Kleine grosse Welt zum Leben erweckt

Di, 25. Aug. 2020
Arno Camenisch las mit einer Lebendigkeit, welche die Anwesenden tief in seine Geschichte abtauchen liess. FOTO: NADINE HAGER

Rosa-Marias auffällige Brille mit Goldrand, Margrits erstaunliches Insiderwissen über die Einheimischen, Geschichten eines halben Jahrhunderts und eines ebensoalten Kiosks ... Diese Welt erweckte der Schriftsteller Arno Camenisch vergangenen Freitagabend mit seiner singenden Stimme zum Leben.

NADINE HAGER
Der kleine Kiosk in Tavanasa – klein, aber fein, immerhin hat er seine eigene Zapfsäule und eine wunderbare Leuchtreklame – ist eigentlich ein unscheinbarer Ort. Arno Camenisch, ein bekannter Schweizer Schriftsteller, versteht sich jedoch darauf, genau diesen in seinem neuesten Roman «Goldene Jahre» zum Zentrum des Universums zu erheben. Am Freitagabend las der Schriftsteller mit musikalischer Begleitung von Roman Nowka im Bernerhof aus seinem neuesten Werk vor – und zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in die kleine grosse Welt seiner beiden Protagonistinnen Rosa-Maria und Margrit hinein. Klein, weil ihr gemeinsamer Kiosk objektiv nichts weiter als ein winziges Flecklein in der weiten Welt ist – gross aber, weil diese Welt jeden Tag ihren Weg zu den beiden älteren Damen findet und ihnen allerhand Stoff zum Diskutieren, Philosophieren und Erinnern bietet. Camenischs würzige Betonungen kitzelten den einmaligen Humor aus den Gedankengängen der Protagonistinnen hervor und sorgten nicht selten für laute Lacher – wurde doch klar, dass Margrit und Rosa-Maria sich ihre ganze Weltsicht aus den kleinen Geschichten ihres Kiosks zusammengebastelt haben.

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