zumstein · Produzenten
Regionale Produkte sichtbar machen, Produzenten vernetzen und mehr Wertschöpfung im Saanenland behalten: Das sind die Ziele der 2025 lancierten Initiative Regional ÄCHT – VO HIE. Mittlerweile gehören 29 Produzenten mit 90 verschiedenen Produkten zum Netzwerk. Stellvertretend für die Beteiligten geben Mathias von Siebenthal und Ramona Zumstein, beide selbst Produzenten und Mitglieder der Landwirtschaftlichen Vereinigung, Einblick in das Projekt.
Ramona, Mathias, wie ist die Idee entstanden – und was wolltet ihr damit verändern?
In unserer Region gibt es so viele gute Produkte. Aber wie bringen wir sie dorthin, wo sie auch gekauft und verwendet werden – in die Läden, Restaurants und Hotels? Und wie können Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus dabei besser zusammenarbeiten? Aus diesen Überlegungen entstand Regional ÄCHT – VO HIE, eine gemeinsame Initiative der Landwirtschaftlichen Vereinigung, insbesondere unseres Präsidenten David Perreten, und von Gstaad Saanenland Tourismus. So sollen die Transportwege möglichst kurz bleiben und mehr Wertschöpfung in der Region entstehen.
Was bringt Regional ÄCHT – VO HIE den Menschen und Betrieben der Region?
Wir produzieren mit viel Liebe, grossem Wissen und handwerklichem Können. Und damit meinen wir nicht nur uns Landwirte, sondern auch Imker, Bierbrauer und andere Produzentinnen und Produzenten.
Aktuell entstehen in den beiden Molkereien eigene Regional ÄCHT – VO HIE-Ecken, in denen die Vielfalt unserer Produkte präsentiert wird. Dabei geht es nicht nur um die Produkte, sondern auch um die Geschichten dahinter. Das kann unsere 400-jährige Tradition der Alpkäseherstellung sein oder eine innovative Idee wie ein Balance Board. Wir sind überzeugt, dass wenn Konsumentinnen und Konsumenten die Gesichter hinter einem Produkt erkennen, sie sich sie sich bewusster dafür entscheiden.
Besonders wertvoll ist, dass die Initiative auch uns Produzent:innen näher zusammenbringt. Die gemeinsame Präsenz auf der Website von Gstaad Saanenland Tourismus ist ein weiterer Pluspunkt, denn für uns kleine Produzenten wäre der Aufwand allein zu gross.
Was steckt hinter dem Projekt, das die Konsumentinnen und Konsumenten normalerweise nicht sehen?
Eine Menge Koordination. Das Logo musste entworfen und Kriterien festgelegt werden, welche Produkte dabei sein dürfen. Jeder Betrieb verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Produktion. Auch ganz praktische Dinge gehören dazu: Jedes Produkt muss mit dem passenden Kleber versehen werden.
Am Nationalen Wandertag war ein Teil von uns erstmals gemeinsam mit einem Marktstand präsent. Weil unsere Produkte so unterschiedlich sind, brauchte es viele Absprachen. Dasselbe gilt für Geschenkkörbe und Goodie-Bags: Was kommt hinein, wer liefert und in welcher Menge?
Gleichzeitig möchten wir weitere Produzentinnen und Produzenten – auch ausserhalb der Landwirtschaft – für die Initiative begeistern. Denn unsere Region hat so viel mehr als Käse und Wurst zu bieten! Inzwischen gehören beispielsweise auch Mathias’ Saanengeissmilch-Seifen oder die Scherenschnitte von Regina Martin dazu. Diese wachsende Vielfalt macht uns sehr stolz.
Was ist die grösste Herausforderung, so unterschiedliche Akteure zusammenzubringen?
Allen gerecht zu werden und möglichst alle einzubeziehen. An einem Markt oder in einem Geschenkkorb können nicht sämtliche Waren aller 90 Produzentinnen und Produzenten gleichzeitig vertreten sein. Einheimisches Holz lässt sich dort ebenfalls nur schwer präsentieren. Wir suchen deshalb laufend nach neuen Möglichkeiten, damit alle sichtbar werden.
Eine weitere Herausforderung ist die Zeit. Gemeinsam mit Gstaad Saanenland Tourismus möchten wir beispielsweise kurze Videos drehen, die die Menschen und ihre Geschichten zeigen. Das macht Freude, braucht aber Zeit – und unser Tagesgeschäft läuft ja weiter. Als Nächstes möchten wir die Zusammenarbeit mit der Gastronomie ausbauen und weitere Nischenproduzent:innen gewinnen. Denn auch wenn die Initiative aus der Landwirtschaft hervorgegangen ist, schlägt ihr Herz für die ganze Region. Wir möchten die Menschen, das Können und die Vielfalt zeigen, die hier zu Hause sind.






