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Was hat Alois im Schrank verloren?

Di, 05. Mär. 2019
Was genau hat Alois (Ruedi Hefti) im Schrank verloren? FOTOS: BLANCA BURRI

Die Theatergruppe vom Jodlerklub «Bärgfriede» sorgte für einen humorvollen Abend im Hotel Landhaus in Saanen.

BLANCA BURRI
«Es macht uns stolz, dass Sie aus der Fülle von Angeboten genau unseren Theater- und Jodelabend ausgesucht haben», begrüsste Benjamin von Grünigen, Präsident des Jodlerklubs «Bärgfriede», die zahlreichen Zuschauer. Die Wahl hat sich auf jeden Fall gelohnt, das kann schon zu Beginn erwähnt werden, denn der Abend war humorvoll, leicht und voller Überraschungen: Ein Clubmitglied stand zu Beginn inmitten der Zuschauerreihe. Der Solojodler juchzte eine Melodie, die seine Kameraden auf der Bühne aufgriffen und weiterflechteten. Mit dem Spiel zwischen Solojodler und Jodlerklub öffneten die Sänger die Herzen der Zuhörer, der Echo-Jodel von Oskar Friedrich Schmalz kam beim Publikum sehr gut an. So auch die lustige Interpretation der «Kummerbuebe» Saanenland. Sie erzählten die Geschichte vom «Kummerbuebe-Güggel»: «Eusere Güggel dä isch tot», sangen sie mit wehmütigen Stimmen. Das Medley von Fredy Schär war musikalisch wie sprachlich so lustig komponiert, dass die ersten Lachtränen bereits flossen. Diverse bekannte Melodien wie «Ä Schwan so wiss wie Schnee», «La Macarena» und «We Will Rock You» durften herhalten, um die Geschichte des toten Hahns zu erzählen, der laut Kantonstierarzt an einer Vogelgrippe gestorben sei.

Vorhang auf
Dann ging der Vorhang für die Theatergruppe auf, die sich auf die Fahne geschrieben hatte, das Publikum mit der Komödie «Flitterwuche z sibet» von Martin Fischer zum Lachen zu bringen. Rösli Hösli (Petra Schläppi) putzte ihr neu renoviertes Schlafzimmer voller Vorfreude auf Hochglanz. Zum Missfallen ihres Mannes Alois (Ruedi Hefti) bereitete sie das Zimmer nicht für ihn, sondern für ihren Neffen Beni (Cédric Yersin) vor. Er wollte seiner frisch Angetrauten Heidi (Michaela Käser) unbedingt seine geliebten Berge zeigen. Sie aber wäre viel lieber ans Meer gefahren.

Liebeswirren
Unverhofft hatte sich auch noch ein langjähriger Feriengast angemeldet. Hilde (Esther Bütschi) nahm also das einzige Gästezimmer und sehr viel Aufmerksamkeit in Beschlag, sodass das Ehepaar Hösli schliesslich auf dem Estrich schlafen musste. Nach einer durchzechten Nacht vergass der liebenswerte Alois, sein ihm angedachtes Nachtlager aufzusuchen und legte sich stattdessen ins Bett der Frischvermählten. Dem nicht genug: Beni traf im Dorf seine verflossene Jugendliebe wieder. Schon bald machte sich ihr eifersüchtiger Freund bemerkbar. Das Tüpfchen auf dem i bildete aber Alois, der in seinem (ehemaligen) Zimmer verzweifelt nach einem Päckchen suchte. Er fand es weder unter dem Bett noch im Badezimmer. Auch im Schrank war es nicht, in dem er suchte, als Beni und Heidi aus seiner Sicht viel zu früh von einem Spaziergang zurückkamen und ihm nichts anderes übrig blieb, als den Rückzug in den Schrank anzutreten. Wer also wissen möchte, was sich im Päckchen befindet und ob das frisch vermählte Paar die Liebeswirren überstand, besucht eine der nächsten Aufführungen.

Liebenswerte überspitzte Figuren
Eines sei hier ganz am Schluss noch erwähnt: Die Theaterleute, allen voran die Vollblutschauspielerinnen und -schauspieler Petra Schläppi, Ruedi Hefti und Esther Bütschi zeichneten die liebenswerten überspitzten Figuren wunderbar nach.

Das erfolgreiche Regiesseurinnen-Duo Alice Hefti und Patricia von Grünigen gelang eine leichte und flüssige Produktion mit vielen Überraschungen, tollen Kostümen und einem eindrücklichen Bühnenbild. Hildes Lieblichs Ehemann Gottlieb (Gödi Bütschi) unterstützte sie als Souffleur. Über ihn mussten die Zuschauer oft lachen, weil ihn Hilde immer wieder erwähnte, obwohl er im Theaterstück nie auftauchte. Den altbekannten Theaterleuten ist es mit Cédric Yersin, Michaela Käser, Stefanie Schmid und Sandro Yersin gelungen, vier Nachwuchstalente auf die Bühne zu bringen, die in Zukunft bestimmt noch oft zu sehen sein werden.

Weitere Aufführungsdaten: Mittwoch, 6. März, 20.15 Uhr und Samstag, 9. März, 20.15 Uhr

Weitere Fotos unter: http://tinyurl.com/y5zudt5d

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