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Futter muss zugekauft werden

Mi, 26. Mai. 2021
Die Alp Frischewärt im Turbach auf 1716 Höhenmetern: Hier schneit es noch fast täglich, die Alpzeit verschiebt sich deutlich. FOTO: ZVG

Die Natur ist aufgrund des nassen und kalten Wetters bis zu drei Wochen im Rückstand. Deshalb werden die Futtervorräte knapp. Die Mäuseplage verschärft das Problem.

BLANCA BURRI
Vergangenes Jahr war, was die Alpsaison angeht, unvergleichlich. Bereits Anfang Juni zügelten viel Landwirte «z Bärg». Dieses Jahr scheint der Beginn der Alpzeit genau ins Gegenteil zu kehren. «Da der Frühling heuer nass und kalt war, verschiebt sich alles um etwa drei Wochen», sagt Christoph Bach, Präsident der Landwirtschaftlichen Vereinigung Saanenland. Dabei spiele es eine grosse Rolle, ob es weiterhin nass und kalt bleibe oder wärmere Temperaturen die Schneeschmelze auf den Alpen und den Graswuchs vorantrieben. Bis vor Kurzem fiel auf 1600 Höhenmetern fast täglich Schnee.

Mäuseplage verschärft Problem
Je nach Lage der Talbetriebe müssen die Landwirte bereits seit April Futter zukaufen. Gerade auf Betrieben mit Schattenlagen oder auf einer gewissen Höhe wachse das Gras noch immer verhalten, so Bach.

«Gewisse Schwankungen gehören zur Natur», sagt er. Die vergangenen Frühlinge seien oft milde und für die Landwirtschaft ideal gewesen. Jetzt sei halt wieder einmal das Gegenteil der Fall. Nur sei die Situation gerade im Turbach aufgrund der grossen Mäuseplage sehr angespannt. «Im Moment dürfen die Kühe nicht auf die braunen Mäuseäcker. Das Gras wächst zaghaft.» Er sorgt sich deshalb um den Ausgang der beiden Agrarinitiativen: «Bei einer Annahme wäre der Zukauf von Futter auch in Krisensituationen nicht mehr möglich.»

Mehr Futtermittel verkauft
Die Landi Simmental-Saanenland bestätigt, dass mehr Heu gekauft wird als andere Jahre. Bisher sei die Beschaffung kein Problem, doch die Preise stiegen stetig, sagt Niklaus Sulliger, Leiter Agrar, auf Anfrage. Vor allem im Biobereich sei die Beschaffung etwas herausfordernd. Sulliger betont, das vergangenes Jahr ein gutes Heujahr gewesen sei. Viele Landwirte hätten genug Futter produziert und deshalb seien nicht alle auf weitere Futtermittel angewiesen.

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