Für eine sauberere Ferienregion Gstaad Volume 2.0
20.09.2024 GstaadDie zwei siebten Klassen der Schulen Gstaad und Zweisimmen engagierten sich anlässlich der nationalen und internationalen Clean-up Days vom 13. und 14. September hier in der Region. Die 37 Kinder und ihre erwachsenen Helfer:innen sammelten zusammen über 45 Kilogramm Abfall rund ...
Die zwei siebten Klassen der Schulen Gstaad und Zweisimmen engagierten sich anlässlich der nationalen und internationalen Clean-up Days vom 13. und 14. September hier in der Region. Die 37 Kinder und ihre erwachsenen Helfer:innen sammelten zusammen über 45 Kilogramm Abfall rund um Gstaad und Zweisimmen und unterstützten damit eine der Massnahmen von «Gstaad nachhaltiger».
Die Interessengemeinschaft «saubere Umwelt» (IGSU) organisierte 2024 bereits zum zwölften Mal die nationalen Clean-up-Tage. Anlässlich dieser Events engagierte sich die Abteilung Nachhaltigkeit bei Gstaad Saanenland Tourismus (GST) zum zweiten Mal ebenfalls für eine sauberere Region. Katrin Espiasse, Produktmanagerin Nachhaltigkeit GST, schrieb Anfang August alle Schulhäuser der Ferienregion Gstaad an, um sie für einen Clean-up-Einsatz zu motivieren. Diese Events haben zum Ziel, die Öffentlichkeit zum Thema zu sensibilisieren und gemeinsam mit den Teilnehmenden aktiv gegen Verschmutzung vorzugehen.
Zwei Schulklassen setzten sich für eine sauberere Region ein
Die 16 Schülerinnen und Schüler aus dem Rütti-Schulhaus mit ihrer Klassenlehrerin seien am Donnerstagnachmittag in drei Gruppen eingeteilt worden, schreibt Gstaad Saanenland Tourismus in einer Medienmitteilung. Während eine Gruppe sich Richtung Grund, dem Saanenufer entlang, auf Abfallsuche machte, spürte die zweite Gruppe beim Mettlenwäldli und weiter Richtung Bellerive jeden Müll auf. Die dritte Gruppe prüfte die Region Ried und Gschwend und landete schlussendlich im Alpinawäldli zum Saubermachen.
Zusammen hätten die Schüler:innen über 25 Kilogramm Abfall gesammelt. Dabei hätten sie rund 250 Zigarettenstummel gefunden. Dies habe die Kinder sehr nachdenklich gestimmt, haben sie doch gelernt, dass ein Zigarettenstummel mit seinen giftigen Inhaltsstoffen circa 1000 Liter Grundwasser verschmutzen kann. «Somit hat die Schulklasse rund 250’000 Liter Wasser gerettet!», so Gstaad Saanenland Tourismus.
«Lustige» Funde seien ein einzelner schwarzer Herrenschuh, eine volle Sprühdose und eine volle Flasche Baileys gewesen. Am meisten Freude habe die Gruppe, die eine intakte Tafel Schokolade gefunden hatte, gehabt. Dabei hätten sie den Inhalt gerecht untereinander «entsorgt» und der Abfall sei in einem der Säcke gelandet.
Zurück im Schulhaus sei der Inhalt nach Abfallart sortiert worden. Die verschiedenen Arten (PET, Glas, Papier usw.) seien nachher bei der Annahmestelle Rütti korrekt entsorgt und der Restabfall im Schulhaus in den Kehricht gegeben worden.
Die siebte Klasse der Volksschule Zweisimmen sei am nächsten Nachmittag mit ihrer Lehrerin vor dem Schulhaus in Zweisimmen gestartet, schreibt GST weiter. Die Kinder seien in sieben Heinzelmännchen- und -frauchen-Teams eingeteilt worden. Dabei nahmen fünf Gruppen Zweisimmen unter die Lupe und je ein Team verschob sich nach Mannried und eines nach Blankenburg. Hier seien die Abfallsammler:innen froh gewesen, hatten sie ihre Scooters dabei. Das Wetter sei eher garstig gewesen – kalter Wind und am Schluss auch noch Regen. Doch dies habe die Kinder nicht daran gehindert, bis am Schluss mit voller Motivation jedes Plastikteilchen, jeden Kaugummi und Zigarettenstummel aufzulesen. Sie hätten gemeinsam 19 Kilogramm Abfall verschiedensten Materials gesammelt. Dieser sei ebenfalls korrekt sortiert und bei der Müllentsorgung neben dem Schulhaus entsorgt worden – ausser einer Sonnenbrille, die noch in gutem Zustand war. Sie habe nun einen neuen Besitzer gefunden. Denn die Kinder hätten in dieser Woche das 3R-Prinzip gelernt: «Reduce, Recycle and Reuse» – reduzieren, rezyklieren und eben wiederverwenden!
Schweizweit rund 750 Aufräumaktionen
Schätzungsweise 60’000 Helfer:innen hätten sich an rund 750 Aufräumaktionen in der gesamten Schweiz beteiligt, informiert Gstaad Saanenland Tourismus. Dabei hätten sie mit vereinten Kräften unser Land von mehreren Tonnen Müll befreit. Städte, Gemeinden, Schulen, Vereine, Unternehmen und Einzelpersonen hätten in diesen zwei Tagen Wälder, Wiesen und Wasser von herumliegendem Abfall befreit.
«Katrin Espiasse bedankt sich im Namen des GST für das grosse Engagement der zwei Schulklassen und hofft, dass im nächsten Jahr noch mehr Schulklassen am Clean-up-Tag teilnehmen können und es somit in jedem Dorf oder jeder Bäuert ‹sauberer› wird.»
PD/AMO