«Ein geschichtsträchtiger Tag!»

Fr, 25. Sep. 2020
Der Möbellift von Peter Matti, Gstaad, leistet gute Hilfe beim Zügeln der schweren Möbel wie Tische oder Stühle. FOTO: KEREM MAURER

Am Dienstag und Mittwoch zügelten die Bewohnenden der Alpenruhe in den Neubau um. Alte bekannte Räume wurden verlassen, um neue zu beziehen. Unter der Mithilfe der Betreuungspersonen und dem Zivilschutz ging der Umzug reibungslos vonstatten.

KEREM S. MAURER
«Das ist ein geschichtsträchtiger Tag!», sagte Samuel Perreten, der in seiner Funktion als Technischer Leiter der Alpenruhe den Umzug koordinierte und überwachte. Da in der Alpenruhe der Mensch mit all seinen Befindlichkeiten im Zentrum allen Tuns steht, entwarf Perreten gleich mehrere mögliche Zügelpläne und Abläufe, um je nach Herausforderungen, die sich spontan stellen können, auf ein anderes Prozedere zurückgreifen zu können. Er konstatierte, dass der Umzug weitestgehend planmässig verlaufen sei. Jene Bewohnenden, die mit dem Umzug Mühe bekundeten, bekamen die Möglichkeit, an diesem Tag einen Ausflug zu machen. «Rund zwei Drittel der Bewohnenden haben wir heute aus diesem Grund nicht im Haus», sagte dazu Institutionsleiter Markus Kindler.

Heller, moderner, geräumiger
Der Neubau wirkt hell, modern und geräumig. Die Zimmer finden bei den Bewohnenden mehrheitlich gefallen. Für viele von ihnen bedeutet der Umzug auch ein Gewinn an Platz. Aber nicht für alle. Eine Bewohnerin, die gerade daran war, ihr neues Zimmer einzuräumen, bedauerte, dass das neue Zimmer nur noch etwa halb so grosse sei wie ihr altes, doch: «Die Fenster sind sehr gross, die Aussicht gefällt mir sehr gut!» Dann überlegte sie eine Weile, bevor sie einräumte, dass sie auch in ihrem alten Zimmer nicht herumgetanzt sei, obschon der Platz dafür gereicht hätte.

Die Zivilschutzorganisation Saanen Plus war vor Ort und half beim Zügeln jener Sachen, welche die Bewohnenden nicht selber transportieren konnten. Nach eigenen Aussagen schätzten sie den Auftrag sehr, weil es «ein sinnvoller Einsatz ist», wie einer von ihnen sagte, und ein Kollege räumte ein, anderen Menschen zu helfen, sei eine sehr befriedigende Aufgabe.

Erste Nacht ohne Probleme
Von Dienstag auf den Mittwoch haben alle Bewohnenden erstmals in ihren neuen Zimmern und Betten geschlafen. Alle? Nein, nicht alle. Patricia Wolf sass in ihrem Rollstuhl und beobachtete, wie Tische und Stühle mit dem Möbellift ausserhalb des Gebäudes heruntergelassen wurden. «Mein Bett kommt erst morgen», sagte sie und freute sich, dass sie die erste Nacht im Neubau auf einer grossen Campingmatratze schlafen durfte. Die erste Nacht sei, soweit er gehört habe, sehr gut verlaufen, teilte Markus Kindler auf Anfrage mit. Und: «Ich habe positive Feedbacks erhalten.»


O-Ton

Marcel Hügli
«Ich freue schon seit Tagen auf den Umzug und auf mein neues Zimmer!»

Elisabeth Frick
«Mein altes Zimmer war doppelt so gross wie das neue. Ich freue mich so halb-halb auf das neue Zimmer.»

Heidi Müllener
«Ich freue mich auf die tolle Aussicht, weil die Fenster viel grösser sind als in den alten Zimmern.»

Anna Pärli
«Ich freue mich mega auf das grosse Badezimmer!»

David Gerber
«Endlich mal etwas Neues! Ich habe meine Sachen selber gepackt.»

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