Swiss Alpine Village: Richtplan ist genehmigt

  16.02.2021 Saanenland

Der im Oktober eingereichte Richtplan für das Grossprojekt Swiss Alpine Village in Saanenmöser wurde vom Amt für Gemeinden und Raumplanung (AGR) genehmigt. Nun kann mit der Planung begonnen werden.

KEREM S. MAURER
Gemäss einer öffentlichen Bekanntmachung der Gemeinde Saanen wurde der Richtplan für das Swiss Alpine Village in Saanenmöser mit Datum vom 5. Januar 2021 genehmigt. Damit wird der Richtplan ab morgen Mittwoch, 17. Februar rechtskräftig.

Ehrgeiziges Grossprojekt
Das Swiss Alpine Village in Saanenmöser sieht auf dem heutigen Parkplatz der Saanerslochbahn, auf der Aellenmatte, folgende vier Bauprojekte vor: Einen Hotelneubau Möserhof mit maximal 60 Betten, ein Resort im Viersternebereich mit 150 bewirtschafteten Appartements und maximal 600 Betten, dazu eine Einstellhalle für 900 Fahrzeuge, wovon 750 für die Bergbahnen Destination Gstaad AG (BDG) gedacht sind. Bereits von der BDG umgesetzt wurde der Umbau der Talstation der Saanerslochbahn. Geplant ist ausserdem noch die Anpassung des MOB-Bahnhofs Saanenmöser betreffend Niveauhöhe und allenfalls eine Standortverschiebung. Das Village soll – egal ob mit Bahn, Auto, Fahrrad oder zu Fuss – optimalen Zugang zu Hotel, Resort, Bahnhof und Bergbahn bieten.

Erschliessungsvariante «Ost» wird weiterverfolgt
Eigentlicher Knackpunkt des Projektes ist die Erschliessung. Ursprünglich wurden dafür drei Varianten vorgestellt. Gemäss Walter Matti, Fachleiter Raumplanung der Gemeinde Saanen, soll die bereits im Richtplan favorisierte Erschliessungsvariante «Ost» nun definitiv geplant werden: mit einer Brücke über die Kleine Simme und einer Zufahrtstrasse im Bereich Umbehri zur Aellenmatte, von der aus man letztlich ebenerdig via Strassenüberführung zur Saanerslochbahn gelangt. Diese Erschliessung würde Saanenmöser auch verkehrstechnisch erleichtern. Walter Matti: «Die Gemeinde könnte sich vorstellen, diese Zufahrt auch ohne das Resort zu bauen. Sie macht verkehrstechnisch Sinn.»

Was bedeutet diese Genehmigung?
Diese Genehmigung bedeutet, dass die verschiedenen Bauvorhaben so wie sie im behördenverbindlichen Richtplan aufgeführt sind, ausgeführt werden dürfen. «Diese Genehmigung des AGR ist die Voraussetzung für allfällige spätere Baubewilligungen», präzisiert Matti. Von nun an darf also geplant werden. Eine Grobkostenschätzung für das Grossprojekt, die 2017 in dieser Zeitung publiziert wurde, geht von rund 165 Millionen Franken aus. Wer von den beteiligten Parteien wie viel davon bezahlt, dürfte laut Matti noch Stoff für diverse Diskussionen bieten. Ob das ehrgeizige Projekt, von dem es heisst, es soll 35 Arbeitsplätze schaffen und rund 70’000 zusätzliche Übernachtungen generieren, letztendlich tatsächlich gebaut wird, entscheidet das Stimmvolk der Gemeinde Saanen.

 


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