Der Vorverkauf ist gestartet

Fr, 02. Okt. 2020
Diese schlauchähnliche Maske wurde für Skifahrer entwickelt. Damit sollte dem Winterspass nichts mehr im Weg stehen. FOTO: NADINE HAGER

Seit gestern Donnerstag läuft der Vorverkauf der Saisonabonnements. Die Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) ist für die Wintersaison zuversichtlich. Das Schutzkonzept ist erprobt. Maskenschals erhöhen die Sicherheit.

BLANCA BURRI
Wenn alles gut geht, wird die Wintersaison bereits in sechs Wochen, am 14. November, lanciert. Dann sind auch die Skiabos gültig, die seit gestern gekauft werden können. Der Versand der Bestellformulare in die Haushaltungen der Region erfolgte in den vergangenen Tagen.

Neu bei der Talstation Eggli
Wie bisher können die Tickets an den unterschiedlichen Talstationen, beim GST und online gebucht werden. Neu gilt die Talstation Eggli als Hauptvorverkaufsstelle. Dies, weil das Büro der BDG im Frühjahr vom Haus des Gastes an der Promenade ins Administrationsgebäude bei der Talstation Eggli umgezogen ist. Matthias In-Albon, Geschäftsführer der BDG, verspricht ein positives Kauferlebnis und begründet dies mit den gut geschulten Verkaufspersonen und den guten Parkmöglichkeiten bei der Talstation. Ebenfalls positiv sei die Nähe zur Administration, was insgesamt zu einem speditiven und kundenorientierten Ablauf führe. Rund 10’000 Saisontickets gehen über den Verkaufstresen der BDG. Alle anderen Skitickets werden an den Tageskassen, über Partner wie Ticketcorner oder in den drei anderen Skidestinationen des Top4-Skiabos verkauft.

Buchen mit Covid-Sicherheit
Früh buchen lohnt sich laut BDG auch dieses Jahr und verspricht eine Covid-Sicherheit. Bei einer behördlich verordneten Schliessung aller Bergbahnen des Tarifverbunds Gstaad erfolgt eine Wertgutschrift. Diese gilt für alle während der Schliessung nicht angetretenen Skitage. Bei Onlinebuchungen von Tages- oder Mehrtageskarten erfolgt die Gutschrift auf das Onlinekonto. «Die Gutschrift kann bis Ende Wintersaison 2021/2022 eingelöst werden», informiert der Geschäftsführer. Bei Saisonkarten wird der Betrag pro rata bar ausbezahlt.

Frischluft und viel Platz
Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gelten aufgrund der hohen Covid-Ansteckungszahlen noch immer als risikoreich. Deshalb bietet Skifahren eine gute Alternative zu Indoorsport. «Wir müssen wieder die tollen lokalen Angebote bewusst erleben und das können wir, wenn wir uns in der Natur bewegen», sagt Martin Knöri von der BDG. Das Skigebiet Gstaad sei so gross, dass es wenig Massenansammlungen gebe. Ebenfalls habe die BDG ein gutes Schutzkonzept aufgebaut, das wirke, wie die Sommersaison bewiesen habe.

Maskenpflicht in der Gondel
Auch im Winter gilt die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter. Die Bergbahnen haben im Sommer mit der Umsetzung der Schutzkonzepte analog zum öffentlichen Verkehr durchwegs positive Erfahrungen gemacht. Es gilt nun, diese Massnahmen auch im Winter anzuwenden. Konkret bedeutet dies laut In-Albon für die Bergbahnbranche: «Wir möchten weiterhin die Gleichstellung mit Reisenden im öffentlichen Verkehr. Dort gilt eine Maskenpflicht in Fahrzeugen wie Zügen und Seilbahnen. Keine Maskentragpflicht ist für Kinder vor ihrem 12. Geburtstag vorgeschrieben. Ebenfalls keine Maskentragpflicht gilt auf Sesselbahnen und Skiliften.» In der Eigenverantwortung der Gäste liege hingegen das Abstandhalten im Wartebereich und/oder das Tragen einer Gesichtsmaske. Auf den Transportanlagen gelte hingegen keine Kapazitätsbeschränkungen.

