Drei neue Gourmetadressen

  03.12.2021 Saanenland

Der immer mit Spannung erwartete Gault-Millau-Guide ist Anfang Woche erschienen: ein Gradmesser für Spitzenköche und eine Bibel für Geniesser.

BLANCA BURRI
Haben Sie gewusst, dass rein rechnerisch gesehen auf jede Gemeinde des Saanenlandes inklusive Rougemont fünf Punkterestaurants – oder genau genommen fünfeinhalb – fallen? Deren 22, drei mehr als vergangenes Jahr, sind nämlich im eben erschienenen Gault-Millau-Guide 2022 zwischen Rougemont und Gsteig aufgeführt, eine schier unglaubliche Zahl im Vergleich zu den gut 10’000 Einwohnern.

Die drei Neuen
Chefredaktor Urs Heller führt in der 556 Seiten starken Gourmetbibel drei Neue auf: das Hotel Restaurant Valrose, Rougemont, mit 17 Punkten, das Golf Restaurant in Saanenmöser by Martin Bieri (14) und das Hotel Alpenland, Lauenen (13). Damit klassiert sich das Valrose zum besten der drei Gault-Millau-Restaurants in Rougemont.

Martin Bieri in zwei Restaurants
Im Golf Restaurant kocht seit vergangener Saison Martin Bieri. Vorher rührte er den Kochlöffel im «Guarda Val» auf der Lenzerheide und wurde damals mit 16 Punkten belohnt. Für ihn sind die aktuellen 14 Punkte trotzdem kein Rückschritt, sondern genau richtig. Der 40-Jährige ist bei der BDG angestellt. «Um den Mitarbeitern eine Ganzjahresanstellung zu ermöglichen, haben die Bergbahnen Destination Gstaad das Golf Restaurant gepachtet.» Im Sommer führt Martin Bieri die Brigade im Golf Restaurant und im Winter im Bergrestaurant Eggli sowie in der neuen Eggli Lounge. «Von einem Gault-Millau-Koch wird erwartet, dass er überall dieselbe Leistung erbringt, egal in welchem Restaurant er ausgezeichnet wurde», gibt er Einblick. «Weil das Bergrestaurant Eggli sehr gross und der Winterbetrieb anspruchsvoll ist, bin ich mit den 14 Punkten sehr zufrieden, diese Leistung werden wir auch auf dem Eggli erbringen können.»

Alpenland mit zartem Yak
Im «Alpenland» gefällt den Gault-Millau-Testern das Ambiente für alle: «Morgens kommen Arbeiter auf einen Kaffee und ein Sandwich vorbei. Mittags stärken sich im Restaurant vor allem Wanderer.» Am Abend aber habe Küchenchef Silvio Wieland grössere Ambitionen. Er serviere neben der kompakten Karte auch ein Degustationsmenü, am liebsten mit Yak aus der Region und «Gebirgshärdöpfel» aus Feutersoey.

Bei den bisher gelisteten 19 Gault-Millau-Restaurants gab es keine wesentlichen Veränderungen. Vergangenes Jahr noch zeichnete Urs Heller die Gastroregion mit 260 Gault-Millau-Punkten aus. Mit den neuen Jahrgang sprengt sie die 300-Marke und gelangt damit buchstäblich auf den Gourmet-Olymp.

Gault-Millau-Restaurants
Gstaad: The Alpina Gstaad, Restaurant Sommet, 18 Punkte; The Alpina Gstaad, Restaurant Megu, 15; Le Grand Bellevue, Leonard’s, 15; Bernerhof, Restaurant Esprit Ravet, 15; Bernerhof, Restaurant Blun-Chi, 13; Bernerhof, Restaurant La Gare, 13; Le Grand Chalet, Rstaurant La Bagatelle, 16; Gstaaderhof, Restaurant Müli, 14; Gstaad Palace, Le Grill, 15; Park Gstaad, Restaurant Avenue Montagne, 14 (–1); Rialto, 15 (+1). Feutersoey: Rössli, 13; Lauenen: neu Hotel Alpenland, 13; Rougemont: Le Cerf, 12; Rougemont, Hôtel de Rougemont & Spa, Le Roc by Edgard, 15 (vergangenes Jahr ohne Nennung); neu Hôtel Restaurant Valrose, La Table du Valrose, 17; Saanen: 16 Art Bar Restaurant, 14; Huus Hotel, Restaurant La Vue, 13; Sonnenhof, 16, Saanenmöser: neu Golfclub Gstaad-Saanenland, Golf Restaurant by Martin Bieri, 14; Saanenmöser: Hotel Hornberg, 13; Schönried: Hotel Alpenrose, Restaurant Azalée, 15.


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