Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger
Seit zehn Jahren haben wir im Regierungsrat eine bürgerliche Mehrheit. Im Grossen Rat haben die Parteien SVP, FDP, Mitte und EDU zusammen auch eine Mehrheit. Das Gleiche gilt im nationalen Parlament und im Bundesrat.
Somit ...
Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger
Seit zehn Jahren haben wir im Regierungsrat eine bürgerliche Mehrheit. Im Grossen Rat haben die Parteien SVP, FDP, Mitte und EDU zusammen auch eine Mehrheit. Das Gleiche gilt im nationalen Parlament und im Bundesrat.
Somit hätten die bürgerlichen Kräfte die letzten zehn Jahre die Bürokratie verringern können. Aber was ist passiert? Die Bürokratie wurde noch mehr. Das heisst, die bürgerlichen Kandidierenden erzählen von Bürokratieabbau, machen aber das Gegenteil und verdienen in ihren Ämtern und Kanzleien schön mit.
Schauen wir mal die Kandierenden für den Regierungsrat der beiden grossen Blöcke an. Evi Allemann, Astrid Bärtschi, Raphael Lanz und Phillipe Müller sind alles Juristen. Hinzu kommt Daniel Bichsel als Finanzverwalter, mit diesen Kandidierenden wird sicher meines Erachtens keine Bürokratie abgebaut, im Gegenteil.
Wer sind die Kandidierenden für den Grossen Rat im Oberland? Bei FDP und SVP sind erschreckend viele Juristen und Verwaltungsangestellte aufgeführt, welche meiner Meinung nach wahrlich nicht bekannt sind für schlanke Strukturen. Nehmen wir dazu die Lehrer und Bauern (erhalten auch die Hälfte ihres Einkommens vom Staat), so bleiben kaum mehr «normale Kandidierende».
In der Gemeinde Saanen sind auf der Verwaltung in den letzten Jahren 16 Stellen zusätzlich geschaffen worden, das mit einem bürgerlichen Gemeinderat.
Hier ein kleines Beispiel, wie bürgerliche Bürokratie funktioniert: Die Tourismusallianz Kanton Bern gibt Wahlempfehlungen heraus. Wer sich für den MWST-Sondersatz von 3,8 Prozent für Beherbergungsbetriebe einsetzt, wird im Ranking belohnt. Ich finde, dass dieser Sondersatz ein bürokratisches Monster für Betriebe und Verwaltung ist.
Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient (Joseph de Maistre).
MARTIN HEFTI, SP-GROSSRATSKANDIDAT, SCHÖNRIED