Auf eine offizielle Bestätigung des Schutzkonzeptes des Kantons warten die Verantwortlichen indes noch. «Uns würde es sehr helfen, wenn ein Bundesrat ein klares Statement für die kommende Saison abgeben würde», sagt Matthias In-Albon.

Geprüfte Schlauchmasken
Derzeit prüft die BDG wintertaugliche Masken. Die Maske gleicht einem nackenwärmenden Schlauchtuch und erfüllt gleichzeitig alle Sicherheitskriterien der Covid-19-Taskforce. Sie ist waschbar und dadurch mehrfach verwendbar. Die BDG wird die Masken voraussichtlich an den Talstationen verkaufen. «Die Masken sind multifunktionell und sehr angenehm zu tragen», sagt der Geschäftsführer.

Herausforderungen bleiben
Der Vorverkauf der Ein- und Mehrtageskarten läuft seit ein paar Wochen und zeigt Zahlen über dem Vorjahresniveau. Trotzdem wagt Matthias In-Albon noch keine Prognose: «Dazu ist es einfach noch zu früh.» Der Winter bringe neben den gewohnten Herausforderungen wie Schnee- und Wetterbedingungen weitere. «Covid-19 wird uns auf Trab halten», hält er fest. Noch unsicher ist, ob sich die Kunden von der Pandemie abhalten lassen. Ein weiterer lokaler oder nationaler Lockdown wäre für das Unternehmen und die ganze Region verheerend, besonders während Weihnachten und Neujahr oder den vier stärksten Februarwochen. Dann erwirtschafte das Unternehmen den Grossteil des Umsatzes. Bauchweh verursacht In-Albon die Gesundheit der Mitarbeitenden und sensibilisiert sie, Abstand zu halten – zu den Gästen und zu den Arbeitskollegen. Er sieht es als grosses Risiko, mitten in der Wintersaison einzelne Berge wegen Mitarbeitenden in Quarantäne schliessen zu müssen.

Die BDG ist für die kommende Wintersaison bereit. Sie bietet ein erprobtes Sicherheitskonzept und wintertaugliche Masken. Auch die Rückvergütung für Abonnemente und Tages- oder Mehrtageskarten bei einem allfälligen Lockdown ist geregelt. Jetzt muss nur noch der Schnee rechtzeitig fallen, dann steht dem Skierlebnis nichts mehr im Weg.


ABOPREISE STEIGEN

Skifahren in der Destination Gstaad wird zum Teil teurer. Bei den Tageskarten wird Dynamic Pricing ins zweite Jahr geführt. Hier wird der Pool mit den günstigeren Tickets (ab 49 Franken) grösser, dafür steigt der maximale Preis pro Tag von 74 Franken auf 77 Franken. Dieser gilt hauptsächlich bei schönem Wetter und in der Hochsaison.

Die Top4-Abonnements steigen um 16,6 Prozent von 666 Franken auf 777 Franken pro Saison. Mit diesem Abo sind die Destinationen Gstaad, Jungfrau Ski Region, Meiringen-Hasliberg und Adelboden-Lenk gültig. Begründet wird die Erhöhung mit Investitionen in allen beteiligten Skigebieten und in gesteigerter Qualität. Damit begründet die BDG ebenfalls den Preisanstieg des Abonnements der Destination Gstaad. Für die Einheimischen steigt er von 550 Franken auf 599 Franken (+9 Prozent). Die Preise für Kinder und Jugendliche bleiben auf Vorjahresniveau.

Zwei Zusatzangebote sind zum Abonnement in Gstaad buchbar: Hallenbad und Glacier 3000. Das Gletscherabo bleibt auf dem Vorjahresniveau. Der Preis für das Hallenbad hingegen steigt ebenfalls an, für Erwachsene von 66 Franken auf 77 Franken, für Kinder von 33 Franken auf 44 Franken. Die Sportzentrum AG begründet: «Wir haben bei Einführung dieses Produktes die Preise bewusst moderat gestaltet. Im Zuge der Erhöhung der Preise durch die BDG ist es auch für uns Zeit, die Preise leicht anzuheben.»

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