Schweizer Teams kämpfen um den Achtelfinaleinzug
03.07.2026 SportZwei von drei Gruppenspielen haben die Teams am Beach Pro Gstaad bereits absolviert. Während Nina Brunner/ Tanja Hüberli sowie Anouk und Zoé Vergé-Dépré bereits einen Sieg feiern konnten, ist vor dem letzten Spiel der Gruppenphase für die Schweizer Teams noch vieles ...
Zwei von drei Gruppenspielen haben die Teams am Beach Pro Gstaad bereits absolviert. Während Nina Brunner/ Tanja Hüberli sowie Anouk und Zoé Vergé-Dépré bereits einen Sieg feiern konnten, ist vor dem letzten Spiel der Gruppenphase für die Schweizer Teams noch vieles offen.
MAXIME VÖGELE
Wer in diesen Tagen durch Gstaad spaziert, merkt schnell: Das Beach Pro Gstaad ist zurück. Die Spielerinnen und Spieler der Weltelite prägen das Dorfbild – und lassen den Grössendurchschnitt auf der Promenade merklich steigen. Seit Mittwoch kämpfen auch fünf Schweizer Teams im Hauptfeld um den Einzug in die K.-o.-Runde.
Sonne statt Gewitter
Nach dem Spielunterbruch am Mittwoch zeigte sich das Wetter am Donnerstag bereits von seiner besseren Seite. Die Regenpellerinen vom Vortag konnten gegen T-Shirts getauscht werden – oder gleich ganz weggelassen werden. Auch die Tribüne im Gstaadion füllte sich am Donnerstag merklich. Kein Wunder bei so viel Schweizer Präsenz auf dem Center-Court.
Achtelfinal in Reichweite
Nina Brunner und Tanja Hüberli starteten am Mittwoch mit einem Sieg ins Turnier. Am Donnerstag mussten sie sich jedoch der amtierenden Weltmeisterin Tina Graudina geschlagen geben, die neu mit der 18-jährigen Lïva Ēbere zusammenspielt. Die Schwestern Anouk und Zoé Vergé-Dépré konnten ihr erstes Gruppenspiel ebenfalls gewinnen. Das neuformierte Duo Joana Mäder und Leona Kernen verlor beide Gruppenspiele jeweils in drei Sätzen.
Brunner/Hüberli sowie die Schwestern Anouk und Zoé Vergé-Dépré haben sich damit mindestens einen Platz in der Lucky-Loser-Runde gesichert. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel können sie sich den direkten Einzug in den Achtelfinal sichern. Joana Mäder und Leona Kernen müssen ihr letztes Gruppenspiel gewinnen, um die Chance auf die K.-o.-Runde zu wahren.
Alles oder nichts
Bei den Männern konnte bisher noch kein Schweizer Team einen Sieg feiern. Die jungen Qualifikationsgewinner Luc Flückiger und Andrin Kolb zeigten gegen die Nummer 1 und die Nummer 12 des Turniers viel Kampfgeist. Für einen Sieg reichte es jedoch nicht. Auch Julian Friedli und Jonathan Jordan mussten in ihren ersten beiden Partien Niederlagen einstecken. Für Flückiger/ Kolb geht es im letzten Gruppenspiel um die Chance auf die K.-o.-Runde.
Das zweite Gruppenspiel der Schwestern Anouk und Zoé Vergé-Dépré sowie das letzte Gruppenspiel von Julian Friedli und Jonathan Jordan fanden am Donnerstag erst nach Redaktionsschluss statt.
WENN DAS WETTER MITSPIELT
Der erste Turniertag des Beach Pro Gstaad wurde am Mittwoch von einer Gewitterunterbrechung geprägt. Als Outdoor-Sportart ist Beachvolleyball dem Wetter ausgesetzt. Deshalb ist es für die Veranstalter wichtig, den Himmel stets im Blick zu behalten, um Athlet:innen und Publikum rechtzeitig schützen zu können. Seit fast zwei Jahrzehnten unterstützt Meteorologe Felix Blumer das Beach Pro Gstaad dabei. Zwischen dem Spielbetrieb auf dem Center-Court und dem Blick zum Himmel nahm sich Felix Blumer einige Minuten Zeit, um dem «Anzeiger von Saanen» seine Aufgabe zu erklären. Der langjährige SRF-Meteorologe beriet das Organisationskomitee zunächst von Zürich aus. Seit seiner Pensionierung im vergangenen Jahr ist er direkt vor Ort im Einsatz. Schon zuvor habe er freie Tage immer wieder genutzt, um das Turnier in Gstaad zu besuchen.
Dass das Wetter am Turnierauftakt zur Herausforderung werden würde, zeichnete sich bereits im Vorfeld ab. Grund dafür war ein Luftmassenwechsel mit einer zerfallenden Gewitterfront, deren Verlauf deutlich schwieriger einzuschätzen war als jener einer klassischen Front. Blumer war der Meinung, dass man vermutlich noch etwas länger hätte weiterspielen können, betonte aber gleichzeitig, dass es in solchen Situationen immer besser sei, den sichereren Weg zu wählen: «Der Entscheid liegt am Schluss immer bei der Turnierleitung.» Seine Aufgabe sei es, die Verantwortlichen meteorologisch zu beraten.
Nach dem wechselhaften Auftakt dürften die weiteren Turniertage deutlich ruhiger verlaufen. Ganz entspannt zurücklehnen will sich Blumer aber trotzdem nicht – gerade in den Bergen sei das Wetter nie ganz eindeutig vorhersehbar: «Man ist immer mindestens mit einem, eher mit zwei Augen bei der Wetterlage.»
MAV







