Beim «Grossen Ski-Duell» in St. Stephan trat Weltcupfahrer Lars Rösti gegen 51 Herausforderinnen und Herausforderer an. Der Einheimische setzte im Riesenslalom die Bestzeit. Den ganzen Tag stand er für Autogramme, Fotos und Gespräche zur ...
Beim «Grossen Ski-Duell» in St. Stephan trat Weltcupfahrer Lars Rösti gegen 51 Herausforderinnen und Herausforderer an. Der Einheimische setzte im Riesenslalom die Bestzeit. Den ganzen Tag stand er für Autogramme, Fotos und Gespräche zur Verfügung.
JOCELYNE PAGE/MARCO MINNIG
Am Samstagvormittag gehörte die Piste in St. Stephan nicht nur dem Nachwuchs, sondern auch einem Weltcupfahrer. Unter dem Motto «Fordere den Skistar heraus» hatte St. Stephan Tourismus zum Ski-Duell mit Lars Rösti eingeladen. Der Speed-Spezialist, der bei der Weltcupabfahrt in Crans-Montana Sechster geworden war (wir haben berichtet), trat gegen Kinder und Jugendliche der JO St. Stephan sowie gegen Fans an. Wer ist schneller als der Skistar aus St. Stephan?
Ein Profi als Vorfahrer und Massstab
Gefahren wurde ein Riesenslalom. Rösti startete als Erster. Seine Zeit: 36,07 Sekunden. Damit setzte er die Tagesbestzeit und blieb ungeschlagen. Am nächsten kam ihm Loris Perren mit einem Rückstand von 1,18 Sekunden. Auf Rang drei folgte JO-Chef Mathias Eggen mit 37,45 Sekunden. Insgesamt nahmen 51 Fahrerinnen und Fahrer teil.
Rösti blieb während des ganzen Rennens im Zielraum und nahm sich Zeit für alle. Er schrieb Autogramme, machte Fotos und sprach mit den Teilnehmenden. Auch seine Familie war vor Ort, darunter Bruder Nico und Vater Hermann Rösti. Dieser steckte den Riesenslalom. Er war früher selbst Europacupfahrer.
Nach dem Riesenslalom genoss Lars Rösti die heimische Gesellschaft und blieb in der Ritzbar für gesellige Stunden – und um den olympischen Riesenslalom von Bormio im Fernsehen zu verfolgen, bei dem seine Teamkollegen Marco Odermatt und Loïc Meillard Silber und Bronze holten.
«Es war lustig»
Rösti zeigte sich zufrieden mit seinem Heimspiel. «Es war lustig», sagte er im Interview mit dieser Zeitung. Auch er sei einst JO-Mitglied gewesen. Es sei schön, den Kindern nahe zu sein. «Ich hoffe, dass ich sie vielleicht inspirieren und motivieren konnte.» Was er jungen Fahrerinnen und Fahrern mitgeben wolle? Entscheidend sei die Freude am Skifahren. «Dass sie gerne rausgehen und auf den Ski stehen.»
Weltcup zwischen Rummel und Energie
Für Rösti war der Winter anspruchsvoll. Der sechste Platz in Crans-Montana habe «viel Freude» und «positive Energie» ausgelöst. «Es war bis dahin eine harzige Saison.» Bis zum Ende der Weltcupsaison hoffe er noch auf «zwei, drei gute Rennen».
Auf die Frage, was viele am Leben eines Weltcupfahrers unterschätzen würden, sagte er: «Ich glaube, es ist der Rummel, obwohl dieser um meine Person nicht so gross ist.» Ebenso brauche es viel Energie, um am Ende «wirklich voll ans Limit gehen» zu können.
Nach dem Anlass reiste Rösti weiter nach Bjelasnica bei Sarajevo. Dort standen zwei Europacuprennen auf dem Programm.