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Sue Piller ist Schweizermeisterin

Di, 13. Apr. 2021
Für Sue Piller war es eine hervorragende Saison. So dürfte es weitergehen… FOTO:PHILIPPE CHEVALIER

Mit dem Sieg an der Schweizermeisterschaft U16 im Riesenslalom hat Sue Piller aus Gsteig ihr Saisonziel erreicht.

JENNY STERCHI
Die ganze Saison von Sue Piller, die für den Skiclub Schönried unterwegs ist, lief schon verheissungsvoll. Keine Ausfälle, viele Podestplätze und Laura Huber vom SAK Haslital Brienz als verlässliche Konkurrentin gestalteten die Rennsaison der jungen Athletin, die in Gsteig daheim ist.

Auf Silber folgt Gold
In Verbier fiel die letzte wichtige Entscheidung der Skirennsaison für die Schweizer U16-Athleten. Die Teilnahme an diesen Schweizermeisterschaften erfolgte über die Selektion der Regionalverbände. Somit war sicher, dass es die besten 120 Schweizer Skirennfahrerinnen und -rennfahrer U16 waren, die am Start standen.

Coronabedingt erst im März gestartet, liefen die Rennen für die Athletinnen und Athleten des RLZ Gstaad sehr gut. Das war die logische Folge aus einer hervorragenden Vorbereitung über Januar und Februar hinweg. Zu einem Zeitpunkt also, wenn ohne die Pandemie schon um Punkte und Medaillen gefahren worden wäre, mussten Konzentration und Spannung der Skisportler aufrechterhalten bleiben. Kleine Trainingswettfahrten mit anderen Spitzenfahrerinnen des Regionalverbandes und Athletinnen des NLZ (Nationalen Leistungszentrum) forderten Sue Piller und ihre Trainingskollegen auch ohne Rennsituation heraus.

Anfang März ging es dann endlich in die Rennsituationen. Mit der Silbermedaille an der Schweizermeisterschaft im Slalom Mitte März hatte Sue Piller ihre Ambitionen klar präsentiert.

Am Samstag reichte es nach zwei grandiosen Läufen für den Sieg und die zum Saisonziel erklärte Goldmedaille im Riesenslalom. Dauerkonkurrentin Laura Huber startete in den Finaldurchgang mit einem veritablen Vorsprung von 26 Hundertstelsekunden auf die neue Schweizer U16-Meisterin. Sue Piller ging volles Risiko ein und sicherte sich mit 33 Hundertsteln Vorsprung den Sieg.

Jack Spencer mit Top-Ten-Resultat
Auch für Jack Spencer aus Gstaad lief diese sehr spezielle Saison nach Wunsch. Im Slalomrennen um den nationalen Titel Mitte März war er im zweiten Lauf noch ausgeschieden. Im Riesenslalom am letzten Wochenende lief es besser und er platzierte sich auf dem sehr guten achten Rang.

Auszug aus den Ranglisten:
Riesenslalom
Kategorie Mädchen:
1. Piller Sue, Schönried; ferner: 20. Reichenbach Céline, Lauenen; 23. Allenbach Dania,Turbach-Bissen. Kategorie Knaben: 8. Spencer Jack, Gstaad; ferner: 32. Schwizgebel Tim, Saanen.


FÜNF FRAGEN AN SUE PILLER

«Von der Jägerin zur Gejagten»

JENNY STERCHI

Wussten Sie bereits während des Finallaufes, was dieser wert sein würde?
Während des Laufes dachte ich eigentlich nur, dass ich noch schneller und noch direkter fahren muss. Ich hatte im Vorfeld mit meiner RLZ-Kollegin Dania Allenbach abgemacht, dass sie auf mich zukommt, wenn meine Laufzeit gut ist. Im Zielraum angekommen, sah ich, dass Dania in meine Richtung lief und ich wusste, das war gut. Ich konnte mein Potenzial voll ausschöpfen.

Wie haben Sie die Saison hinsichtlich dem pandemiebedingten späten Rennbeginn, der Wettkämpfe unter Schutzkonzepten und Ihrer Rennresultate bereits zu Beginn dieser Saison erlebt?
Wir haben hart auf die Rennen hingearbeitet und mussten lange auf die Rennsituationen warten. Ich erhielt dennoch viele Trainings- und Vergleichsmöglichkeiten. In den Trainingsrennen hielten die Konkurrentinnen die Spannung hoch. Das war sehr hilfreich. An die Schutzkonzepte hatte ich mich ziemlich schnell gewöhnt. Sie galten ja auch in den Trainings im letzten Jahr schon. Eingeschränkt haben sie mich jedenfalls nicht, auch wenn es im Zielraum blöd ist, ausser Atem unter der Maske zu verschwinden. Die Wahrnehmung meiner Saison ist sehr speziell. Ich merkte bereits zu Beginn, dass meine Leistungen sich nach vorn entwickelt hatten. Plötzlich hatte ich markanten Vorsprung in den Trainings. Der Druck war ein anderer. Ich wurde von der Jägerin zur Gejagten. Weil das Training im RLZ immer ganzheitlich war, also neben physischer und technischer auch mentale Ausbildung beinhaltete, konnte ich mit diesen geänderten Vorzeichen zum Glück arbeiten.

Wie geht es jetzt für Sie weiter?
Mit diesen Resultaten an den Schweizermeisterschaften habe ich einen Platz im NLZ sicher. Ich beginne mein drittes Jahr im Gymnasium in Gstaad.

Ist diese Skisaison für Sie nun zu Ende?
Ab Mittwoch fahre ich noch zwei Vergleichsrennen in Davos. Aber der Druck ist nicht mehr gross. Darum kommt meine Mutter auch mit und schaut zu. Wenn es um etwas geht, hat sie jeweils Mühe, hinzuschauen.

Haben Sie ein Idol im Skisport?
Lara Gut-Behrami begeistert mich. Sie bringt zum einen grandiose Leistungen und zum anderen spricht sie aus, was sie denkt.

 

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